17. Juli 2019 Donata, Gabriele, Charlotte

Heinrich II. [Ahdt.: »der in seinem Besitztum Mächtige«]

Hl., geb. am 6. Mai 973 in Hildesheim, erhielt seine Erziehung durch Bischof Wolfgang von Regensburg und Abt Ramwold von St.-Emmeram. 995 folgte er seinem Vater Heinrich dem Zänker als Herzog von Bayern. Nach dem Tod Ottos III. 1003 erlangte er auch die deutsche Königswürde. Durch kluge Politik und energisches Handeln sicherte er dem Reich im Inneren und an den Grenzen den Frieden. 1014 wurde er mit seiner Gemahlin Kunigunde in Rom zum Kaiser gekrönt. Die Bistümer besetzte er mit seinen Anhängern und schuf sich so in der Reichskirche eine sichere Grundlage seiner königlichen Macht. Die von Gorze und von St.-Maximin/Trier ausgehende Reformbewegung der Klöster förderte er. 1007 gründete er vorwiegend für die Slawenmission das Bistum Bamberg, nachdem er schon 1004 das Bistum Merseburg wiederhergestellt hatte. Heinrich starb am 13. Juli 1024 in der Pfalz Grona bei Göttingen und wurde im Bamberger Dom bestattet. – Im deutschen Regionalkalender wird am heutigen Tag auch das Gedächtnis der Kaiserin Kunigunde begangen. Dargestellt im Harnisch mit den Insignien seiner kaiserlichen Würde, mit Kirchenmodell. – Patron des Erzbistums Bamberg; zweiter Patron des Bistums Basel.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg