Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Virtueller Rosenkranz

Liborius Verlagsgruppe Bayerisches Sonntagsblatt Liborius Magazin Liboriusblatt
Freitag, 3. September 2010 22. Freitag im Jahreskreis Gregor d. Gr., Sophia

Was macht
der Papst heute?

Benedikt XVI. in Castelgandolfo

Aktuell|Unser Glaube|Specials|Forum|E-Cards|Wissen|Spiele|Nachrichten

Etappen Ihres Lebens: Taufe | Kommunion | Firmung | Ehe | Trauer

Drucken | Versenden | Mail an die Redaktion

Beten

Die Geheimnisse des Rosenkranzes

Perle für Perle: Klicken Sie auf das Bild und erfahren Sie, was genau Sie an welcher Stelle des Rosenkranzes beten müssen

Der Rosenkranz hat in letzter Zeit eine wahre Renaissance erlebt. Allerdings nur als modisches Accessoire, Stars wie Beckham und Madonna tragen die Kette mit dem Kreuz. Für die Christen allerdings hat der Rosenkranz eine weit größere Bedeutung und ist mehr als nur schmückendes Beiwerk. So steht die Bezeichnung „Rosenkranz“ sowohl für die Kette mit Kreuz und 59 Perlen, als auch für eine bestimmte Art von Gebet: eben das „Rosenkranzgebet“ oder einfach nur der „Rosenkranz“.

Der Standardablauf eines Rosenkranzgebetes ist ganz einfach:
Der Gläubige eröffnet das Gebet mit einem Kreuzzeichen und dem Apostolischen Glaubensbekenntnis, während er das Kreuz an der Kette in der Hand hält. Dann folgen ein „Ehre sei dem Vater“ und ein „Vater unser“ vor beziehungsweise an der einzelnen Kugel. Bei den nächsten drei kleinen Kugeln wird jeweils ein „Ave Maria“ gesprochen, bei dem Bitten um Glaube, Hoffnung und Liebe eingefügt werden. Dieser hinführende Abschnitt endet an der nächsten großen Kugel und einem „Ehre sei dem Vater“. Im Anschluss folgen drei sogenannte „Gesätze“.

Ein „Gesätz“ besteht aus folgenden Teilen: An der einzelnen Kugel betet man ein „Vater unser“, an den folgenden zehn kleinen jeweils ein „Ave Maria“. Bevor dann das nächste Gesätz beginnt, wird abschließend ein „Ehre sei dem Vater“ gesprochen. Insgesamt bilden fünf Gesätze einen Rosenkranz, bei einem vollständigen Gebet spricht man drei Durchgänge, also fünfzehn Gesätze. In der Regel wird ganz zum Abschluss ein Mariengebet, beispielsweise ein „Salve Maria“ gesprochen.

Der Ablauf des Rosenkranzes ist also streng gegliedert und relativ gleichbleibend. Nur eine Raffinesse gilt es zu beachten: Innerhalb der Zehnergruppe der „Ave Marias“ werden die sogenannten „Geheimnisse“ gebetet. Dabei handelt es sich um Worte, die das Leben Jesu und Mariens beschreiben. Aus diesem Grund wird jeweils ein Geheimnis pro Zehnergruppe nach dem Wort „Jesus“ gebetet. Dabei gibt es vier Gruppen:

Freudenreiche Geheimnisse: Es geht um die Menschwerdung Christi.
Lichtreiche Geheimnisse: Es geht um große Taten Christi.
Schmerzhafte Geheimnisse: Es geht um die Passion Christi.
Glorreiche Geheimnisse: Es geht um die Auferstehung Christi.

Simon Biallowons

Das Beste aus der katholischen Erlebniswelt