Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Papstworte: „Gott wieder zu Gesicht bekommen“

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Dienstag, 22. Mai 2012 Julia, Rita, Renate
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Wort zum Sonntag

Papstworte: „Gott wieder zu Gesicht bekommen“

„All dies ist kein religiöser Tourismus, keine Show“. Benedikt XVI. will, dass Gott wieder in das Blickfeld der Menschen tritt.

Papst Benedikt XVI. während seines Wortes zum Sonntag an seine deutschen Landsleute (Foto: dpa).
Papst Benedikt XVI. während seines Wortes zum Sonntag an seine deutschen Landsleute (Foto: dpa).

Obwohl der Musikantenstadl in der ARD die Ansprache des Papstes beim Wort zum Sonntag durch Überziehung nach hinten schob, schauten dennoch mehr als 2,3 Millionen Menschen zu.

Ein Drittel mehr

Das sind fast ein Drittel mehr als an gewöhnlichen Tagen, wenn weniger prominente Christen ihre Sonntagswort sprechen. „Wo Gott ist, da ist Zukunft“, nahm Benedikt XVI. das Leitwort seines Besuchs auf, um daran zu erinnern, dass es dazu erforderlich ist, dass der „so oft abwesende Gott, dessen wir doch so sehr bedürfen“, wieder in unseren Blick tritt.

Gibt es Gott?

In seiner Ansprache an die „lieben Landsleute“ wandte sich der Papst auch an die Menschen, die zweifeln. Sie werden mich fragen „gibt es Gott überhaupt? Und wenn es ihn gibt, befasst er sich überhaupt mit uns? Können wir bis zu ihm vordringen?“.  Man könne Gott eben nicht auf den Tisch legen und wie ein Gerät anfassen, oder wie eine Sache in die Hand nehmen. „Wir müssen die Wahrnehmungsfähigkeit für Gott, die in uns da ist, wieder neu entwickeln“, betonte der Heilige Vater.

Schönheit der Schöpfung

Die Schönheit der Schöpfung gebe den Menschen einen Einblick in die Schönheit, Größe und auch von der Güte Gottes. In der Heiligen Schrift begegneten Menschen Worten des ewigen Lebens, die „nicht einfach nur von Menschen kommen, sondern die von Ihm herkommen, in denen wir Seine Stimme hören“. Als weiteren Beweis für die Existenz Gottes nannte Benedikt XVI. Menschen, die von Gott angerührt worden seien und in denen man gleichsam Gott sehen würde. Dies seien nicht nur die großen Heiligen der Kirche wie Paulus, Franz von Assisi oder Mutter Theresa. „sondern die vielen einfachen Menschen, von denen niemand spricht“. Von ihnen gehe aber Güte, von Lauterkeit, von Freude aus, „dass wir wissen, da ist Gott, und dass er uns anrührt“. Der Papst sprach von dem Bemühen, „Gott wieder zu Gesicht bekommen, dass wir selber Menschen werden, von denen ein Licht der Hoffnung in die Welt herein tritt, das Licht von Gott her ist und uns leben hilft“.

Freude des Papstes

„Ich freue mich auf meine Reise nach Deutschland“, bekannte der heilige Vater. Besonders freue er sich auf Berlin und die vielfältigen Begegnungen in der Hauptstadt. Im Erfurter Augustinerkloster, in der Augustinerkirche, in dem Luther seinen Weg begonnen habe, dürfe er sich mit Vertretern der Evangelischen Kirche Deutschlands treffen. Große Hoffnungen auf einschneidende Verkündigungen in Sachen Ökumene macht der Papst allerdings nicht. „Wir erwarten keine Sensationen. Das eigentlich Grosse daran ist eben dies, dass wir miteinander an diesem Ort denken, das Wort Gottes hören und beten, und so inwendig beieinander sind und sich wahrhaft Ökumene ereignet.“

Begeistern wird der Papst der keine Show will und sie auch wohl nicht mag, die Menschen dennoch. Sie werden ihm in der großen Masse zujubeln, sie werden von ihm und von dem, was er sagt, beeindruckt sein. Benedikt XVI. kommt in seine Heimat und liborius.de wird intensiv von diesem Großereignis des katholischen Lebens berichten.




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