08. April 2020 Walter, Beate

Emmerich

Emmerich [Ahdt.: »Stamm der Alamer« u. »herrschen«]

Hl., geb. um 1000/1007 als Sohn König Stephans I. von Ungarn und seiner Gattin Gisela, der Schwester KaiserHeinrichs II. Seine Erziehung leitete Bischof Gerhard von Csanád. Schon in der Jugend war er durch außergewöhnliche Tugenden und Gnade ausgezeichnet. König Stephan ließ für ihn einen Königsspiegel verfassen, der Emmerich mit den Tugenden eines Regenten bekannt machen sollte. Noch zu Lebzeiten wollte der Vater seinen Sohn zum Mitregenten erheben. Doch vor seiner Krönung starb Emmerich bei einem Jagdunfall am 2. September 1031 und wurde in der Zisterzienserkirche von Stuhlweißenburg bestattet. – König Ladislaus ließ am 5. November 1083 die Gebeine Emmerichs feierlich erheben. Dargestellt als junger Mann in Ritterrüstung mit Krone und Lilie.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Bernhard Lichtenberg

Bernhard [Ahdt.: »der Bärenharte«] Lichtenberg

Sel., geb. am 3. Dezember 1875 in Ohlau an der Oder, erhielt 1899 die Priesterweihe, wurde 1913 Pfarrer der Herz-Jesu-Kirche in Berlin-Charlottenburg. 1931 Domkapitular, 1932 Dompfarrer und 1938 Dompropst in Berlin. Weil er öffentlich zum Gebet für christliche Nichtarier, Juden und Häftlinge in Gefängnissen und KZ aufforderte, wurde er 1941 verhaftet und 1942 wegen Vergehens gegen den Kanzelparagraphen und das Heimtückegesetz zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. In vorbildlicher Haltung ertrug Lichtenberg diese Zeit der Vereinsamung und des Leidens. 1943 sollte er, inzwischen schwer erkrankt, nach Dachau überführt werden. Dem Tod nahe kam er am 3. November in Hof an. Hier wurde er ins städtische Krankenhaus gebracht, wo er am 5. November 1943 starb. – Seligsprechung am 23. Juni 1996 in Berlin.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Karl Borromäus

Karl [Ahdt.: »Mann, freier Mann«]

Borromäus, Hl., geb. am 2. Oktober 1538 in Arona, studierte 1552–1559 Rechtswissenschaft in Pavia. 1559 ernannte ihn sein Onkel Pius IV. zu seinem Geheimsekretär, 1560 zum Kardinal und kurz darauf zum Administrator von Mailand. Im Juli 1563 empfing Karl die Priester- und im Dezember die Bischofsweihe. InMailand führte Karl von Reformeifer beseelt durch Visitationen, Synoden und Pastoralinstruktionen die Beschlüsse des Trienter Konzils durch. Für die Heranbildung von Priestern gründete er mehrere Institute und Seminare. Seine Reformideen wurden in ganz Europa richtungsweisend. Seine aufopfernde Hirtensorge und sein strenges asketisches Leben machten ihn zum Vorbild eines Reformbischofs. Karl starb am 3. November 1584. Er wurde beigesetzt in der Krypta des Mailänder Domes. Dargestellt im bischöflichen Ornat oder in Kardinalstracht mit Kreuz, Totenkampf, Geißel, Strick um den Hals, mit Pestkranken. – Patron des Bistums Lugano; der Universitäten, der Seelsorger, Priesterseminare; gegen Pest.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Hubert

Hubert [Ahdt.: »berühmter Denker«]

Hl., geb. um 655, wirkte als Glaubensbote in Südbrabant und in den Ardennen. Nach der Ermordung des Bischofs Lambert um 705 wurde Hubert Bischof von Maastricht. Um 715 übertrug Hubert die Gebeine Lamberts von Maastricht nach Lüttich, wohin er den Bischofssitz verlegt hatte. Hubert starb am 30. Mai 727 in Tervueren bei Brüssel. Seine Gebeine wurden am 3. November 743 erhoben und 825 in das Ardennen-Kloster Andagium übertragen, das fortan nach ihm St.-Hubert genannt wurde. Seit den Hugenotteneinfällen 1568 ist der Verbleib der Reliquien in Dunkel gehüllt. Dargestellt in Jägerkleidung oder bischöflichen Gewändern, mit Hirsch, zwischen dessen Geweih ein Kreuz; mit Hund, Schlüssel, Jagdhorn, Buch. – Patron des Bistums Lüttich, der Ardennen; der Jäger, Schützen, Gießer,Metallarbeiter, Drechsler, Metzger, Optiker, Fabrikanten mathematischer Geräte, Mathematiker, Schellenmacher; für Jagdhunde (Hubertus-Schlüssel); gegen Tollwut der Hunde (mal de St.-Hubert), Hundebiss (Hubertus-Brot), Schlangenbiss, Wasserscheu.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Pirmin

Pirmin OSB

Hl., war Abtbischof wohl westgotischer Herkunft, der zuerst im westlichen Frankenreich tätig war und dann seit 720 im alemannischen Raum am Oberrhein wirkte. 724 gründete er das Kloster auf der Reichenau/Bodensee. Ferner vollendete er die Stiftung von Murbach und rief die Klöster Hornbach und (vielleicht) Amorbach ins Leben. Bei der Entstehung von Gengenbach und Schwarzach war er beteiligt. Die Klöster Schuttern und Maursmünster reformierte er. In allen Klöstern führte er die Benediktinerregel ein und versuchte, ihnen möglichst große Selbstständigkeit gegenüber den Diözesanbischöfen und Grundherren zu geben. Mit Bonifatius, der zur gleichen Zeit wirkte, hatte er keine Verbindung. Pirmin starb wahrscheinlich am 3. November 753 in Hornbach in der Rheinpfalz. Nach der Auflösung des Klosters Hornbach kamen seine Reliquien 1558 nach Speyer, 1576 nach Innsbruck. Heute ruhen sie in der dortigen Jesuitenkirche. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Buch, Schlangen, Frosch, Quelle, Dornenstrauch. – Patron der Pfalz, der Elsässer, der Reichenau, von Innsbruck; für glückliche Entbindung (in Au am Inn), bei Augenleiden; gegen Pest, Schlangen, schädliches Gewürm, Vergiftung, Rheumatismus (Quelle auf der Reichenau).

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Angela

Angela [Griech./Lat.: »die Engelgleiche«] von Stolberg

geb. 1833 (Taufname Agnes), wurde 1863 »Hedwigsschwester« in Breslau. 1871 trat sie in die »Genossenschaft der Schwestern vom Armen Kinde Jesus« über und war seit 1881 in Wien tätig. Vom Knochenfraß befallen ertrug sie seit 1898 in vorbildlicher Geduld und Gottergebenheit alle Leiden und Qualen, von denen sie am 2. November 1905 erlöst wurde.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Rupert Mayer

Rupert [Ahdt.: »der Hochberühmte«] Mayer SJ

Sel., geb. 1876 in Stuttgart, wurde 1899 zum Priester geweiht und trat in die »Gesellschaft Jesu« ein. Im Ersten Weltkrieg war er Divisionspfarrer und verlor das linke Bein. Nach dem Krieg wirkte er in München als erfolgreicher und begeisternder Männerseelsorger. Unerschrocken bekämpfte er den Nationalsozialismus. Dafür wurde er in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Als seine Gesundheit zerstört war, wurde er in die Abtei Ettal eingewiesen, wo er vier Jahre abgeschlossen von der Welt leben musste. Der mannhafte Streiter für Recht und Gerechtigkeit, für Kirche und Glauben starb am 1. November 1945. – Seligsprechung am 3. Mai 1987 in München.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Wolfgang

Wolfgang [Germ.: »wie ein Wolf Angreifender«] OSB

Hl., geb. um 924 in Schwaben, machte seine Studien auf der Reichenau/Bodensee und in Würzburg. 956 wurde er Lehrer an der Domschule Trier. 965 nahmWolfgang das Kleid des hl. Benedikt in Einsiedeln und empfing dort durch Bischof Ulrich von Augsburg die Priesterweihe. Nachdem er 971 als Glaubensbote zu den Ungarn gegangen war, wurde er 972 auf Vorschlag Bischof Piligrims von Passau zum Bischof von Regensburg ernannt. Hier entfaltete Wolfgang eine segensreiche Tätigkeit. Er förderte die Bildung und das geistliche Leben in Klerus und Volk, in Klöstern und Stiften. Auch als Bischof führte er ein streng asketisches Leben. Die Gründung des Bistums Prag ermöglichte Wolfgang 973 durch den Verzicht auf seine bischöflichen Rechte in Böhmen. Wolfgang starb am 31. Oktober 994 in Pupping/Oberösterreich und wurde in St.-Emmeram/Regensburg beigesetzt. Seine Gebeine wurden am 7. Oktober 1052 durch Papst Leo IX. erhoben. Dargestellt im Benediktinerhabit mit bischöflichen Insignien oder in Pontifikalgewändern mit Bischofsstab, Buch, Kirchenmodell, Axt oder Beil, Wolf und Teufel. – Patron des Bistums Regensburg; der Hirten, Schiffer, Holzarbeiter, Köhler, Zimmerleute, Bildhauer, unschuldig Gefangener; gegen Gicht, Lähmung, Schlaganfall, Leibschmerzen, Ruht, Blutfluss, Fußleiden, Augenkrankheiten (Wolfgang-Brunnen), Hautentzündungen; für das Vieh (Wolfgang-Segen).

