08. April 2020 Walter, Beate

Basilius [Griech.: »der Königliche«]

Hl., schon von seinen Zeitgenossen »der Große« genannt, geb. um 330 in Cäsarea in Kappadozien. Nach Vollendung seiner Studien gewann Gregor von Nazianz ihn für ein asketisches Leben in der Einöde des Iris am Schwarzen Meer. Hier verfasste Basilius zwei Schriften, die Regeln für ein gemeinsames Leben von Mönchen enthalten. Ab 364 entfaltete er als Priester eine fruchtbare seelsorgliche Tätigkeit in Cäsarea. 370 wurde er zum Erzbischof seiner Vaterstadt erhoben. Er setzte sich sehr für die Reinheit der Lehre gegen den Arianismus, für das Ausmerzen der Simonie im Priestertum, für eine neue Gestaltung der Liturgie und für die Beilegung der Zwistigkeiten mit Papst Damasus ein. Er erbaute die »Basilias«, die ein Pilgerheim, ein Krankenhaus für Arme und eine medizinische Versuchsstation umfasste. Basilius starb am 1. Januar 379. Er ist einer der vier großen Kirchenlehrer des Orients. Dargestellt in der Westkirche im bischöflichen Ornat oder in Messgewändern, als Bendiktiner- oder Basilianermönch oder als Einsiedler, mit Kirchenmodell, Büchern und Totenkopf. – Patron des morgenländischen Mönchtums.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg