Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Mayas und Sozialisten

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Papst und Reisen

Mayas und Sozialisten

Papst Benedikt XVI. fährt Ende März nach Mexiko und Kuba. Unterschiedliche Bedingungen erwarten ihn dort.

Papst Benedikt XVI. besucht im März Mexiko und Kuba (Foto:dpa).
Papst Benedikt XVI. besucht im März Mexiko und Kuba (Foto:dpa).

Auf der Landkarte sind die beiden Länder, die Papst Benedikt XVI. Ende März besuchen wird, fast Nachbarn.  Die Karibikinsel Kuba grenzt im Norden an den Golf von Mexiko. Viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es, außer  der gemeinsamen Amtssprache Spanisch nicht. Liborius.de gibt einen Einblick in die Länder und in das Besuchsprogramm des Papstes.

Sehen Sie hier, was den Papst auf seiner Reise erwartet.


Mexiko

Mexiko ist eine präsidiale Bundesrepublik. Mit 112 Millionen Einwohnern leben in  Mexiko 30 Millionen mehr Menschen als in Deutschland. Leben in Mexiko 56,9 Einwohner auf dem Quadratkilometer, sind es im dichter besiedelten Deutschland 229. Die Maya begründeten im Süden MexiKos eine bedeutende Hochkultur lange vor Christi Geburt.

Der Besuch in Mexiko ist für das Oberhaupt der Katholischen Kirche nahezu ein Heimspiel. 87 % der Mexikaner sind Katholiken. Mexiko hat 18 katholische Erzbistümer. Das größte von ihnen ist das Erzbistum Mexiko. Es gibt 73 Bistümern und 3 Territorialprälaturen.

Wie in vielen Ländern Lateinamerikas gibt es  eine wachsende protestantische Minderheit von 7,5 %, die sich vielfach aus Evangelikalen rekrutiert. Nur 3,5 % der Bevölkerung bezeichnen sich als keiner Religionsgemeinschaft zugehörig und 0,36 % entfallen auf andere Religionen, wie den Islam. Gerade bei der ländlichen Bevölkerung kann man in Mexiko durchaus noch von einem katholischen Volksglauben sprechen.

Kuba

Kuba hingegen ist eine Sozialistische Republik mit einem autoritären Einparteiensystem. Der Inselstaat hat gut 11 Millionen Einwohner. Durch eine Verfassungsänderung wurde Kuba im Jahre 1992 von einem atheistischen zu einem säkularen Staat. So können auch Mitglieder der kommunistischen Partei einer Glaubensgemeinschaft angehören. Allerdings sind nur etwa 35 Prozent der Kubaner katholische getauft. Viele von Ihnen sind aber auch Anhänger der „Santaria“. Sie ist eine Mischreligion aus der animistischen Religion der westafrikanischen Yoruba und christlichen Elementen.

Die Santaria wird als unpolitische und unorganisierte Form der Religionsausübung vom Staat gefördert. Auch in Kuba sind in den letzten Jahren zahlreiche kubanisch-protestantische Gemeinden entstanden. Auch etwa 90.0000 Zeugen Jehovas soll es in Kuba geben.

Besuch des Papstes

Zwischen diesen unterschiedlichen Ländern wird der Heilige Vater sich auf seiner Reise bewegen. Hier das inzwischen vom Vatikan veröffentlichte Programm:

Freitag, 23. März: Abflug aus Rom. Um 16.30 Ankunft in León in Mexiko [alle Angaben in der jeweiligen Ortszeit]. Am Flughafen findet die Willkommenszeremonie statt.

Samstag, 24. März: Papst Benedikt XVI. besucht um 18 Uhr den Präsidenten Mexikos, Felipe Calderón, im Regierungsgebäude des Bundesstaates Guanajuato. Danach wird er auf der Plaza de la Paz Kinder treffen.

Sonntag, 25. März: Papst Benedikt feiert um 10 Uhr im Parque del Bicentenario (Park der 200-jährigen Unabhängigkeit) in León die Heilige Messe, gefolgt vom Angelusgebet.
Um 18 Uhr feiert er mit den Bischöfen Lateinamerikas die Vesper in der Kathedrale der Stadt.

Montag, 26. März: Um 9 Uhr wird der Papst aus Mexiko verabschiedet und fliegt nach Santiago de Cuba, wo er 14 Uhr begrüßt wird. Er feiert um 17.30 Uhr eine Heilige Messe zum 400. Jahrestag des Auffindens der Statue der „Virgen de la Caridad del Cobre“ (Jungfrau der Nächstenliebe von Cobre) in Santiago.

Dienstag, 27. März: Papst Benedikt besucht morgens das Heiligtum von Cobre und fliegt anschließend nach Havanna weiter. Um 17.30 Uhr wird er vom Präsidenten des Staats- und Ministerrates, Raul Castro, empfangen. Abends trifft er die Bischöfe des Landes zum Abendessen.

Mittwoch, 28. März: Der Papst feiert um 9 Uhr eine heilige Messe auf der Plaza de la Revolución in Havanna. Danach wird er auf dem Flughafen der Stadt verabschiedet werden und nach Rom zurückkehren.

Donnerstag, 29. März:
10.15 Uhr, Ankunft Papst Benedikt XVI. in Rom.




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