Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Kirchenaustritt

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Fragen und Antworten

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Die Zahl der Kirchenaustritte steigt in den letzten Jahren. Warum treten Menschen aus? Pater Stephan Lipke SJ von der Glaubensorientierung St. Michael in München steht in Kontakt mit Menschen, die einen Ein- oder Austritt erwägen: Lesen Sie hier die Top-Gründe, die Menschen zum Austritt bewegen – und was die Kirche zu darauf zu entgegnen hat!

 


„Priester sind nicht glaubwürdig“

„Es gibt tatsächlich alles in der Kirche. Es gibt aber auch das Gegenteil: Priester, die sehr integer und vorbildlich sind. Wie überall, in allen Bereichen und Berufsgruppen, gibt es aber auch die, die versagen“, äußert sich Pater Lipke. Die Kirche sei ein lebendiges Gefüge und es liege an jedem einzelnen von uns, sie würdig zu gestalten und uns gegenseitig zu ermahnen und zu unterstützen.

 

„Ein normaler Mann würde nie zölibatär leben wollen“

„Das ist ein altes Klischee, dass Zölibat mit Verklemmtheit einhergeht“, meint Pater Lipke. „Man müsste sehr theologisch werden, wenn man den Zölibat angemessen erklären will, oder man muss es vielleicht erlebt haben: diesen starken Wunsch, sein Leben Christus zu widmen, der jede Form von Bindung an eine Familie ,sprengt’. Im übrigen ist der Verzicht auf eine eigene Familie ja letztlich viel gravierender als sexuelle Enthaltsamkeit, das wird heute in der Zölibatsdiskussion gerne übersehen.“

 

„Durch den Zölibat vereinsamen Priester. Wer sich so isoliert, kann keine gute Seelsorge betreiben“

„Natürlich kann es sein, dass Priester vereinsamen. Aber im Priesterseminar wird sehr viel Wert darauf gelegt, den jungen Männern zu vermitteln, dass es zum Leben gehört, Freunde zu haben. Dass ein Priester nicht mitreden kann, wenn es um die Probleme anderer geht, ist meines Erachtens ein Vorurteil. Vor allem, wenn man ein paar Monate lang einmal Beichten gehört hat. Man hört hier wirklich alles und hat keinen ,verklärten’ Blick mehr auf Probleme anderer, etwa wird man sehr nüchtern in Bezug auf die Ehe. Nicht zuletzt bedeutet gute Seelsorge aber auch, eben nicht selber mittendrin zu stecken, sondern sich sozusagen den ,Blick von außen’ zu bewahren. In anderen ,beratenden’ Berufen ist das ähnlich: der Berater sollte – hoffentlich – nicht alles selbst erlebt haben müssen von dem, was seine ,Klienten’ erleben“, so Pater Lipke.

 

„Es gäbe sicher weniger Priesterskandale, wenn der Zölibat abgeschafft werden würde“

„Das glaube ich eindeutig nicht. Diese Art von Versagen hat ganz andere Ursachen. Zu sexuellen Missbräuchen ist zu sagen, dass die Kirche den Priestern hier wesentlich mehr auf die Finger schaut als früher, da hat sich innerhalb der letzten zehn Jahr viel getan. Das ist auch gut so, denn hier gab es deutlichen Nachholbedarf. Beispielsweise werden Priesterseminaristen weitaus intensiver auf die Schwierigkeiten vorbereitet, die der Zölibat für sie mitbringen kann.“

 

„Wenn etwas über einen Skandal bekannt wird, tut die Kirche alles, um es zu vertuschen“

„Das ist natürlich übertrieben und klingt sehr verschwörungstheoretisch. Natürlich gibt es das in dem großen Stil, wie er immer behauptet wird, nicht. Was es innerhalb der Kirche aber immer wieder gibt, sind Kumpaneien und Seilschaften, wo man sich gegenseitig nicht gerne ,verpetzt’. Bei den Priesterskandalen in den USA war dies ein besonders tragischer Umstand, in Deutschland ist das aber weniger der Fall“, so Pater Lipke. „Andererseits, und das ist ein deutliches Gegenargument, hat die Bischofskonferenz Richtlinien zum Umgang mit Priestern, die sich verfehlt haben, herausgegeben. Das gilt natürlich auch für uns hier im Orden: Besteht der Verdacht auf sexuellen Missbrauch, so wird eine externe Person dies überprüfen, in unserem Fall wäre das eine Rechtsanwältin.“

 

 

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Die Kommentare der Liborius-User:


von schneewittchen

am Montag, 15. August 2011

ja..die zöllibatsfrage ist sicher nicht nur für mich ein brisantes thema. ich denke, dass viele priester diese auflage des zöllibats einfach nur aufgrund des kirchlichen dogmas "in kauf" nehmen ohne je "wirklich" dahinter zu stehen. denn was bitte ist denn unnormal daran und von gott nicht gewollt, wenn ein mann eine frau aufrichtig liebt und mit ihr eine familie gründen will ? sexualität in treue nicht leben zu dürfen ist widernatürlich und entspricht nicht den gestzen der natur und somit auch nicht gottes gesetzen. "dienen" kann mann gott auch und gerade dann, mit entsprechender unterstützung der familie, welche man gegründet hat und geht voran mit bestem beispiel, nämlich dass gott es will, dass wir kinder haben, familie; und eben dies den nächsten positiv vorleben sollten. ein priester wird noch viel glaubwürdiger, wenn er eben diese werte seiner gemeinde, mitbrüdern- und schwestern vorlebt. im beichtstuhl hört man vieles, aber genau das nehmen viele priester für sich als hilfsmittel, um sozusagen sein gewissen zu erleichtern und froh sein zu dürfen, ja doch keine familie/ehe zu haben. glatter selbstbetrug. denn abgesehen davon, dass priester, welche durch den beichtstuhl "ehe-erfahrung" bekommen noch lange keine berater sein können, gibt es ebenso viele gute ehen und verbindungen, die jeden heimlichen wunsch des priesters nach einer frau und familie entflammen lassen. lieber p. lipke...warum suchen priester immer nach geigneten ausreden gegen eine familie...dabei ist es der natürlichste wunsch und von gott überhaupt nicht verpönt. selbst nicht für einen priester! gott schütze sie!

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von schneewittchen

am Montag, 15. August 2011

ja..die zöllibatsfrage ist sicher nicht nur für mich ein brisantes thema. ich denke, dass viele priester diese auflage des zöllibats einfach nur aufgrund des kirchlichen dogmas "in kauf" nehmen ohne je "wirklich" dahinter zu stehen. denn was bitte ist denn unnormal daran und von gott nicht gewollt, wenn ein mann eine frau aufrichtig liebt und mit ihr eine familie gründen will ? sexualität in treue nicht leben zu dürfen ist widernatürlich und entspricht nicht den gestzen der natur und somit auch nicht gottes gesetzen. "dienen" kann mann gott auch und gerade dann, mit entsprechender unterstützung der familie, welche man gegründet hat und geht voran mit bestem beispiel, nämlich dass gott es will, dass wir kinder haben, familie; und eben dies den nächsten positiv vorleben sollten. ein priester wird noch viel glaubwürdiger, wenn er eben diese werte seiner gemeinde, mitbrüdern- und schwestern vorlebt. im beichtstuhl hört man vieles, aber genau das nehmen viele priester für sich als hilfsmittel, um sozusagen sein gewissen zu erleichtern und froh sein zu dürfen, ja doch keine familie/ehe zu haben. glatter selbstbetrug. denn abgesehen davon, dass priester, welche durch den beichtstuhl "ehe-erfahrung" bekommen noch lange keine berater sein können, gibt es ebenso viele gute ehen und verbindungen, die jeden heimlichen wunsch des priesters nach einer frau und familie entflammen lassen. lieber p. lipke...warum suchen priester immer nach geigneten ausreden gegen eine familie...dabei ist es der natürlichste wunsch und von gott überhaupt nicht verpönt. selbst nicht für einen priester! gott schütze sie!

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von schneewittchen

am Montag, 15. August 2011

ja..die zöllibatsfrage ist sicher nicht nur für mich ein brisantes thema. ich denke, dass viele priester diese auflage des zöllibats einfach nur aufgrund des kirchlichen dogmas "in kauf" nehmen ohne je "wirklich" dahinter zu stehen. denn was bitte ist denn unnormal daran und von gott nicht gewollt, wenn ein mann eine frau aufrichtig liebt und mit ihr eine familie gründen will ? sexualität in treue nicht leben zu dürfen ist widernatürlich und entspricht nicht den gestzen der natur und somit auch nicht gottes gesetzen. "dienen" kann mann gott auch und gerade dann, mit entsprechender unterstützung der familie, welche man gegründet hat und geht voran mit bestem beispiel, nämlich dass gott es will, dass wir kinder haben, familie; und eben dies den nächsten positiv vorleben sollten. ein priester wird noch viel glaubwürdiger, wenn er eben diese werte seiner gemeinde, mitbrüdern- und schwestern vorlebt. im beichtstuhl hört man vieles, aber genau das nehmen viele priester für sich als hilfsmittel, um sozusagen sein gewissen zu erleichtern und froh sein zu dürfen, ja doch keine familie/ehe zu haben. glatter selbstbetrug. denn abgesehen davon, dass priester, welche durch den beichtstuhl "ehe-erfahrung" bekommen noch lange keine berater sein können, gibt es ebenso viele gute ehen und verbindungen, die jeden heimlichen wunsch des priesters nach einer frau und familie entflammen lassen. lieber p. lipke...warum suchen priester immer nach geigneten ausreden gegen eine familie...dabei ist es der natürlichste wunsch und von gott überhaupt nicht verpönt. selbst nicht für einen priester! gott schütze sie!

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von Emanze

am Dienstag, 2. März 2010

ich habe ja gar nichts gegen den zölibat, aber:
generell denke ich, ist der zölibat nur etwas für gesellige und selbstbewusste männer, die überall bekanntschaften knüpfen können. herrn pater lipke möchte ich auch widersprechen, der meint: "auf eine familie zu verzichten wäre gravierender als auf sex." warum denn das? ein priester braucht doch keinerlei verantwortung übernehmen: weder für die familie, die er heimlich entstehen lässt, noch für die, die er nicht hat! sexuelle enthaltsamkeit gibt es kaum, jeder onaniert hin und wieder, wenn er alleine ist. ich frage mich: warum werden/wurden in der vergangenheit offenbar soviele junge männer bewusst priester, die wahrscheinlich wussten, dass sie große probleme mit ihrer sexualität haben/hatten? die probleme werden in dem beruf ja fast schon zum programm. (umgang mit kindern, mit schutzbefohlenen, mit schwachen) ich habe jahrelang gedacht, daß alle priester nur nach gottes geboten leben und fromm sind, wie naiv und dumm ich war. wie kann es sein, dass gerade hinter kirchenmauern sex. ausschweifungen stattfanden/stattfinden?? das ist pervers und total krank. die priester sind ja wahrscheinlich eher mit dem teufel im bunde als mit gott. kein wunder, dass die muttergottes-statuen weltweit blut weinen! ich stelle hier keine priester unter generalverdacht, aber das ausmaß weltweit an verfehlungen hat mich zum austritt aus dieser befleckten kirche gebracht! ich glaube privat weiterhin und praktiziere meinen glauben, aber ohne talar und pompom!

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