13. Dezember 2018 Luzia, Odilia

Laurentius [Lat. Umdeutung: »der mit Lorbeer-Gekränzte«]

Hl., Erzdiakon des Papstes Sixtus II., starb nach der frühen Überlieferung an einem 10. August zusammen mit vier Klerikern den Martertod. Nach der legendarischen dramatischen Leidensgeschichte, die bereits Ambrosius im 4. Jh. bekannt war, wurde Laurentius auf einem Rost zu Tode gebraten. – Unter Konstantin wurde bei seinem Grab im Coemeterium an der Tiburtinischen Straße eine Basilika errichtet. Ebenso fand dort bereits in der 1. Hälfte des 4. Jhs. am 4. August die Festfeier statt. Das Grab des Märtyrers erfreute sich zunehmender Pilgerbesuche. Die Basilika S. Lorenzo fuori le mura gehört zu den sieben Hauptkirchen Roms. Nach dem Sieg über die Ungarn auf dem Lechfeld am 10. August 955 erlebte der Kult in Deutschland eine Hochblüte. Dargestellt im Gewand eines Diakons mit Geldbeutel, Broten, Rost. – Patron von Nürnberg, Merseburg, Havelberg, Kulm; der Armen, Bibliothekare, Archivare, Schüler, Studenten, Köche, Kuchenbäcker, Wäscherinnen, Büglerinnen, Kohlenbrenner, Glasbläser, Glaser, Bierbrauer, Wirte, Feuerwehr; gegen Feuersbrunst (Laurentius-Segen), Qualen des Fegfeuers, Fieber, Hautjucken, Ischias, Hexenschuss, Augenleiden; für Gedeihen der Weintrauben. – Laurenzi-Brot für Mensch und Tier.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg