19. November 2017 Elisabeth, Mechthild

Leopold III. [Ahdt.: »der Kühne im Volk«]

Hl., Markgraf von Österreich, geb. um 1075 in Gars am Kamp, von Bischof Altmann von Passau erzogen, gelangte 1095 zur Regierung. Durch die Wirren des Investiturstreites zwischen Kaiser und Papst lenkte er klug und geschickt sein Land. Aus der Ehe mit der Kaisertochter Agnes stammten die späteren Bischöfe Otto von Freising und Konrad II. von Salzburg. Leopolds persönliche Frömmigkeit fand ihren Niederschlag in seiner Sorge für Klöster und Stifte. Das Stift Melk unterstellte er 1110 dem Papst. In seiner Residenz Klosterneuburg erbaute er um 1108 eine Kirche; die dortigen Stiftsherren ersetzte er 1133 durch »Augustiner-Chorherren«. 1133 gründete er die Abtei Heiligenkreuz, für die er die »Zisterzienser« aus Morimond berief. Um 1136 war er zudem wesentlich an der Errichtung der Benediktiner-Abtei Klein-Mariazell beteiligt. Leopold wurde am 15. November 1136 auf der Jagd vom Tod ereilt und fand sein Grab in der Krypta von Klosterneuburg. Dargestellt in fürstlicher Kleidung mit Markgrafenhut, Fahnen, Kirchenmodell, Holunderstrauch mit Schleier. – Patron Österreichs.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg