15. Oktober 2018 Theresia von Ávila, Aurelia

Johannes [Hebr.: »Jahwe ist gnädig«] von Nepomuk [aus Pomuk/Böhmen stammend]

Hl., geb. um 1350, wurde 1393 Generalvikar des Erzbischofs von Prag. In den Auseinandersetzungen zwischen König und Erzbischof wurde Johannes von König Wenzel am 20. März 1393 gefangen genommen, gefoltert und in der Moldau ertränkt. – Erst vierzig Jahre später wird berichtet, dass der König von Johannes den Bruch des Beichtgeheimnisses verlangt habe. Doch war Johannes weder Beichtvater der Königin noch Hofprediger. Johannes wurde im Prager Dom bestattet. Sein Grab war schon früh Mittelpunkt einer Verehrung des Märtyrers. Seit Ende des 17. Jh. verbreitete sich sein Kult über Böhmen, Österreich und Deutschland bis zum Rhein hin. Dargestellt in Chorherrentracht mit Kruzifix, Palme, Kranz mit fünf Sternen, auch mit Brücke und Fluss. – Patron Böhmens; der Beichtväter, Priester, Schiffer, Flößer, Müller, Brücken; in Wassergefahren; für Verschwiegenheit, Schutz des Eigentums; gegen Verleumdungen, irrige Urteile; zur Verteidigung des guten Rufs.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg