Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Kinder in unserer Mitte

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Impuls

Kinder in unserer Mitte

„Plum, plum, plum, der Plumpsack geht herum. Wer sich umdreht oder lacht kriegt den Buckel voll gemacht.“ Wer hat dieses Kreisspiel nicht schon gespielt?! Ein Spieler legt einen Gegenstand hinter jemandem ab, dieser muss ihn bemerken, aufheben und denjenigen fangen.  Wer gefangen wird, landet in der Mitte, im „faulen Ei“. Keine schöne Position, denn alle lachen das „faule Ei“ aus. So schnell kommt man da auch nicht mehr heraus. In der Mitte stehen nur die Verlierer.
 
Für viele Kinder ist diese Position eine Realität aus ihrem Alltag: ausgelacht, den Buckel voll mit Sorgen, Schlägen oder großer Verantwortung – stigmatisiert. Weil sie an der Armutsgrenze leben, weil sich keiner um sie kümmert, oder weil sie schlecht Deutsch sprechen. Kinder stehen auch in der Gesellschaft oft negativ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: weil zu wenige geboren werden, weil sie Geld kosten und Erwachsene (über-)fordern.

Jesus stellt einen anderen Mittelpunkt her. Es heißt: „Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.“ (Mt18,1)

Bei Jesus bedeutet „in der Mitte stehen“: liebevoll gesehen werden, mit allem guten Potenzial, welches im Menschen steckt. So gut, dass der Himmel sicher ist. Keine Verliererposition, kein „faules Ei“, sondern Größe – Großartigkeit. Ich wünsche allen Kindern, dass sie in diesem Sinne im Mittelpunkt fürsorglicher Aufmerksamkeit stehen. Es liegt in unserer Verantwortung!

Ihre Sr. Jordana

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