Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Kirchenmusik zur Ehre Gottes

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Kirche und Musik

Kirchenmusik zur Ehre Gottes (Teil 2)

Von der Motette bis zum gesungenen Gemeindelied war es ein langer Weg in der Entwicklung der Kirchenmusik nach dem Konzil von Trient.

Kirchenchöre singen zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen (Foto: dpa)
Kirchenchöre singen zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen (Foto: dpa)

Nachdem beim Konzil von Trient im Jahre 1545 eine Weichenstellung zwischen Motette und mehrstimmiger Vokalkomposition im Streit stand, kam es zu keiner eindeutigen Entscheidung. Das Konzil verbot lediglich anstößige Melodien. Eine wichtige Festlegung gab es dennoch. Sie sollte für die Fortentwicklung der Kirchenmusik prägend sein, galt sie doch seit dem Konzil als Ausschmückung der Liturgie.

Anreiz zum Gottesdienstbesuch

Die Sonate in der speziellen Form der Kirchensonate  wurde dann im 17. Und 18. Jahrhundert zum gebräuchlichen kirchenmusikalischen Stilmittel. Mozart und Vivaldi gehörten zu den bedeutendsten Komponisten dieser Werke, die meist nur mit einem oder zwei Instrumenten und einem Generalbass bespielt wurden.
Die Zeit der Baracks war zunächst davon geprägt, dass die Fürstenhäuser auch die Musica sacra als Musik zu ihrer Repräsentation nutzten. Später gingen diese werke dann zunächst in die Gottesdienste an den Fürstenhöfen ein. Aber auch Oden wie die Franziskaner und Jesuiten  nutzten große kirchenmusikalische Werke um einen Anreiz für die Kirchenbesucher zu schaffen. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wuchs eine Kirchenmusikkultur heran, die das Bürgertum stärker im Blick hatte.

Der Cäcilienverein

Im 19. Jahrhundert kam es dann zur Gründung des Allgemeinen-Cäcilien-Vereins, dem noch heute die katholischen Kirchenchöre angeschlossen sind. 1868 war die Zeit dafür reif und man sah die die Kirchenmusik in deutlicher Abgrenzung zu der Musik der Welt. Die Kirchenmusik erhebt das Herz unmittelbar zu Gott, hieß es damals. Die Cäcilienvereine setzten sich zum Ziel das Chorwesen in Deutschland zu fördern.

Wertvoller Schatz

Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte die die weltliche Musik deutlich schneller weiter als die Kirchenmusik. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es die Tendenz zu einem eher liedhaften Stil in der Kirchenmusik. Die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils hob die Kirchenmusik auf eine neue Ebene. Das Konzil nannte die überlieferten Werke einen „wertvollen Schatz, den es zu pflegen und zu mehren gilt“. Die Kirchenmusik selbst und das Singen der Texte wurden Teil der Liturgie. Das Sprechen der Texte durch den Priester war zum Liturgievollzug nicht mehr erforderlich. Mit dem Gesangbuch „Gotteslob“ entstand eine Liedsammlung, die diesen ganzen Entwicklungen Rechnung trug und das auch und gerade den Gesang der Gemeinde in den Mittelpunkt stellte. Auch Liedgut in deutscher Sprache konnte nach dem Zweiten Vatikanum hier Eingang finden.


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Die Kommentare der Liborius-User:


von Manfred Thurner

am Freitag, 16. Dezember 2011

Zum Thema Kirchenmusik und Kirchenchöre kann ich nur sagen, dass die von Chören gesungene Kirchenmusik irgendwann wenn ich sie nicht mehr ertrage, ein Grund sein werden die Kirche an Festtagen zu meiden.
Wenn ich den Gottesdienst besuche, möchte ich mitbeten und mitsingen, das still sitzen und zuhören kann ich in einem Konzert besser.
Ich empfinde den Gesang der Chöre als "Diktatur der Chöre" (man kann sich ja nicht wehren außer man bleibt draußen) und weiß, dass ich nicht alleine so denke.
Manfred Thurner

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von Walburga Paetzold

am Freitag, 16. Dezember 2011

Hallo, Herr Jäck,
Sie sind nicht der Einzige, der sich über die Sinn entstellenden Fehler im LIMA-Magazin ärgert. Ich bin jedes Mal empört darüber, dass die Texte nicht kompetent Korrektur gelesen werden. Schade!
Walburga Paetzold, bald 79

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von Walburga Paetzold

am Freitag, 16. Dezember 2011

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von Armin Jäck

am Freitag, 16. Dezember 2011

Zitate: "Die Zeit der Baracks"
"werke"
"Aber auch Oden wie die Franziskaner und Jesuiten" Zitate Ende
Warum arbeiten Sie den denn so schlampig, wenn es um die Kirchenmusik geht!! Sollen jetzt alle lachen?

Armin Jäck
(A-Kirchenmusiker in München)

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