21. Juli 2017 Laurentius, Daniel

Kuno [Konrad]

[Ahdt.: »kühner Ratgeber«] OSB, Sel.; er stammte aus dem Regensburger Dienstmannengeschlecht der Raitenbucher in der Oberpfalz. 1105 wurde er von Erzbischof Friedrich I. von Köln als Abt in das Kloster Siegburg berufen. Unter ihm lebten zeitweise Norbert von Xanten und Rupert von Deutz in Siegburg, auf die Kuno größten Einfluss ausübte. Aus dem blühenden geistigen Leben Siegburgs wurde Kuno 1126 herausgerufen, um die Leitung des Bistums Regensburg zu übernehmen. Auch hier versammelte Kuno Geistesgrößen um sich, wie Gerhoh von Reichersberg und Honorius Augustodunensis, ferner die Verfasser des »Annolieds«, der »Kaiserchronik« und wohl auch des »Pfaffen Konrad«. In Regensburg setzte sich Kuno für die Klosterreform ein und berief Augustiner-Chorherren nach St.-Johann. Kuno starb am 19. Mai 1132.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg