08. April 2020 Walter, Beate

Krispinian

Krispin [Lat.: »mit krausen Haaren«]

Hl., und Krispinian, Hl., erlitten das Martyrium wahrscheinlich in Rom, vielleicht um 287. – Ihre Gebeine wurden nach Soissons/Frankreich übertragen. Im 9. Jh. kamen Teile der Reliquien von dort nach Osnabrück, wo die Märtyrer ebenso wie in Soissons Stadtpatrone wurden. Nach der Legende waren Krispin und Krispinian Schuhmacher. Dargestellt in bürgerlicher Kleidung mit Schusterwerkzeugen, Mühlstein, Messer, Bleikessel, Scheiterhaufen. – Patron des Bistums Osnabrück; der Gerber, Sattler, Schuhmacher, Weber, Schneider.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Evergislus

Evergislus [Eberigisil]

Hl., war der erste bekannte Kölner Bischof mit fränkischem Namen. Er wird mehrfach von Gregor von Tours (538–594) erwähnt. Im Auftrag König Childeberts II. schlichtete er 590 Streitigkeiten in einem Nonnenkloster von Poitiers und erbaute in Birten bei Xanten eine Kirche zu Ehren des hl. Mallosus. Zu seiner Zeit wird in Köln die Kirche zu den »Goldenen Heiligen« (St.-Gereon) genannt. Eberigisil starb vor 594. – Erzbischof Brun I. von Köln überführte die angeblichen Reliquien des »beatus Evergisilus« von Tongern nach St.-Cäcilien in Köln. Heute ruhen sie in der Pfarrkirche St.-Peter. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Palme. – Patron der Glaser, Glasmaler.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Antonius Maria Claret

Antonius Maria Claret

Hl., geb. am 23. Dezember 1807 in Sallent/Spanien, wurde 1835 Priester und wirkte seit 1843 als Volksmissionar. 1849 gründete er den Missionsorden der »Claretiner« (CMF) und 1855 das Bildungsinstitut der »Claretinerinnen«. 1850–1857 war Antonius Maria Erzbischof von Santiago de Cuba, seit 1857 Beichtvater der Königin Isabella II. von Spanien. Er verfasste eine Anzahl asketischer Schriften, die große Beachtung fanden. Am 24. Oktober 1870 starb er auf der Reise zum I. Vatikanischen Konzil in der Abtei Fontfroide bei Carcassonne/Südfrankreich. Seine Reliquien ruhen in Vich bei Barcelona.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Severin von Köln

Severin

Hl., Bischof von Köln, nach Gregor von Tours ein Zeitgenosse Martins von Tours, lebte um 400. Er leitete die christliche Gemeinde von Köln zu der Zeit, als die Stadt unter die Herrschaft der Franken kam. Severin wurde in einer Coemeterialbasilika vor der Stadt begraben, die später nach ihm St.-Severin genannt wurde. Der kostbare Schrein, der die Gebeine barg, wurde in der Franzosenzeit eingeschmolzen. Die Reliquien Severins ruhen heute in einem einfachen Schrein aus dem 19. Jh. hinter dem Hochaltar. Dargestellt in Pontifikalgewandung mit Kirchenmodell. – Patron für Regen; gegen Unglück, Trockenheit.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Kordula

Kordula [Griech.: »Mädchen«]

Hl., war nach der Legende eine Gefährtin Ursulas von Köln, die sich zunächst im Schiff verborgen hatte, aber am nächsten Tag freiwillig das Martyrium auf sich nahm. – Name und Legende erschienen erst um 970 in der Vision Helmtruds von Neuenheerse. Die Offenbarungen Hermann Josephs von Steinfeld unterscheiden drei verschiedene Kordula. – Die Reliquien einer hl. Kordula wurden 1278 in der Kölner Johanniterkirche durch Albert d. Gr. erhoben und nach der Säkularisation nach Königswinter überführt. Dargestellt in vornehmer Jungfrauenkleidung mit Schiff, Pfeil oder Lanze, mit Palme und Kranz oder Krone.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Salome

Salome wird in den Evangelien als Frau des Zebedäus und Mutter der Apostel Johannes und Jakobus erwähnt. Sie war eine treue Anhängerin Jesu

stand unter dem Kreuz und besuchte am Ostermorgen das Grab. Dargestellt in Matronentracht mit ihren Söhnen, mit Salbgefäß.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Ursula

Ursula [Lat.: »kleine Bärin«]

Hl., Jungfrau, die in Köln wohl im 3. Jh. den Martertod erlitt. Die Grabungen in der Ursulakirche in Köln haben gezeigt, dass noch in römischer Zeit über (drei?) Gräbern eine Kirche errichtet worden ist. Die Lage der Kirche auf einem römischen Gräberfeld brachte es mit sich, dass bei Bauarbeiten in der Umgebung zahlreiche Gebeine gefunden wurden, die zur Entwicklung der Legende von den elftausend Jungfrauen beitrugen. Ursula wurde nun eine englische Königstochter, die mit einer großen Schar von Gefährten und Gefährtinnen auf einer Pilgerfahrt nach Rom in Köln durch die Hunnen das Martyrium erlitt. Von ihren Gefährtinnen werden neben anderen verehrt: Priska, Eugenia, Grata, Cäcilia und Verena. – Der Kult der heiligen Jungfrauen verbreitete sich im 12. Jh. im ganzen Abendland, von Skandinavien bis zu den Mittelmeerländern, von England bis nach Russland. Dargestellt in fürstlicher Gewandung mit Krone, Palme, Pfeil, Taube, Ampel, Kreuzfahne, unter ihrem Mantel ihre Gefährtinnen bergend. – Patronin der Stadt Köln; der Jugend, Lehrerinnen, Tuchhändler; für gute Heirat, guten Ehestand, seligen Tod; in Kriegszeiten; gegen Kinderkrankheiten, Qualen des Fegefeuers.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Wendelin

Wendelin

Hl., lebte zur Zeit des Trierer Bischofs Magnerich um 570 in den Vogesen als fränkischer Einsiedler oder Mönch. Nach der späteren Legende des 15. Jhs. war er ein iroschottischer Königssohn, Einsiedler, Hirt und Abt von Tholey/Saarland. Wendelin fand seine letzte Ruhestätte, schon um 1000 bezeugt, in dem später nach ihm benannten St.-Wendel im Saargebiet. – Sein Grab wurde ein besonderer Wallfahrtsort. Seine Verehrung als Schutzherr für Feld und Vieh verbreitete sich im Rhein-Mosel-Gebiet, im alemannischen Raum und durch Auswanderer nach Osteuropa und Nordamerika. Dargestellt im Hirtenkleid oder in der Einsiedlerkutte, zu Füßen eine Krone, um ihn Viehherden. – Patron der Hirten, Bauern, des Viehs; gegen Viehseuche, für gedeihliche Witterung, gute Ernte.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Paul vom Kreuz

Paul vom Kreuz CP

Hl., geb. am 3. Januar 1694 in Ovada/Piemont, erlebte mit 19 Jahren einen inneren Wandel und entschloss sich 1716 zu einem Leben der Vollkommenheit. 1725 erteilte ihm Papst Benedikt XIII. die Erlaubnis, Gefährten zu sammeln. 1727 erhielt er die Priesterweihe, 1731 von Klemens XII. das Recht zur Missionspredigt. 1737 entstand in Orbetello die erste Niederlassung einer neuen Gründung des »Ordens vom Leiden Christi« (Passionisten). Die von Paul verfasste Regel wurde wegen ihrer großen Strenge in Rom abgelehnt, eine mildere Fassung von Benedikt XIV. 1741 genehmigt. Seit 1773 lebte Paul als Ordensgeneral in Rom im Kloster St. Johannes und Paulus. Paul war von unerbittlicher Strenge gegen sich selbst, erlebte mystische Begnadungen und wirkte erfolgreich als Prediger. Seine Leidensmystik ist von den spätmittelalterlichen Mystikern geprägt. Paul starb am 18. Oktober 1775 in Rom und wurde in St. Johannes und Paulus bestattet. Dargestellt im schwarzen Passionistenhabit mit Kreuz, Lilie, Buch, Leidenswerkzeug, Totenkopf.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Lukas

Lukas [Lat.: »Mann aus Luca«]

Hl., stammte vielleicht aus dem syrischen Antiochien, wurde als Heide geboren und war von Beruf Arzt. Seit etwa 50/51 war er zeitweise Gefährte des Apostels Paulus auf dessen Missionsreisen. Auch während der ersten und zweiten Gefangenschaft des Apostels in Rom war Lukas, vielleicht mit Unterbrechungen, bei Paulus. Nach dessen Tod hat Lukas wohl in Achaia gewirkt und dort sein Evangeliumund dieApostelgeschichte verfasst. In Böotien hat er dann, wie glaubwürdig berichtet wird, im Alter von 84 Jahren den Tod gefunden. – 357 wurden seine Gebeine durch Kaiser Konstantius II. von Böotien nach Konstantinopel übertragen und in der bald darauf erbautenApostelkirche beigesetzt. Erst im 6. Jh. taucht die Legende auf, Lukas sei auch Maler gewesen. Nach neueren Exegeten besteht Zweifel darüber, ob der Paulus-Begleiter Lukas auch das Lukas-Evangelium geschrieben hat. Dargestellt mit Evangelienbuch und Stier oder vor einer Staffelei, die Muttergottes malend. – Patron der Ärzte (St.-Lukas-Gilden), Chirurgen, Kranken (Auflegen von Lukas-Zetteln), Künstler, Goldschmiede, Glasmaler, Bildhauer, Sticker, Buchbinder, Notare, Metzger; der christlichen Kunst; des Viehs (Eingeben von Lukas-Zetteln); des Wetters.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Ignatius von Antiochien

Ignatius [Lat.: »feurig, glühend«],

Hl., Bischof von Antiochien am Orontes, wurde unter Kaiser Trajan mit mehreren Gefährten nach Rom gebracht, wo er spätestens 117 im Flavischen Amphitheater den Martertod erlitt. – Von ihm sind sieben Briefe erhalten, in denen seine Sehnsucht nach dem Martyrium für Christus zum Ausdruck kommt. Seine Briefe geben aber auch Zeugnis davon, dass der Bischof authentischer Verkünder der Lehre, Verwalter der Sakramente und Leiter der Gemeinde in sozialen und materiellen Belangen ist. Ein Kollegium von Presbytern und Diakonen ist dem Bischof untergeordnet. Die Gemeinde von Rom besitzt nach ihm einen Vorrang im Glauben, in der Liebe und in der Aufsicht über verwaiste Gemeinden. Dargestellt in bischöflichen Gewändern als Greis mit Löwen im Amphitheater. – Patron gegen Halsweh, Grind.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Anselm

Anselm [Germ./Ahdt.: »der von Gott Beschützte«] vonWien OFM

Priester im »Franziskanerorden«, setzte sich eifrig für den Glauben gegen Neuerer ein. Nach einem heiligmäßigen Leben starb er am 17. Oktober 1535 in St.-Pölten.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Gallus

Gallus [Lat.: »der Gallier«]

Hl., geb. um 550 in Irland, kam 610 mit Kolumban von Luxeuil nach Alemannien. Nach vergeblichen Missionsversuchen in Tuggen (March) kamen die beiden Glaubensboten nach Arbon und Bregenz am Bodensee. Nach sechsjährigem Wirken in Bregenz und im Bodenseegebiet wanderte Kolumban weiter nach Italien, Gallus blieb krank in Arbon zurück. Wieder genesen, erbaute Gallus für sich und einen Gefährten eine Einsiedelei. Später gewann er noch weitere Gefährten für seine Zelle an der Steinach. Anträge, Bischof von Konstanz sowie Abt von Luxeuil zu werden, lehnte er ab. Im Alter von 95 Jahren soll Gallus um 640 gestorben sein. Er wurde in seiner Klause zwischen Altar und Chorwand bestattet. Aus seiner Einsiedelei entwickelte sich etwa achtzig Jahre später die Abtei St.-Gallen. Dargestellt im Mönchshabit mit Wanderstab oder in Einsiedlerkleidung mit Bär. – Patron des Bistums, der Stadt und des Kantons St.-Gallen; der Gänse und Hühner.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Hedwig von Schlesien

Hedwig von Schlesien

Hl., geb. 1174 als Tochter des Grafen Berthold IV. von Andechs und im Alter von 13 Jahren mit Herzog Heinrich I. von Schlesien vermählt. Ihrem Gatten, mit dem sie sieben Kindern das Leben schenkte, war sie eine kluge und geschickte Hilfe bei seinem Bemühen, in den schlesischen Landen das christliche Leben und den kulturellen Stand zu heben. Ihre Frömmigkeit und Mildtätigkeit werden ebenso gerühmt wie ihr Starkmut im Glauben, als sie im Leid geprüft wurde. Nach dem Tod ihres Gatten 1238 zog sie sich in das von ihr 1203 gestiftete Zisterzienserinnen-Kloster Teints zurück, wo sie alle Forderungen der Regel erfüllte, ohne jedoch selbst die Gelübde abzulegen. Hedwig starb am 15. Oktober 1243 und wurde in der Klosterkirche zu Trebnitz bestattet. Ihre Gebeine wurden am 25. August 1267 feierlich erhoben. Dargestellt in vornehmem Gewand mit Krone, Kirchenmodell, Almosen spendend. – Patronin Schlesiens, Polens, der Kathedrale von Berlin, der Brautleute.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Theresia von Ávila

Theresia von Jesus (Teresa von Ávila) OCarm

Hl., geb. am 28. März 1515 in Ávila, trat am 2. November 1535 in das Karmelitinnen-Kloster Menschwerdung in Ávila ein. Nach manchen Irrwegen, Hindernissen und Krankheiten erfuhr sie mystische Erlebnisse und legte 1560 das Gelübde ab, immer das Vollkommenere zu tun. Von nun an befolgte sie genau die Regel. Unter großen Schwierigkeiten und nur durch Vermittlung des Petrus von Alcántara konnte sie 1562 den Reformkonvent vom hl. Joseph gründen und unter Mitwirkung des Johannes vomKreuz bis 1578 noch mehrere Reformklöster errichten. Neuer Widerstand verhinderte die Weiterführung der Reform. Erst die 1580 vollzogene Lostrennung der Unbeschuhten eröffnete dem Reformwerk neue Aussichten. Doch Theresia konnte selbst nicht mehr dazu mitwirken. Am 4. Oktober 1582 starb sie in Alba de Tormes. Ihre Reliquien befinden sich in der dortigen Karmeliterkirche. – Die spanischen Stände erklärten sie 1617 zur Patronin Spaniens. In ihrem Buch »Die Seelenburg« hat Theresia das mystische Leben bis zur höchsterreichbaren mystischen Gottesvereinigung dargestellt. 1970 wurde sie zur Kirchenlehrerin erhoben. Dargestellt im Karmelitinnenhabit mit Geißel und Dornen, mit Herz, Pfeil und Taube, mit Schreibfeder und Buch, in mystischer Schau. – Patronin von Spanien; für ein innerliches Leben; in geistlichen Nöten; der Bortenmacher; gegen Kopf- und Herzleiden.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Aurelia

Aurelia

Sel., Reklusin bei St.-Emmeram/Regensburg, lebte hier nach der Legende über fünfzig Jahre und starb am 15. Oktober 1027. Das Hochgrab im Kreuzgang von St.-Emmeram stammt aus der 1. Hälfte des 14. Jhs. Dargestellt in der Kleidung einer Pilgerin.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Kalixtus I.

Kalixtus I.

Hl., ehemaliger Sklave, verwaltete als erster Diakon unter Papst Zephyrin (199–217) den Gemeindefriedhof (Kalixtus-Katakombe/Rom). 217 zum Papst erhoben, bekämpfte er die Irrlehren, milderte die Bußpraxis entgegen den Forderungen Hippolyts von Rom und soll die Kirchenmalerei eingeführt haben. Kalixtus starb 222 und wurde auf dem Coemeterium Calepodii beigesetzt. – Erst die Legende des 7. Jhs. berichtet von seinem Martyrium. 854 wurden seine Gebeine in die Abtei Cysoing bei Tournay übertragen. Dargestellt in päpstlicher Gewandung mit Tiara, Pallium, Palme, mit Mühlstein am Hals, mit Brunnen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Burkhard

Burkhard [Burghard]

[Ahdt.: »Burg« u. »hart, fest«] OSB, Hl., angelsächsischer Benediktinermönch, seit etwa 735 Gefährte des Bonifatius auf dem Festland. Dieser weihte Burkhard 741/742 zum Bischof von Würzburg. Burkhard gründete hier um 750 das Andreas-Kloster und erbaute den Salvatordom, in den er am 8. Juli 752 die Gebeine Kilians (gest. um 689) überführte. Burkhard starb 753/754, vielleicht in der Zelle Hohenburg im Odenwald. Seine Gebeine wurden unter Bischof Hugo (984–990) an einem 14. Oktober nach St.-Andreas übertragen. Dargestellt in bischöflichen Gewändern mit Kirchenmodell, mit Holunderstab. – Patron gegen Gliederkrankheiten, Rheumatismus, Steinleiden, Lendenschmerzen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Eduard

Eduard [Ags.: »Erbgut« u. »Hüter«] der Bekenner

Hl., geb. um 1003, wegen der Dänengefahr in der Normandie erzogen. 1042 wurde er englischer König. Er förderte klösterliche und kirchliche Einrichtungen. Er war als wohlmeinender, aber schwacher König den Parteistreitigkeiten zwischen Angelsachsen und Normannen nicht gewachsen. Eduard starb am 5. Januar 1066. – Seine Gebeine wurden am 13. Oktober 1163 durch Thomas Becket in die von Eduard erbaute Westminster-Abbey übertragen. Dargestellt in königlichen Gewändern mit Ring, Taube, auch Kranke heilend. – Patron von England; gegen Skrofeln.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Aurelia

Aurelia

Hl., wurde schon früh in Straßburg verehrt. An ihrem Grab in der ehemaligen Mauritiuskirche entwickelte sich im Mittelalter ein blühender Kult. Die Legende hat sie zu einer Gefährtin Ursulas von Köln (3. Jh.) gemacht. Doch ist sie vielleicht personengleich mit der schon zur Zeit des hl. Kolumban (um 543–614) in einer Kapelle in Bregenz verehrten Aurelia. Dargestellt in Jungfrauentracht mit Palme.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg