19. Juni 2019 Romuald

Paulin

Hl., geb. vor 750 in Aquileja, war bereits ein berühmter Lehrer der Grammatik, als Karl d. Gr. ihn nach 776 an die Palastschule von Aachen berief. Hier war Paulin in Freundschaft mit Alkuin verbunden. 787 erhob ihn der Kaiser auf den Patriarchenstuhl von Aquileja/Norditalien. Doch blieb Paulin weiter eng mit dem Hof in Aachen verbunden. Er nahm an Reichssynoden teil und bekämpfte in Schriften Irrlehren. Auf ihn ist die heutige Form des Credos der Messe zurückzuführen. Mit Arn von Salzburg und Markgraf Erich von Friaul/Norditalien bemühte sich Paulin um die Glaubensverkündigung bei den Avaren. Als er am 11. Januar 802 in Aquileja starb, verfasste Alkuin seine Grabinschrift.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg