Bräuche
Frei werden für das Wesentliche
In der Fastenzeit prägen natürlich nicht riesige und rauschende Feste den Alltag. Es sind eher die kleinen und bescheidenen Gesten, die den Menschen auf Ostern und die Auferstehung Christi vorbereiten.
Hungertücher
Wir kennen das Hungertuch vor allem durch die Misereor-Aktionen. Hungertücher gibt es in ganz verschiedenen Größen, sie hängen in der Kirche oder auch im Wohnzimmer. Über die Herkunft gibt es verschiedene Angaben. Eine Erklärung wäre der Brauch, das Kreuz während der Passionszeit zu verhängen. Vielleicht hat man sich allerdings auch von der Verhüllung des Altares inspirieren lassen.
Fastenpredigten
Früher war diese Tradition noch weitaus verbreiteter, sie wurde bei dem Konzil in Trient (1545) grundgelegt. Diese Predigten galten meist als besonders aufwenig und wurden dazu eingesetzt, um als Vorbereitung auf Ostern auch das theologische Wissen in einer etwas tieferschürfenden Form weiterzugeben. Es gab und gibt auch heute noch die Praxis, dass die Prediger unter den Gemeinden wechselten, um neue Akzente zu setzen.