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Kathedra Petri - Fest des Bischofsstuhls

Am 22. Februar feiert die katholische Kirche das Fest der Kathedra Petri. Sie erinnert sich an die ├ťbertragung des besonderen Hirtenamtes an die Kirche, dem Papstamt. Die Gl├Ąubigen feiern aber nicht den Bischofsstuhl als Gegenstand, da cathedra ├╝bersetzt Stuhl bedeutet, sondern die ├ťbernahme des r├Âmischen Bischofsstuhls durch den heiligen Petrus. Sie danken dabei Gott f├╝r die Sendung, die Jesus Christus, der Herr der Kirche, dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern ├╝bertragen hat.

Seit diesem Zeitpunkt ist der Apostel oberster Hirte der Kirche. Das entspricht heute dem Amt des Papstes. Sie begr├╝ndet diese Entscheidung und die Feier des Festes mit zwei Stellen in der Bibel. (1 Petr 5,1-4 und Mt 16,13-19). Der Ursprung des Festes liegt in einem heidnischen Kult. Die Angeh├Ârigen von Gestorbenen erinnerten sich an die Toten, indem sie Speisen und einen mitgebrachten Stuhl (cathedra) aufstellten. Auch die fr├╝hen christlichen Gemeinden hielten anfangs an diesem Brauch fest. Erst im 4. Jahrhundert, nach der Ablehnung des Totenmahls und dem Verbot dieses Kultes durch die katholische Kirche, feierten die Katholiken die ├ťbernahme des Kathedra Petri, als Symbol f├╝r das Lehramt, das in der treuen Bewahrung und Weitergabe der Botschaft des Glaubens besteht. Ein zweites Fest der Kathedra des Petrus feierten die Christen am 18. Januar im 6. oder 7. Jahrhundert in Gallien. Papst Johannes XXIII. machte aus beiden Festen wieder ein einziges Fest und legte es auf den 22. Februar.

Schwestern und Brüder! Eure Ältesten ermahne ich, da ich ein Ältester bin wie sie und ein Zeuge der Leiden Christi und auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird: Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung; seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde!

Wenn dann der oberste Hirt erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.

(1 Petr 5, 1-4 Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus)

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von C├Ąsarea Philippi kam, fragte er seine J├╝nger: F├╝r wen halten die Leute den Menschensohn?

Sie sagten: Die einen f├╝r Johannes den T├Ąufer, andere f├╝r Elija, wieder andere f├╝r Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, f├╝r wen haltet ihr mich?

Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Ich aber sage dir: Du bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die M├Ąchte der Unterwelt werden sie nicht ├╝berw├Ąltigen. Ich werde dir die Schl├╝ssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden l├Âsen wirst, das wird auch im Himmel gel├Âst sein.

(Mt 16, 13-19 Aus dem heiligen Evangelium nach Matth├Ąus)

Matthias Biallowons