Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Nicht tatenlos zusehen

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Kirche und Menschenrechte

Nicht tatenlos zusehen

Ein Ende der Gewalt in Syrien hat auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, gefordert.

Menschen protestieren in Syrien gegen das Regime (Foto: dpa).
Menschen protestieren in Syrien gegen das Regime (Foto: dpa).

Nachdem die UN-Resolution am vergangenen Wochenende gescheitert war, sagte Zollitsch: „Wir dürfen nicht tatenlos zuschauen, wie Hunderte von Menschen unter brutaler Gewalt sterben.“ Was in Syrien passiere, sei eine abgrundtiefe Verachtung fundamentaler Menschenrechte. Zollitsch forderte das Endes des Blutvergießens und die Schaffung stabiler rechtsstaatlicher und freiheitlicher Strukturen in Syrien. „Dabei ist es notwendig, dass auch die christliche Minderheit einen auf Zukunft gesicherten Status in der Gesellschaft und der Politik behält.“

Lange christliche Tradition


Das Christentum hat in Syrien hat eine sehr lange Tradition. Es ist seit seiner Entstehungszeit dort präsent. Heute sind die Christen in Syrien in einer Minderheit gegenüber den Muslimen. Früher war Syrien überwiegend christlich. Dies hat sich mit der Islamisierung des Landes im 7. Jahrhundert geändert.  Heute sind etwa zehn Prozent der Syrer sind Christen. Diese leben überwiegend im Raum Damaskus, Homs und Aleppo. Dabei bildet die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien den grössten Teil der in Syrien lebenden Christen.

Keine Ohnmacht


„Angesichts der Bilder und Nachrichten, die uns aus Syrien erreichen, droht sich eine gewisse Ohnmacht einzustellen. Deshalb fordere ich die Christen in Deutschland auf, für ihre Schwestern und Brüder und für alle Menschen Syriens zu beten, damit die Gewalt bald ein Ende nimmt. Waffen auf die eigene Bevölkerung zu richten, trägt zur Destabilisierung einer Nation bei. Syrien braucht Freiheit und Menschlichkeit. Das Land gilt zu Recht als ‚Wiege der Zivilisation’, wie es schon Papst Johannes Paul II. gesagt hat. Diese Wiege der Zivilisation darf nicht in einem Blutbad untergehen", betonte Zollitsch.




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Die Kommentare der Liborius-User:


von Petzer Altenstetter

am Freitag, 10. Februar 2012

Wie im Irak und in Ägypten, wird sich die Lage der Christen on Syrien nach einem Umsturz mit großer Wahrscheinlichkeit verschlechtern.
Es ist auch nicht absehbar, wie das Land regiert werden soll, wenn Assad samt Genossen abtritt. In Lybien und Ägypten gab es immerhin eine Alternative.

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