13. Dezember 2018 Luzia, Odilia
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Kathedra Petri - Fest des Bischofsstuhls

Am 22. Februar feiert die katholische Kirche das Fest der Kathedra Petri. Sie erinnert sich an die Übertragung des besonderen Hirtenamtes an die Kirche, dem Papstamt. Die Gläubigen feiern aber nicht den Bischofsstuhl als Gegenstand, da cathedra übersetzt Stuhl bedeutet, sondern die Übernahme des römischen Bischofsstuhls durch den heiligen Petrus. Sie danken dabei Gott für die Sendung, die Jesus Christus, der Herr der Kirche, dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern übertragen hat.

Seit diesem Zeitpunkt ist der Apostel oberster Hirte der Kirche. Das entspricht heute dem Amt des Papstes. Sie begründet diese Entscheidung und die Feier des Festes mit zwei Stellen in der Bibel. (1 Petr 5,1-4 und Mt 16,13-19). Der Ursprung des Festes liegt in einem heidnischen Kult. Die Angehörigen von Gestorbenen erinnerten sich an die Toten, indem sie Speisen und einen mitgebrachten Stuhl (cathedra) aufstellten. Auch die frühen christlichen Gemeinden hielten anfangs an diesem Brauch fest. Erst im 4. Jahrhundert, nach der Ablehnung des Totenmahls und dem Verbot dieses Kultes durch die katholische Kirche, feierten die Katholiken die Übernahme des Kathedra Petri, als Symbol für das Lehramt, das in der treuen Bewahrung und Weitergabe der Botschaft des Glaubens besteht. Ein zweites Fest der Kathedra des Petrus feierten die Christen am 18. Januar im 6. oder 7. Jahrhundert in Gallien. Papst Johannes XXIII. machte aus beiden Festen wieder ein einziges Fest und legte es auf den 22. Februar.

Schwestern und Brüder! Eure Ältesten ermahne ich, da ich ein Ältester bin wie sie und ein Zeuge der Leiden Christi und auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird: Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung; seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde!

Wenn dann der oberste Hirt erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.

(1 Petr 5, 1-4 Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus)

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?

Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Ich aber sage dir: Du bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

(Mt 16, 13-19 Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus)

Matthias Biallowons