Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Ein Tag im Leben des Papstes: Sonntag

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Samstag, 11. Februar 2012 Anselm
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Ein Tag im Leben des Papstes: Sonntag


Ein Tag im Leben Benedikts XVI.

 


5.00 Uhr, spätestens 5.30

Benedikt XVI. steht früh auf, denn auch an einem Sonntag erwartet ihn ein volles, strapazierendes Programm. Er beginnt ihn der Privatkapelle mit einer Messe in kleinem Kreis – auf italienisch. Anschließend frühstückt der Papst. Zu seinen "Mitbewohnern" zählen unter anderen sein Privatsekretär Georg Gänswein und der Kammerherr Paolo Gabriele, der gemeinsam mit vier Damen der geistlichen Gemeinschaft "Comunione e liberazione" den Haushalt organisieren. Sie alle wohnen in der Etage über der Papstwohnung im Apostolischen Palast. Er selbst bewohnt die Zimmer im dritten Stock, seine Fenster liegen ganz rechts – Pilgernde wissen das natürlich.

Nach dem Frühstück

Benedikt XVI. bearbeitet seine Post, unterzeichnet Urkunden zur Ernennung von Bischöfen und geht über die Reden bzw. Predigten des Tages. Anschließend betet der Papst nochmals in der Kapelle – dabei kniet er, das Gesicht in seinen Händen verborgen.

12.00 Uhr

Tausende Menschen erwarten den Papst auf dem Petersplatz, wo er den Angelussegen erteilen wird. Er sammelt sich vorher, tritt dann auf die Erhöhung und zeigt sich am Fenster. Benedikt XVI. spricht das Ave Maria auf Italienisch. Die Menschen jubeln ihm zu.

Mittagessen

Ein kurzes Tischgebet. Benedikt XVI. isst sehr gerne italienisches Essen (es kommt aus der päpstlichen Küche und wird auf weißem Geschirr mit Vatikan-Wappen serviert) – und trinkt in der Regel einen Schluck Wein dazu.

Spaziergang

Anschließend geht er spazieren, entweder in den Vatikanischen Gärten (hier spricht er gerne sein Lieblingsgebet, den Rosenkranz) oder – wenn die Zeit knapp ist – durch den Dachgarten des Apostolischen Palastes. Von dort blickt man über den Petersplatz und ganz Rom. Anschließend kehrt er an den Schreibtisch zurück. Unter seinem Fenster jubeln regelmäßig Menschen, rufen "Benedetto!".

Abend

Meist sieht sich der Papst im Wohnzimmer mit seinen Sekretären die Nachrichten auf tg1 an, manchmal bekommen alte Bekannte und Freunde zu Abendessen. In der Regel zieht sich Benedikt XVI. nochmals zum Lesen und Arbeiten zurück – es ist kein Geheimnis, dass das wissenschaftliche Arbeiten seine Herzensangelegenheit ist. Erst gegen 23.00 Uhr geht in seinen Gemächern das Licht aus.

 

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