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Notburga

Noitburg [Notburg]

Hl., lebte nach der im 13. Jh. verfassten Lebensbeschreibung in dem von ihrer Tante Plektrud gegründeten Stift St.-Maria im Kapitol/Köln. Sie starb nach heiligmäßigem Lebenswandel um 700 und wurde in der nahe gelegenen Peter-und-Paul-Kirche begraben. – Diese Kirche wurde seit der 2. Hälfte des 12. Jhs. nach ihr St.-Noitburgis genannt. Ihre Reliquien, die Ende des Mittelalters nach Koblenz in die Kartause kamen, sind verschollen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Dietger

Thöger [Theodgar, Dietger],

Hl., stammte aus Thüringen und ging, nachdem er in England studiert hatte, als Priestermissionar nach Norwegen. Hier wurde er Kaplan des Königs Olaf II. Haraldsson. Nach dessen Tod 1030 predigte Thöger den Glauben in Jütland. Er starb am 24. Juni um 1065 in Vestervig. Um 1067 wurden seine Gebeine erhoben und am 30. Oktober 1117 in die Kirche des Chorherren-Stiftes von Vestervig übertragen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Bernhard Schwentner

Bernhard [Ahdt.: »der Bärenharte«] Schwentner

geb. 1891 in Schwerin, zeigte sich als Pfarrer von Neustrelitz als ein mutiger Verteidiger des christlichen Glaubens gegen den Nationalsozialismus. Von den Schergen des Dritten Reiches zum Tode verurteilt, wurde er am 30. Oktober 1944 in Brandenburg-Görden enthauptet.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Narzissus

Narzissus

Hl., Bischof von Gerona, soll gemäß der Afra-Legende während der Christenverfolgung Kaiser Diokletians am Anfang des 4. Jhs. nach Augsburg gekommen sein, wo er Afra und seine Familie zum christlichen Glauben bekehrte. Dionysius, den Onkel Afras, weihte er zum ersten Bischof von Augsburg. Narzissus kehrte nach Spanien zurück, wo er drei Jahre später (um 307?) den Martertod gefunden haben soll. Dargestellt in bischöflichem Gewand mit Märtyrerpalme und Drachen zu Füßen. – Patron gegen Schnaken- und Stechfliegenplage.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Helene Kafka

Helene [Griech.: »die Leuchtende«] Kafka

Sel., mit Ordensnamen Maria Restituta, wurde am 1. Mai 1894 in Brünn-Hussowitz geboren. Helene besuchte inWien die Volks- und Bürgerschule. Als Dienstmädchen hatte Helene bereits einige Jahre gearbeitet, bevor sie 1913 in Wien-Lainz eine Stelle als Hilfskrankenschwester bei den »Franziskanerinnen von der christlichen Liebe«, den »Hartmannschwestern«, übernahm. Im folgenden Jahr trat sie in diese Gemeinschaft ein und begann am 23. Oktober 1915 ihr Noviziat. Sie erhielt den Namen Schwester Maria Restituta. Seit 1919 war sie im Krankenhaus in Wien-Mödling tätig, wo sie wegen ihrer Fachkenntnisse bald die Stelle der ersten Operationsschwester erhielt. Diesen Dienst versah sie über dreiundzwanzig Jahre. – Den »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich verurteilte sie entschieden. Schwester Restituta wurde in ihrem großen Bekanntenkreis zur treibenden Kraft des Widerstandes gegen den nationalsozialistischen Terror. Von Mitarbeitern wegen ihrer Aktivitäten denunziert, verhaftete die Gestapo am 18. Februar 1942 die couragierte Schwester im Operationssaal. Nach Verhören und Untersuchungshaft fällte das Wiener Landesgericht am 29. Oktober des gleichen Jahres unter dem Vorsitz eines aus Berlin angereisten Mitglieds des NS-Volksgerichtshofes das Urteil: »Die Angeklagte Kafka wird wegen landesverräterischer Feindbegünstigung undVorbereitung zum Hochverrat zum Tode und zum Ehrenrechtsverlust auf Lebenszeit verurteilt.« A

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Simon

Simon [Hebr.: »Gott hat erhört«]

