Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Die Hostienbäckerei

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Samstag, 11. Februar 2012 Anselm
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Hostien

Das Brot der Kirche

Wo kommen eigentlich die Hostien her?

Im Kloster Ursberg bei Augsburg backt Schwester Ewalda seit über 50 Jahren Hostien. Schwester Marietta hilft ihr dabei. Gemeinsam haben sie glaubenslust.de in die heilige Backkunst eingeweiht

Dünn und weiß oder dick und braun: Das Brot der Kirche gibt es in zwei verschiedenen Formen. Die Zutaten sind aber immer die gleichen, reines Weizenmehl und natürliches Wasser. Die Rezeptur für die Hostien ist kirchenrechtlich vorgeschrieben, Backtriebmittel wie Sauerteig, Hefe oder Backpulver dürfen nicht in den Teig. Schwester Marietta kennt den Grund: "Das hängt mit dem letzten Abendmahl Jesu zusammen, der mit seinen Jüngern das Pascha gefeiert hat. Dieses Fest wurde als Gedächtnisfeier für die Heilstat Jahwes ausgerichtet, der die Israeliten aus der Gefangenschaft in Ägypten herausgeführt hat. Dass das Brot ungesäuert war, erklärt die Hast, mit der man damals aus Ägypten aufgebrochen ist. Man hatte keine Zeit mehr, einen Sauerteig anzusetzen."

In Ursberg werden traditionell die dünnen weißen Hostien gebacken, und zwar von Hand. Montags bis freitags sperren Schwester Ewalda und Schwester Marietta um Punkt acht Uhr die Tür zur Hostienbäckerei auf. Was dort bis 12 Uhr passiert, sehen Sie in unserer Bildreportage.

Beate Spindler

Das Beste aus der katholischen Erlebniswelt