Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Auferstehung

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Auferstehung

Das Wunder der Auferstehung

"Ist Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos" (1 Kor 15,15). Aber ist dieser Gedanke überhaupt fassbar? Mit der Auferstehung Jesu ist auch uns die Auferstehung verheißen. Es ist die "frohe Botschaft" des Christentums – doch bleibt sie ungeheuer geheimnisvoll. Hier der Versuch einiger Antworten auf Fragen, von denen uns einige wohl bis zum Ende unseres irdischen Lebens begleiten werden.

Foto: Wikipedia/Gemälde von Matthias Grünewald

Ist das Ereignis der Auferstehung Jesu wortwörtlich zu begreifen?

Ja. Im christlichen Glauben wird es als geschichtlich feststellbares Geschehen aufgefasst. Das leere Grab gilt dabei eher als Zeichen, nicht als Beweis. Dann aber erschien Jesus seinen Vertrauten: Maria von Magdala und den heiligen Frauen, die zu den ersten Zeugen der Auferstehung wurden. Von den Aposteln begegnet Jesus zuerst Petrus, dann den weiteren. Diese Zeugen sind die "Grundsteine seiner Kirche", wie es im Katechismus heißt.

Wie erschien Jesus den Zeugen der Auferstehung?

Diese Frage ist schon schwerer zu beantworten. Denn einerseits trägt sein Körper noch die Spuren des Leidens von der Kreuzigung. Dies zeigt, dass der auferstandene Leib der gleiche ist wie zuvor. Aber: Er hat auch die Eigenschaften eines "verherrlichten" Leibes. Jesus kann jetzt zum Beispiel beliebig den Ort und die Zeit wechseln. Er kehrt also nicht einfach ins Leben zurück, Christus ist nun ein "Himmlischer", wie Paulus ihn nennt. Deshalb sagt er wohl auch "Rühr mich nicht an" zu Maria von Magdala, als sie ihn mit den Worten "mein Meister" anredet: Er ist nicht mehr als Irdischer spürbar, wohl aber als Auferstandener. So reicht sich uns heute und zu allen Zeiten in der Kommunion auch sein Leib dar als "in der neuen Leiblichkeit des Auferstandenen, die aber wahre Leiblichkeit bleibt", wie Papst Benedikt XVI. schreibt.

Was bedeutet das für unser Leben nach dem Tod?

Auch wir werden, so die Verheißung, nach dem Tod leiblich auferstehen. Allerdings bedeutet "leiblich" nicht, dass uns einfach unsere Körper zurückgegeben werden. Über das Wie wird in der Theologie natürlich viel gestritten. Man kann aber sagen: Nach katholischem Glauben löst sich die Seele im Moment des Todes vom Körper und wird sich am Jüngsten Tag mit dem "verherrlichten" Leib vereinigen. Es kann also von einer Neuschöpfung die Rede sein, auch aber bleibt die Identität bewahrt: Benedikt XVI. betont in diesem Zusammenhang, es gehe um die Auferstehung nicht bloß der Körper, sondern der Personen.

Warum gibt das Christentum keine konkreteren Antworten?

Die Auferstehung bleibt natürlich ein Geheimnis. Uns ist nur das Dass überliefert – nicht das Wie. "Die Überlieferung des Glaubens hat nicht den Sinn, bloßer Neugier Nahrung zu liefern", bemerkt dazu Benedikt XVI.. Außerdem seien die Fragen, die wir stellen, immer Fragen unseres Denkens. Was uns aber trägt, ist die Hoffnung, die zwar geheimnisvoll, aber begründet bleibt.

Außerdem darf man eines nicht aus den Augen verlieren: Wenn nach christlichem Glauben unser "Personsein" bleibt, heißt das auch, dass nichts im Leben umsonst war. Dass auch das Leben nach dem Tod ein Miteinander sein wird. Dass das, was uns, unser Leben ausgemacht hat, bleibt. Und somit ist der christliche Glaube hier eigentlich sehr konkret.

Verharmlosen Katholiken damit nicht den Tod?

Nein. Der Tod bleibt furchtbar, besonders, wenn er einen geliebten Menschen aus unserem Leben reißt. Das Christentum leugne diesen Schrecken nicht, betont Benedikt XVI. immer wieder. Mindern kann die Hoffnung auf die Auferstehung allerdings die Angst vor unserem eigenen Tod. Sie schenkt uns auch in der Trauer den unendlichen Trost, dass wir eines Tages wieder mit dem Verstorbenen beisammen sein werden.

 

Antonia Groll

 

 




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Die Kommentare der Liborius-User:


von C. Schorr

am Montag, 20. April 2009

Danke für diese übersichtliche und klare Erklärung der Auferstehung! Weiter so!

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