Hl., Apostel Jesu, wird im Neuen Testament nur in den Apostelkatalogen genannt. Sein Beiname »Zelotes« [der Eiferer] rührt daher, dass er, bevor er sich Jesus anschloss, der jüdischen Partei der Zeloten angehört hatte. Vermutlich wirkte Simeon später in Palästina als Glaubensbote. Über sein Lebensende gibt es keine gesicherten Quellen. Der Apostel Simon kann mit dem »Herrenbruder« Simon nicht gleichgesetzt werden. Dargestellt als Apostel mit Säge, auch mit Lanze, Knüttel oder Schwert. – Patron der Holzhauer, Gerber, Lederarbeiter, Weber, Färber; mit Judas Thaddäus Patron von Goslar.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Judas Thaddäus

Judas Thaddäus

Hl., wahrscheinlich Sohn eines Jakobus, war von Jesus zum Apostel berufen worden. Er ist nicht mit Judas, dem Bruder des Simeon, gleichzusetzen. Außer in den Apostelkatalogen wird er im Neuen Testament kaum erwähnt. Die schon in alter Zeit verworrene Überlieferung gibt keine Klarheit, wo er später den Glauben verkündigt hat und als Märtyrer gestorben ist. Seit Ende des 18. Jhs. nahm seine Verehrung stetig zu. Dargestellt als Apostel mit Buch, Keule, Hellebarde, Steinen. – Patron in schweren Nöten und Anliegen; mit Simon Patron von Goslar.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Alfred

Alfred [Aengl.: »der durch die Elfen Rat gibt«] der Große

(Hl.), König der Angelsachsen, geb. um 848/849 in Wantage/Berkshire, trat 871 die Regierung an. Er war fast dauernd in Kämpfe mit den Dänen verwickelt, von denen er 878 London zurückeroberte, die er aber nicht aus dem Osten und Norden Englands vertreiben konnte. So blieb sein Herrschaftsbereich auf Mercia und Wessex beschränkt. Alfred gründete Schulen und Klöster, zog angelsächsische und fränkische Gelehrte an seinen Hof, sammelte die angelsächsischen Gesetze und ließ bedeutende theologische C418und geschichtliche Werke aus dem Lateinischen in die Volkssprache übersetzen. Alfred starb am 28. Oktober 900. Dargestellt in königlichem Ornat oder in Ritterrüstung mit königlichen Insignien.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Wolfhard

Wolfhard

Hl., geb. in Augsburg, erlernte das Sattlerhandwerk, ging dann auf Wanderschaft und gelangte 1096/97 nach Verona. Nachdem er hier kurze Zeit gearbeitet hatte, gab er sein Hab und Gut den Armen und lebte fortan zwanzig Jahre in einem Wald an der Etsch als Einsiedler. Um 1117 ließ er sich in eine Zelle beim Kloster S. Salvatore in Curte-Regia einschließen, wo er am 30. April 1127 starb. – Seine Gebeine wurden zuerst nach S. Salvatore, später nach S. Fermo Maggiore in Verona übertragen. Ein Teil der Reliquien kam am 27. Oktober 1602 nach Augsburg und befindet sich heute dort in der St.-Sebastian-Kirche. Dargestellt im Einsiedlerkleid mit Sarg. – Patron der Sattler.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Amandus

Amandus

Hl., erster bekannter Bischof von Straßburg, nahm um 343 am Konzil in Sardika und 346 an der Synode von Köln teil. Seine Gebeine wurden 1290 von Honau nach Rheinau und 1398 von dort nach Straßburg in die Kirche Alt-St.-Peter übertragen, wo sie sich heute noch befinden. Dargestellt in bischöflichen Gewändern.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Witta

Witta [latinisiert: Albuin]

Hl., stammte aus Angelsachsen und wurde von Bonifatius 742 zum ersten (und einzigen) Bischof von Buraburg in Hessen geweiht. 743 nahm er an dem von Bonifatius berufenen fränkischen Reformkonzil teil. Witta starb nach 760. Das Bistum Buraburg wurde bald darauf von Lul mitMainz vereinigt.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Krispin

Krispin [Lat.: »mit krausen Haaren«]

Hl., und Krispinian, Hl., erlitten das Martyrium wahrscheinlich in Rom, vielleicht um 287. – Ihre Gebeine wurden nach Soissons/Frankreich übertragen. Im 9. Jh. kamen Teile der Reliquien von dort nach Osnabrück, wo die Märtyrer ebenso wie in Soissons Stadtpatrone wurden. Nach der Legende waren Krispin und Krispinian Schuhmacher. Dargestellt in bürgerlicher Kleidung mit Schusterwerkzeugen, Mühlstein, Messer, Bleikessel, Scheiterhaufen. – Patron des Bistums Osnabrück; der Gerber, Sattler, Schuhmacher, Weber, Schneider.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg