Du solltest dir mal ein paar Tage im Kloster gönnen.“ Den Tipp geben sich inzwischen stark belastete Manager oder Promis. Vielleicht hatten auch Sie schon einmal diesen Wunsch. Kloster = Ruhe. Zu sich selbst kommen. Den Sinn des Lebens finden. Was macht ein Kloster zu so einem besonderen Ort, dass dort plötzlich all das möglich scheint, was im Alltag nicht gelingt? Ist es der Raum des Klosters? Die Atmosphäre? Die Menschen, die dort leben?
Im Kloster sind Menschen, die entschieden einen ungewöhnlichen Weg leben. Menschen, die sich für ihre Gottessuche und Sinnsuche besondere Räume geschaffen haben. Räume, die sie mit Gleichgesinnten teilen und so Gemeinschaft leben. Räume, die aufatmen lassen. Mitten im Alltag. Das ist es, was so viele Menschen heute suchen: Gemeinschaft, Sinn, Halt, Auftanken. Räume, an denen sie bei „Klostertagen“ ein wenig Anteil haben dürfen.
Mitten im Leben Gott begegnen
Aber Klosterräume sind immer auch Räume „mitten im Leben“. Die Welt bleibt nicht draußen. Wenn dem so wäre, dann würde ich raten: meiden Sie Klöster. Wo die Welt draußen ist, können Sie nicht „von dieser Welt sein“ und sind weder geerdet noch gehimmelt. Und das wollen Sie ganz sicher nicht. Sie wollen vielmehr teilhaben am Leben. Am Leben in Fülle, der Kraft, der Lust am Leben, der
Kreativität und der Freude.
Der Mai lädt zu dieser Lebensfülle ein. Statt Tage im Kloster zu verleben, schaffen Sie sich Lebensoasen – da wo Sie sind. Lassen Sie sich anstecken von der Lebensfülle der Natur. Einer Fülle, die auch Sie, als Geschöpf Gottes, in sich tragen. Und Sie werden spüren: Sie werden Gott begegnen – mitten im Alltag.