08. April 2020 Walter, Beate

Niels Stensen [Nikolaus Stenonis]

[Griech.: »Sieger im Volk«], Sel., geb. Anfang Januar 1638 in Kopenhagen, wurde nach Abschluss seines Medizinstudiums 1664 in Leiden/Niederlande zum Dr. med. promoviert. Als Arzt und Forscher weilte er dann in Paris und Florenz. Nach seiner Konversion 1667 wurde er 1675 Priester, 1677 von Papst Innozenz XI. zum Apostolischen Vikar der nordischen Mission ernannt und erhielt in Rom die Bischofsweihe. Nach zweijährigem Wirken in Hannover wurde Stensen 1680 Weihbischof in Münster, wo er ein Förderer der katholischen Reform war. Seit 1683 wirkte er in Hamburg und starb am 5. Dezember 1686 in Schwerin. Seine Gebeine wurden 1687 in die Gruft der Mediceer in Florenz übertragen und dort 1953 erhoben. – Nils Stensen war ein bedeutender Anatom und Geologe, ferner Begründer der Kristallkunde. Als Priester und Bischof war er unermüdlich tätig und führte ein opferbereites, heiligmäßiges Leben. – Seligsprechung am 23. Oktober 1988.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg