08. April 2020 Walter, Beate

Gregor [Griech.: »der Wachsame«]

Hl., geb. 330 in Arianz bei Nazianz, lernte während seines langen Studiums in Athen Basilius kennen, mit dem er um 360 am SchwarzenMeer in der Einsamkeit lebte. Als Basilius Erzbischof geworden war, weihte er Gregor 372 zum Bischof von Sasima. Doch hat er dieses »Fuhrmannsdorf« nie betreten. Gregor verwaltete in der Folge mehrere Bischofssitze. Zuletzt lebte er in Arianz, wo er die meisten seiner Briefe und Gedichte verfasste. Der Bischof war ein hervorragender Kanzelredner, begeisterungsfähig und selbst begeisternd, jedoch ohne Ausdauer und leicht entmutigt. In seinen Schriften zeigt er sich als der erste große Vertreter eines christlichen Humanismus. In seiner Theologie bewahrte er die überkommende Lehre der Väter. Für die spätere Zeit galt er als die Richtschnur für den rechten Glauben. Gregor starb 390 in seinem Geburtsort Arianz. Er ist einer der vier großen Kirchenlehrer des Orients. Dargestellt als Bischof am Schreibpult mit Taube. – Patron für eine gute Ernte.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg