19. November 2017 Elisabeth, Mechthild

Albert [Ahdt.: »von glänzender Abstammung«] der Große OP

Hl., geb. um 1200 in Lauingen, aus ritterlichem Geschlecht, trat 1223 in den »Dominikanerorden« ein und lehrte nach Vollendung seiner Studien an verschiedenen Schulen seines Ordens. Nach einem Aufenthalt an der theologischen Fakultät in Paris seit etwa 1243/44 wurde Albert 1248 an das neu gegründete Generalstudium des Ordens in Köln berufen, wo Thomas von Aquin sein Schüler war. 1254–1257 war Albert Provinzial der deutschen Ordensprovinz, 1257 wurde er Lesemeister in Köln und 1260 auf Geheiß des Papstes Bischof von Regensburg. 1262 resignierte er als Bischof, betätigte sich 1263–1263 im Auftrag Papst Urbans IV. in Deutschland und Böhmen als Kreuzzugsprediger und kehrte dann nach Aufenthalten in Würzburg und Straßburg 1270 nach Köln zurück. Albert besaß umfassende philosophische sowie naturwissenschaftliche Kenntnisse, die er mit einem klaren Denken und eigener Beobachtung verband. Die Einführung aristotelischen Gedankengutes in die mittelalterliche Philosophie ist entscheidend sein Werk. Die Aufnahme neuplatonischen Gedankengutes in seine wissenschaftliche Darlegung ließ ihn auch die Mystik seit Meister Eckhart beeinflussen. Sein Ansehen in Köln war so groß, dass er mehrmals zum Friedensstifter in Streitigkeiten zwischen Staat und Erzbischof erwählt wurde. Seine Schiedssprüche, wenn sie auch sorgfältig die Rechte und Privilegien der Parteien abwogen, zeigten aber deutlich, dass er im Grun

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg