19. September 2019 Januarius, Igor, Euthymia Üffing

Ludwig IX. »der Heilige«

Hl., geb. am 25. April 1214, wurde bereits mit 11 Jahren (1226) zum König gekrönt. Seine Mutter Blanka übernahm die Vormundschaftsregierung. Ludwig führte durch kluge Reformen das französische Königtum zu höchstem Ansehen. Er ordnete das Gerichts-, Münz- und Gewerbewesen neu, bändigte die streitbaren Vasallen, war ein Freund der Städte, begünstigte die Wissenschaft, sorgte durch mildtätige Stiftungen für Arme und Kranke. Erfüllt von persönlicher Frömmigkeit, schritt er gegen Missbräuche der Kirche ein, wahrte aber gegenüber der Geistlichkeit die Rechte der Krone. Für die von ihm erworbene Dornenkrone Christi und andere Reliquien aus dem Heiligen Land erbaute er in Paris die St.-Chapelle. Bei einem 1248 unternommenen Kreuzzug geriet er 1250 in Gefangenschaft, aus der er sich loskaufen musste. Auf einem weiteren Kreuzzug gegen Tunis starb er nach der Eroberung von Karthago am 25. August 1270 an einer Seuche. Sein Leib wurde in die Abtei St.-Denis bei Paris übertragen. Dargestellt im Königsornat mit Lilienzepter, mit Dornenkrone und Nägeln. – Patron der Wissenschaft; der Blinden, Pilger, Reisenden, Kaufleute, Bauarbeiter, Steinhauer, Anstreicher, Tapezierer, Stuckateure, Buchdrucker, Buchbinder, Weber, Bürstenbinder, Friseure, Bäcker, Fischer, Juweliere, Gerichtsdiener; gegen Pest.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg