Diese Überschrift habe ich in einer dänischen Zeitung gelesen. Darunter eine Karikatur merkwürdiger Personen und eine Auflistung: Goliath war zu groß, Zachäus zu klein, Noah hat getrunken, Elias war feige, David hat Ehebruch begangen, Samson hatte lange Haare, Petrus war aufbrausend, Maria Magdalena war eine Hure, Martha war überversorgend … Dieser Zeitungsausschnitt hängt seitdem an meiner Schranktür. Damit ich daran denke – egal wie ich mich gerade fühle. Ob ich mich schön finde oder nicht. Ob ich gerade etwas geleistet habe oder nicht. Ob ich müde und ausgelaugt bin oder frisch und strahlend, ob ich meine, viele Talente zu besitzen oder ob ich das Gefühl habe, nutzlos zu sein. Gott kann alle gebrauchen! Jeden einzelnen mit seinen eigenen Möglichkeiten.
Heilig sein heißt authentisch sein
Die Leute oben in der Aufzählung haben Großes geleistet und waren Propheten, Heilige, Vorbilder – trotz oder gerade wegen ihrer menschlichen Schwächen. Heilig sein und von Gott geliebt, das hängt eben nicht von Leistung, Aussehen oder Herkunft ab. Heilig sein hat etwas mit heil sein zu tun – mit ganz Mensch sein, sich selbst sicher und der Liebe Gottes sicher. Dann kann ich auch die Aufforderung von Jesus verstehen: Seid heilig, wie auch euer Vater im Himmel heilig ist. Das kam mir immer so unmöglich vor. Aber es geht „ganz einfach“ darum, authentisch zu sein und sich seiner eigenen Kräfte bewusst zu werden, die in jedem Menschen stecken. Und das zu gebrauchen, was meine Fähigkeiten sind. Sie in den Dienst zu nehmen und nehmen zu lassen. Gott kann eben alle gebrauchen!