13. Dezember 2018 Luzia, Odilia

Nikolaus [Griech.: »Sieger im Volk«]

Hl., ist wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 4. Jhs. Bischof von Myra gewesen. Ein Kranz von Legenden überdeckt seinen Lebensweg. Sein Kult ist seit dem 6. Jh. in Myra und Byzanz nachweisbar. Im 9. Jh. wurde Nikolaus auch inUnteritalien und Romverehrt. Bald drang sein Kult, gefördert durch die Kaiserin Theophanu, im 10. Jh. auch nach Deutschland, Frankreich und England. Die Überführung seiner Gebeine 1087 von Myra nach Bari brachte eine Hochblüte des Kults in ganz Europa. Da die Legende ihn als Retter in Schwierigkeiten vieler Art schilderte, wird er als Helfer in allen Nöten angerufen. Ganz besonders gilt Nikolaus als Freudenbringer für die Kinder. In Lothringen wird er als Landespatron verehrt. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Anker oder Schiff, mit Bottich mit drei Knaben; mit Geldbeutel der Münzen, die er drei Mädchen in einer Hütte reicht; mit drei Broten oder Goldstücken oder Äpfeln. – Patron der Richter, Rechtsanwälte, Notare, Schreiber, Kinder, Schüler, Chorknaben, Jungfrauen, Reisenden, Pilger, Fährleute, Schiffer, Matrosen, Fischer, Flößer, Kaufleute, Apotheker, Parfümfabrikanten und -händler, Müller, Korn- und Samenhändler, Metzger, Weber, Leineweber, Tuchscherer, Spitzen- und Tuchhändler, Knopfmacher, Steinbrucharbeiter, Steinmetzen, Bierbrauer, Schnapsbrenner, Weinhändler, Wirte; für glückliche Heirat, Befreiung von Gefangenen, Wiedererlangung gestohlener Dinge; gegen irrige Urteile, Wassergefahren, Seenot, Diebe.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg