08. April 2020 Walter, Beate

Frowin OSB

Sel., Mönch in St.-Blasien, vorübergehend auch in Einsiedeln, wo er eine Schreibschule einrichtete; er wurde 1147 Abt des Benediktiner-Klosters Engelberg im Kanton Obwalden in der Schweiz. Hier festigte Frowin die wirtschaftlichen Grundlagen der Abtei, gründete eine Schreib- und Malschule, die sich selbständig in süddeutsche Formen entwickelte, und legte hierdurch den Grund zur wissenschaftlichen Blüte Engelbergs. Frowin selbst verfasste theologische Lesebücher, die bei der klösterlichen Lesung verwandt wurden und die Verbindung von Gotteswissenschaft und Gebet bezeugen. Er starb 1178 und wurde in der Klosterkirche bestattet, wo das Grabmal noch vorhanden ist.

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg