Auf üppiges Essen soll man in der Fastenzeit verzichten. Doch auch Gerichte aus einfachen Zutaten können lecker sein. Klosterköche haben uns ihre besten Fastenrezepte verraten.
Fasten dient der Besinnung auf das Wesentliche. Das gilt auch beim Essen. Deshalb bestehen traditionelle Fastenspeisen vor allem aus einfachen Zutaten: Meist sind die Gerichte nur aus Getreide, Gemüse und Eiern zubereitet, aber auch Fisch ist erlaubt. Vielerorts hat sich das Fischessen an Aschermittwoch sogar zur festen Tradition entwickelt. Auf den Genuss von Fleisch dagegen soll man während der 40 Tage vor Ostern verzichten, um sich bewusst zu machen, dass Fleisch als Nahrungsmittel eigentlich ein Luxus ist.
Spezielle Rezepte für Fastengerichte entwickelten sich ab dem vierten Jahrhundert. Denn erst im Konzil von Nicäa im Jahr 325 wurde die Fastenzeit auf 40 Tage ausgedehnt. Zuvor wurde nur an den zwei Tagen vor Ostern oder während der Karwoche gefastet – allerdings unter der Bedingung, in dieser Zeit gar keine feste Nahrung zu sich zu nehmen, was sich während der verlängerten Fastenzeit kaum mehr durchhalten ließ.
Trotz der vorgeschriebenen einfachen Zutaten entwickelten sich mit der Zeit zum Teil raffinierte Rezepte. Gerade in den Küchen der Klöster verstand man es, schlichte Speisen zu einem bewussten Genuss zu machen.
Wir stellen Ihnen Rezepte für traditionelle Fastenspeisen aus verschiedenen Klöstern vor. Entdecken Sie an jedem Freitag und jedem besonderen Feiertag neu ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht:
Nudelkrapferl
Brotbröselauflauf
Klausen-Knödel
Gemüsesuppe mit Weißkohl
Mehlspatzen
Pilzschmarrn
Käseterrine
Spinatpflanzerl
Kartoffelschmarrn