19. März 2019 Josef

Heribert [Ahdt.: »der im Herr Berühmte«]

Hl., geb. um 970 als Sohn des Grafen Hugo von Worms, erhielt seine Ausbildung an der Domschule Worms und in der Abtei Gorze. Als Dompropst in Worms wurde Heribert um 994 Kanzler Ottos III. für Italien, 998 auch für Deutschland. An den politischen Vorstellungen Ottos für die Erneuerung des Reiches war Heribert maßgeblich beteiligt. 999 wurde Heribert Erzbischof von Köln. 1002 führte er den Leichnam Ottos und die Reichsinsignien unter schweren Kämpfen von Italien nach Aachen. Das Verhältnis Heriberts zu Ottos Nachfolger, Heinrich II., blieb sehr kühl. Heribert widmete sich der Verwaltung seiner Diözese, gründete gemäß seiner Vereinbarung mit Otto 1002 die Abtei Deutz, die er reich ausstattete, und starb am 16. März 1021. Er wurde in der Abtei Deutz bestattet. – Am 30. August 1147 wurden die Gebeine Heriberts feierlich erhoben und um 1170 in dem heute noch erhaltenen kostbaren Schrein beigesetzt. Dargestellt in bischöflicher Pontifikalgewandung, durch sein Gebet um Regen flehend. – Patron für Regen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg