Christusstatue
Eine Christusstatue bewegt sich, hebt vom Boden ab, schwebt in Richtung Kirchengewölbe und verschwindet plötzlich ganz: Was früher in vielen Gemeinden Brauch war, ist heute selten geworden. Die Himmelfahrt Christi wird nur noch in wenigen Kirchen so greifbar dargestellt, dass eine Christusfigur durch das „Heiliggeistloch“ nach oben gezogen wird. Und noch seltener ist eine andere Tradition geworden: das Herabstürzen einer Teufelsfigur. Damit wollte man den Sieg Christi einerseits und die Niederlage des Teufels andererseits zeigen. Hintergrund für diesen Brauch war außerdem der sogenannte Höllensturz bei Jesaja: „Hinabgeschleudert zur Unterwelt ist deine Pracht / samt deinen klingenden Harfen. Auf Würmer bist du gebettet, / Maden sind deine Decke. Ach, du bist vom Himmel gefallen, / du strahlender Sohn der Morgenröte. Zu Boden bist du geschmettert, / du Bezwinger der Völker.“ Jes 14,12
Werg
Werg sind Fasern, die bei der Verarbeitung von Leinen oder Hanf entstehen. Früher war es in vielen Gegenden üblich, dass brennendes Werg aus Luken im Kirchengewölbe nach unten regnete. Warum Werg? Werg nimmt im kirchlichen Leben generell wichtige Rollen ein, ohne das Material wäre beispielsweise ein großer Moment der Kirche weit weniger effektvoll: Der weiße Rauch nach der Papstwahl stammt aus der Verbrennung von Werg zusammen mit den Wahlzetteln.
Gebäck
Früher wurde an Christi Himmelfahrt fast nur Geflügel gegessen. Heute erinnern daran nur noch vereinzelt verschiedene Gebäcksorten in Vogelform.