Hermann [Ahdt.: »Heer« u. »Mann«] OSB

Sel., und Otto [Germ.: »der Besitzende«] OSB, Sel., ein Brüderpaar aus Heidelberg, kamen um 1320 nach Niederaltaich/Bayern, wo Hermann als Konverse und Otto als Mönch und Priester das Ordenskleid nahmen. 1322 ging Hermann als Einsiedler in das Quellgebiet des Regen und errichtete in Frauenau bei Zwiesel eine Marienkapelle. Dort starb er am 28. Dezember 1326 und wurde in der Vorhalle der Propsteikirche von Rinchnach begraben. – Otto hatte inzwischen als Einsiedler im Böhmerwald gelebt. Nach zehn Jahren übernahm er in Frauenau das Erbe seines Bruders und wirkte hier neun Jahre lang als Seelsorger und Ratgeber. Zuletzt siedelte er mit seinem Schüler Degenhard auf den Frauenberg bei Hengersberg über, wo er 1344 gestorben ist. Er fand seine letzte Ruhestätte bei seinen Mitbrüdern in Niederaltaich. – Hermann wird besonders in St.-Hermann bei Bischofsmais verehrt. Dort Hauptwallfahrtstag: 24. August.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg