Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Was bedeutet billig?

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Impuls

Schnäppchen!?

Ich bin ja nicht so oft in den Einkaufsstraßen der großen Städte ,aber neulich war ich in der Frankfurter Innenstadt. Ich wurde überrollt von „Schnäppchenpreisen“. Billig, billiger, am billigsten wurden die Waren angeboten. Da werden Preise „dauerhaft gesenkt“ und die „kleinen Preise“ sollen es in unseren Einkaufswagen schaffen.

Die Realität hinter kleinen Preisen

Ich verfüge über nicht so viel Geld, aber ich möchte mir bewusst machen, dass „billig“ oft auch heißt: Bauern, die in ihrer Existenz bedroht sind, Centbeträge als Stundenlohn für Plantagen- und Fabrikarbeiter in Drittweltländern, Ausbeutung und Unterdrückung, oft sogar Kinderarbeit? Alles nur damit Massenware für unsere Kühl- und Kleiderschränke produziert wird. Ist es das wert?

Wir profitieren von der Armut anderer Menschen, die ihren Lebensunterhalt irgendwie verdienen müssen und aus diesem Grund auch schlechteste Arbeitsbedingungen in Kauf nehmen? Nehmen wir dafür Unmenschlichkeit in Kauf? Ich muss gestehen, dass dies nicht immer in meinem Bewusstsein ist. Aber ich möchte mich bemühen, dass es dahin kommt. Ich möchte mir bewusst machen, dass hinter einem Pfund Billigkaffee oder einer Bluse für 12 Euro oft Armut steckt? „Wir lieben Lebensmittel“ so wirbt eine Handelskette „Wir lieben Menschen“, das würde ich lieber sehen – wir lieben die Menschen, die uns dieses Produkt schenken. Die es gepflanzt, geerntet, verarbeitet haben.

Manchmal ist weniger mehr

Wenn nicht wir, wer soll sich sonst für diese Menschen einsetzen. Und so viel Geld in der Tasche haben die meisten von uns, dass wir nicht auch faire Preise für unsere Nahrung und Kleider bezahlen könnten. Und vielleicht kann ich mir dann in Zukunft nicht mehr vier Shirts, sondern nur eines für den Preis kaufen. Aber es wäre ein Fairer Kauf, wenigstens ab und zu. Aus Dankbarkeit und Solidarität.

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