Paulus
Saulus (ca. 7-60 n.Chr.) war Sohn vermögender jüdischer Eltern. Als gläubiger Jude hielt er die aufkommende christliche Kirche für eine Sekte, die vom Gesetz abwich und deshalb zerstört werden musste. Er verfolgte Christen deshalb und beteiligte sich sogar an der Steinigung von Stephanus, der ein Jünger Jesu war. Als er im Alter von ungefähr 25 Jahren mit dem Ziel weiterer Christenverfolgungen auf dem Weg nach Damaskus war, begegnete ihm der auferstandene Christus. Diese Begegnung veränderte sein Leben radikal. Von der übermächtigen Erscheinung getroffen, fiel er zu Boden und erblindete. Er wurde nach Damaskus geführt und dort geheilt und getauft. Diese Wandlung drückte sich auch darin aus, dass er von nun an Paulus genannt wurde. Allerdings trug er, entgegen einem weit verbreiteten Missverständnis, diesen Namen schon vorher, nur eben nicht als Rufname. Paulus wurde später zum wichtigsten Missionar des Frühchristentums (Foto: Public Domain)