14. Dezember 2017 Johannes vom Kreuz

Ambrosius [Griech.: »von unsterblicher Natur, göttlich«],

Hl., geb. um 339 in Trier als Sohn eines hohen Beamten, wurde nach dem frühen Tod seines Vaters für die staatsmännische Laufbahn in Rom ausgebildet und noch als Katechumene 374 zum Bischof vonMailand gewählt. Hier zeigte er sich als hervorragender Seelsorger. In seinen Predigten legte er den wahren Glauben gegenüber der Irrlehre des Arius und dem Heidentum dar. Im Gottesdienst führte er den Gesang der Hymnen ein, die das Volk durch abwechselnden Gesang mehr beteiligen sollten. Den gottgeweihten Jungfrauen, auch den in die Irre Gegangenen bot er Hilfe und Unterstützung. Auch für die leiblichen Nöte der Armen sorgte er mit hingebender Liebe. Dem Staat gegenüber vertrat Ambrosius die Selbstständigkeit der Kirche, die in Glaubensfragen allein zu entscheiden habe. Auch die Kaiser mussten sich als Christen den Moralgesetzen der Kirche unterwerfen. So verlangte Ambrosius von Kaiser Theodosius, dass er nach dem Blutbad von Thessalonike Kirchenbuße leistete. Seine zahlreichen Schriften zu Gebieten des Glaubens, der Katechese, die erhaltenen 91 Briefe sowie die von ihm gedichteten Hymnen ließen Ambrosius zu einem der Wegbereiter der mittelalterlichen christlichen Kultur werden. Er starb am 4. April 397 in Mailand und wurde unter dem Altar seiner Basilika bestattet. – Ambrosius ist einer der vier großen lateinischen Kirchenlehrer. Sein Festtag ist der Jahrestag seiner Bischofsweihe, der 7. Dezember. Dargestellt in bischöflichen Gewändern oder in der Tracht eines Lehrers oder als Kirchenvater, mit Bienenkorb, Kirchenmodell und Reliquienkästchen. – Patron der Imker, Wachszieher, Lebkuchenbäcker, Bienen, Haustiere.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg