Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Stellung der Frau in der Kirche

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Fragen und Antworten

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Die Zahl der Kirchenaustritte steigt in den letzten Jahren. Warum treten Menschen aus? Pater Stephan Lipke SJ von der Glaubensorientierung St. Michael in München steht in Kontakt mit Menschen, die einen Ein- oder Austritt erwägen: Lesen Sie hier die Top-Gründe, die Menschen zum Austritt bewegen – und was die Kirche zu darauf zu entgegnen hat!

 

„Die Kirche achtet Frauen nicht genug. Insgeheim würde sie sie am liebsten am Herd sehen“

„Dieser Vorwurf hat seine Wurzeln zum Teil in der Geschichte. Ein Beispiel: In den 50er-Jahren kippte das Bundesverfassungsgericht den Stichentscheid des Mannes, nach dem in der Ehe, wenn sich ein Paar nicht einig war, das Wort des Mannes galt. Die Bischöfe wollten dies damals beibehalten“, bemerkt Pater Lipke.

„Aber: Inzwischen hat sich vieles gewandelt. Vor allem das Zweite Vatikanische Konzil betonte die Gewissensfreiheit des einzelnen; die Freiheit, dem eigenen Weg zu folgen – und zwar für beide Geschlechter. Dies wurde bekräftigt durch eine Enzyklika Johannes Pauls II. über die Würde der Frau: Er erkennt darin an, dass Frauen sehr verschiedene Wege wählen – die einen den der Berufstätigkeit, die anderen den der Familienmutter, wieder andere bleiben unverheiratet.“

 

„Es ist ungerecht, dass nur Männer Priester werden können“

„Ja, dass nur Männer Priester werden können, ist eine Tatsache, und man müsste nun sehr weit ausholen, um etwas dazu zu sagen. Auf der anderen Seite: In der Kirche wurde in den letzten 50 Jahren die Mitverantwortung aller gestärkt, auch die der Frauen. Etwa sitzen im Pastoralrat viele Frauen, und natürlich können sie auch in der Seelsorge mitarbeiten, ihre Anzahl ist vor allem in den 80er-Jahren stark angewachsen“, so Pater Lipke.

Welchen großen Einfluss Frauen auf das Leben der Kirche hatten und haben, zeige nicht zuletzt der Blick auf die Ordensfrauen: „Ich nenne als Beispiele Hildegard von Bingen (11. Jahrhundert), Teresa von Ávila (16. Jahrhundert) und Mutter Teresa von Kalkutta (20. Jahrhundert). Und natürlich steht allen voran Maria als Mutter der Kirche und für das Weibliche in der Kirche schlechthin.“

 

 

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Die Kommentare der Liborius-User:


von smk

am Donnerstag, 19. November 2009

Wovor haben die grauen Eminenzen eigentlich soviel Angst? ... Solange die Frauen in der Kirche nicht die gleichen Ämter belegen können wie die Männer, sind und bleiben sie Menschen zweiten Ranges. Basta! und nochmals: Basta!

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