Pfingsten ist die Geburtsstunde der Kirche. Die Apostel wurden an diesem Tag vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, „in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab“ (Apg 2,4). Das hört sich zunächst banal an, war aber in Wirklichkeit der Auftakt zu einem unglaublichen Siegeszug. Die Apostel waren plötzlich in der Lage, Christi Botschaft in aller Welt zu verkünden. Denn der Heilige Geist wirkte nicht nur wie ein Crashkurs in Sachen Sprache. Vor allem schenkte der Heilige Geist den Aposteln den Mut, sich ihrer Aufgabe zu stellen. Aus den verängstigten, verschüchterten Männern wurden plötzlich selbstbewusste Verkündiger Gottes. Und insofern kann die Bedeutung von Pfingsten kaum überschätzt werden, denn: Jesus mag in den Himmel aufgefahren sein. Doch das bedeutet nicht, dass er seine Apostel, dass er uns einfach im Stich ließ: Jesus schenkte seinen Anhängern eine Gabe, die ihnen die Kraft gibt, jede Situation zu meistern. Und eben das ist der Heilige Geist.
Dieses Motiv der Hilfe hält sich durch. Gott gibt jedem von uns seine ganz persönlichen Aufgaben. Manchmal erscheinen sie uns unlösbar, schlichtweg zu schwer. Doch Gott fordert uns nicht nur. Er schenkt auch das Rüstzeug, mit dem wir unsere Aufgaben bewältigen können. Er lässt uns nicht allein und wartet ab, ob wir zu Recht kommen oder nicht. Gott will, dass wir das Leben meistern. Und dafür spendet Gott der Vater zusammen mit Christus dem Sohn den Heiligen Geist.