15. Oktober 2018 Theresia von Ávila, Aurelia

Brun [Ahdt.: »der (braune) Bär«]

Hl., geb. 925 als jüngster Sohn des Königspaares Heinrich I. und Mathilde, wurde von Bischof Balderich von Utrecht erzogen. 939 von seinem Bruder Otto an den Hof berufen, wurde ihm und dem irischen Bischof Israel die Erneuerung der Studien anvertraut. Brun bildete die Hofgeistlichkeit aus und führte in mehreren ihm verliehenen Abteien die Gorzer Reform durch. 951 wurde er von Otto zum Erzkanzler, 953 zum Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen ernannt. In dieser Doppelstellung war Brun eine der besten Stützen der Reichs- und Kirchenpolitik Ottos. Bei Zwistigkeiten innerhalb Ottos Familie war Brun um Aussöhnung bemüht. Die Zeitgenossen rühmen seine Gelehrsamkeit und Frömmigkeit. In seiner Diözese bemühte er sich um religiöse Erneuerung durch Gründung und Reform von Klöstern und Stiften. In Köln gründete Brun die Abtei St.-Pantaleon sowie Groß-St.-Martin und St.-Andreas, in Soest das Patroklistift. Brun starb am 11. Oktober 965 in Reims und wurde in seiner Gründung St.-Pantaleon in Köln bestattet. Dargestellt in bischöflicher Gewandung mit Pallium, Kirchenmodell, Fahne und Reichsapfel.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg