Musik, zumal solche mit kirchlichem Bezug, verbindet die Menschen. Wer zusammen singt, führt keinen Krieg gegeneinander. Wer Musik aufmerksam hört, entdeckt immer wieder Neues. Harmonien, versteckte Melodien, Stimmen. Musik ist Leben! GLORIA ist unsere neue Plattform für Ihre eigene (Kirchen-) Musik. Ein Service von liborius.de. Gloria ist offen für alle – alle Gruppen, Chöre und Solisten, die sich der Musica Sacra von der klassischen bis zur modernen Form verschrieben haben. Jeder hat bei uns die Gelegenheit, sich und sein Werk zu präsentieren.
Auf Gloria präsentiert sich auch das Trio „Die Priester“. Die Chartstürmer singen sich derzeit in die Herzen der Menschen. Liborius.de stellt die Stimmen der Gruppe vor:
Benediktinerpater Vianney Meister
Pater Vianney Meister ist Chefkantor der Mönchs-Schola in St. Ottilien und hat als erfahrener Sänger des gregorianischen Chorals bei vielen Konzerten mitgewirkt und mehrere CDs eingespielt.
Abt Rhabanus Petri
Abt Rhabanus Petri leitet seit Juni 2007 das Kloster Schweiklberg in Vilshofen an der Donau.
Diözesanpriester Andreas Schätzle
Andreas Schätzle ist ein deutscher Priester in Wien und engagiert sich viel in der Jugendarbeit in Österreich, etwa innerhalb seiner Gemeinschaft Loretto, einer jungen kirchlichen Bewegung.
Pater Vianney Meister hat in einem Interview die Fragen von liborius.de beantwortet:
Wie kommt man als Priester auf den Gedanken, einmal etwas anderes zu singen als Messtexte und klassische Kirchenlieder?
In meinem ganz normalen Alltag begegne ich nicht nur Kirchenliedern oder Messtexten. Speziell als Leiter eines Internates werde ich auch mit dem Musikstil der Jugendlichen konfrontiert. Ich selbst habe früher gerne mit meinen Schwestern die Schlagerlieder gesungen. So liegt der Gedanke nicht fern, einmal außerkirchliches Liedgut auf einer CD einzusingen - noch dazu als Priester.
Wer singt betet doppelt, hat der Kirchenvater Augustinus einmal gesagt. Betet derjenige, der mit seinem Gesang in die breite Öffentlichkeit geht, dann vierfach?
Gebet mal vier - ein genialer Aspekt. Der heilige Benedikt sagt, dass der Mönch beim Beten und Psallieren so präpariert sein soll, dass Herz und Mund im Einklang sind. Die Innerlichkeit und die äußere Ausdrucksweise verstärken somit die Intensität des Gebets, wodurch sich der Ausspruch von Augustinus erklärt. Wir drei beten dann nicht vierfach, sondern eigentlich sechsfach. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Wen wollen Sie mit Ihrem Gesang erreichen? Sehen Sie Ihre Musik als einen Weg, Menschen wieder auf Kirche aufmerksam zu machen?
Musik und Gesang können zum Ohrwurm werden; jeder kennt die Erfahrung, den ganzen Tag über eine Melodie ständig zu summen. Über diesen sinnenhaften Weg versuchen wir auch die Melodie Gottes in die Herzen zu singen. Wir verfolgen aber nicht ausschließlich das Ziel, Menschen für die Kirche zu gewinnen. Die bisherigen Reaktionen auf unsere CD zeigen dennoch, dass Menschen sich Gott wieder oder erstmals nähern oder auch den Weg in die Kirche gefunden haben.
Ihre Musik ist ein neuer Weg zu den Menschen. Muss die Katholische Kirche nicht viel öfter neue Wege wagen?
Ich denke an den früheren Papst Johannes Paul II. Er hat mit seinem Lebensstil die Kirchentüre sehr weit geöffnet. Die kalte Mauer des Ostens fiel auch durch seine Botschaft. Er selbst hat auch einmal bei einer CD-Aufnahme mitgewirkt. Die Kirche - und das sind alle, die Christus für sich gewonnen hat - kennt viele Wege; sie muss sie nur gehen.
Wir verlosen zwei CDs vom Album der Priester "Spiritus Dei" unter den Absendern einer E-Mail an liborius@netzwerker-koeln.de mit dem Betreff Verlosung "Spiritus Dei".