Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: "Organspende ist ein Akt der Liebe"

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Kirche und Medizinethik

"Organspende ist ein Akt der Liebe"

Die Bundesregierung will mehr Menschen zur Organspende bewegen. Bis zu seiner Papstwahl hatte auch Josef Kardinal Ratzinger einen Spenderausweis.

Künftig sollen mehr Menschen einen Organspendeausweis bei sich tragen. (Foto: DPA)
Künftig sollen mehr Menschen einen Organspendeausweis bei sich tragen. (Foto: DPA)

Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr hat vorgeschlagen, dass im Rahmen der Ausgabe der neuen elektronischen Gesundheitskarte die Versicherten verstärkt über das Thema Organspende informiert werden sollen. Die Aktion soll die Spendenbereitschaft erhöhen.

Religiöse Vorbehalte

Noch immer äußern viele Menschen auch religiöse Vorbehalte gegen eine Organspende. Dabei ist die Organspende nach dem Tode auch theologisch unproblematisch. Schwieriger ist das bei der Lebendspende, weil der Spender dort auch seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzen kann.

Spende ist erlaubt

„Die unentgeltliche Organspende nach dem Tode ist erlaubt und kann verdienstvoll sein.“ So heißt es in der Ziffer 2301 des Katechismus der Katholischen Kirche. Auch der heutige Papst hatte Medienberichten zu folge seit den 80er Jahren einen Spenderausweis. Er habe diesen Ausweis immer bei sich, erklärte er seinerzeit. „Ich bin bereit, meine Organe zu spenden, wenn sie jemand braucht." Das sei für ihn auch ein Akt der Liebe, der Zuneigung und der Bereitschaft.

Kein Widerspruch zum Auferstehungsglauben

Unser Glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben bedeutet nicht, dass wir mit unserem Leib, wie er jetzt ist, auferstehen werden. Deshalb schadet es nicht, wenn uns nach unserem Tod Organe entnommen werden.

Erlärung der Kirchen

Bereits im Jahre 1990 haben die katholische Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland eine gemeinsame Erklärung zur Organtransplantation herausgegeben. Beide Kirchen begrüßten 1997 auch die Verabschiedung des Transplantationsgesetzes

"Nach christlichem Verständnis ist das Leben und damit der Leib ein Geschenk des Schöpfers, über das der Mensch nicht nach Belieben verfügen kann, das er aber nach sorgfältiger Gewissensprüfung aus Liebe zum Nächsten einsetzen darf", heißt es in der damaligen Erklärung.
Aus christlicher Sicht sei die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod ein Zeichen der Nächstenliebe und Solidarisierung mit Kranken und Behinderten.

Jeder Fünfte

Nach letzten Umfragen wären zwei Drittel der Bevölkerung bereit, ihre Organe nach ihrem Tod zu spenden. Nur jeder Fünfte hat dies allerdings bislang mit einem Organspendeausweis dokumentiert.

 




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Die Kommentare der Liborius-User:


von Antonia Tumbrink

am Dienstag, 4. Oktober 2011

Ich freue mich, dass in diese Richtung endlich etwas mehr getan wird. Meine Familie und ich tragen alle einen Organspenderausweis bei uns.

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von Maria Klarmann

am Dienstag, 4. Oktober 2011

Ich kann das Anliegen, für mehr Organspendebereitschaft zu werben nur unterstützen und trage auch selbst schon lange einen Organspendeausweis immer bei mir.

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von Maria Klarmann

am Dienstag, 4. Oktober 2011

Auch ich habe seit Jahren einen Organspendeausweis bei mir. So kann im Falle meines Todes vielleicht noch einem anderen Menschen geholfen werden. Für mich ist das ein tröstlicher Gedanke.
Und andersherum gedacht: Ich wäre auch froh, wenn mir im Krankheitsfalle mit einem Organ geholfen werden könnte.

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von Maria Klarmann

am Dienstag, 4. Oktober 2011

Auch ich habe seit Jahren einen Organspendeausweis bei mir. So kann im Falle meines Todes vielleicht noch einem anderen Menschen geholfen werden. Für mich ist das ein tröstlicher Gedanke.
Und andersherum gedacht: Ich wäre auch froh, wenn mir im Krankheitsfalle mit einem Organ geholfen werden könnte.

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von Wolfgang Pfeifer

am Freitag, 30. September 2011

Ich kann das Anliegen, für mehr Organspendebereitschaft zu werben nur unterstützen und trage auch selbst schon lange einen Organspendeausweis immer bei mir.

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