Edith Stein
Edith Stein (1891-1942) war eine katholische Nonne jüdischer Herkunft. Den Wendepunkt in ihrem Leben bildete die Lektüre der Autobiographie Teresa von Ávilas, die darin ihren inneren Weg zu Gott beschreibt. Im leidenden Christus erkannte diese die grenzenlose Liebe Gottes. Stein las das Buch in einer einzigen Nacht und war fasziniert. Ihre lange Suche nach dem wahren Glauben fand nun ihr Ende. Entschlossen, zum katholischen Glauben überzutreten und sich auf die Taufe vorzubereiten, kaufte sie sich einen katholischen Katechismus. Sie spürte die Sehnsucht, Karmelitin wie die Teresa von Ávila zu werden. Am 1. Januar 1922 wurde Stein durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen. Während der Zeit des Nationalsozialismus floh sie nach Holland ins Kloster Echt. Dort wurde sie 1942 bei einer Polizeiaktion gegen zum Christentum konvertierter Juden verhaftet, ins KZ Auschwitz-Birkenau verschleppt und ermordet. Papst Johannes Paul II. sprach Edith Stein 1987 selig und ein Jahr später heilig. Ihr Gedenktag ist der 9. August (Foto: KNA)