08. April 2020 Walter, Beate

Liborius Wagner

Liborius [Lat.: »der Freie«] Wagner

Sel., geb. 1593 in Mühlhausen/Thüringen, stammte aus einer evangelischen Familie. In Würzburg trat er unter dem Einfluss der Jesuiten 1623 zur katholischen Kirche über, wurde 1625 Priester und 1626 Pfarrer in Altenmünster bei Schweinfurt. Hier wirkte er mit klugem Eifer, um seine Gemeinde nach der Reformation zum katholischen Glauben zurückzuführen. 1631 fiel er in die Hand der Schweden, die ihn fünf Tage auf Schloss Mainberg marterten, weil er seinem katholischen Glauben nicht untreu werden wollte. Am 9. Dezember 1631 wurde er in Schonungen erstochen; seine Leiche warf man in den Main. Seine Gebeine ruhen heute in der Pfarrkirche in Heidenfeld. Dargestellt in Priesterkleidung mit Palme, Schwert oder Dolch.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Konstantin

Konstantin

(Sel.), Schüler Bernhards in Clairvaux, wurde Prior in Troisfontaines. Seit 1132 wirkte er als erster Abt in Orval. Er starb im Ruf der Heiligkeit am 8. Dezember 1145.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Ambrosius

Ambrosius [Griech.: »von unsterblicher Natur, göttlich«],

Hl., geb. um 339 in Trier als Sohn eines hohen Beamten, wurde nach dem frühen Tod seines Vaters für die staatsmännische Laufbahn in Rom ausgebildet und noch als Katechumene 374 zum Bischof vonMailand gewählt. Hier zeigte er sich als hervorragender Seelsorger. In seinen Predigten legte er den wahren Glauben gegenüber der Irrlehre des Arius und dem Heidentum dar. Im Gottesdienst führte er den Gesang der Hymnen ein, die das Volk durch abwechselnden Gesang mehr beteiligen sollten. Den gottgeweihten Jungfrauen, auch den in die Irre Gegangenen bot er Hilfe und Unterstützung. Auch für die leiblichen Nöte der Armen sorgte er mit hingebender Liebe. Dem Staat gegenüber vertrat Ambrosius die Selbstständigkeit der Kirche, die in Glaubensfragen allein zu entscheiden habe. Auch die Kaiser mussten sich als Christen den Moralgesetzen der Kirche unterwerfen. So verlangte Ambrosius von Kaiser Theodosius, dass er nach dem Blutbad von Thessalonike Kirchenbuße leistete. Seine zahlreichen Schriften zu Gebieten des Glaubens, der Katechese, die erhaltenen 91 Briefe sowie die von ihm gedichteten Hymnen ließen Ambrosius zu einem der Wegbereiter der mittelalterlichen christlichen Kultur werden. Er starb am 4. April 397 in Mailand und wurde unter dem Altar seiner Basilika bestattet. – Ambrosius ist einer der vier großen lateinischen Kirchenlehrer. Sein Festtag ist der Jahrestag seiner Bischofsweihe, der 7. Dezember. Dargestellt in bischöflichen Gewändern oder in der Tracht eines Lehrers oder als Kirchenvater, mit Bienenkorb, Kirchenmodell und Reliquienkästchen. – Patron der Imker, Wachszieher, Lebkuchenbäcker, Bienen, Haustiere.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Nikolaus von Myra

Nikolaus [Griech.: »Sieger im Volk«]

Hl., ist wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 4. Jhs. Bischof von Myra gewesen. Ein Kranz von Legenden überdeckt seinen Lebensweg. Sein Kult ist seit dem 6. Jh. in Myra und Byzanz nachweisbar. Im 9. Jh. wurde Nikolaus auch inUnteritalien und Romverehrt. Bald drang sein Kult, gefördert durch die Kaiserin Theophanu, im 10. Jh. auch nach Deutschland, Frankreich und England. Die Überführung seiner Gebeine 1087 von Myra nach Bari brachte eine Hochblüte des Kults in ganz Europa. Da die Legende ihn als Retter in Schwierigkeiten vieler Art schilderte, wird er als Helfer in allen Nöten angerufen. Ganz besonders gilt Nikolaus als Freudenbringer für die Kinder. In Lothringen wird er als Landespatron verehrt. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Anker oder Schiff, mit Bottich mit drei Knaben; mit Geldbeutel der Münzen, die er drei Mädchen in einer Hütte reicht; mit drei Broten oder Goldstücken oder Äpfeln. – Patron der Richter, Rechtsanwälte, Notare, Schreiber, Kinder, Schüler, Chorknaben, Jungfrauen, Reisenden, Pilger, Fährleute, Schiffer, Matrosen, Fischer, Flößer, Kaufleute, Apotheker, Parfümfabrikanten und -händler, Müller, Korn- und Samenhändler, Metzger, Weber, Leineweber, Tuchscherer, Spitzen- und Tuchhändler, Knopfmacher, Steinbrucharbeiter, Steinmetzen, Bierbrauer, Schnapsbrenner, Weinhändler, Wirte; für glückliche Heirat, Befreiung von Gefangenen, Wiedererlangung gestohlener Dinge; gegen irrige Urteile, Wassergefahren, Seenot, Diebe.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Anno

Anno [Ahdt.: »der wie ein Adler herrscht«]

Hl., geb. um 1010 aus schwäbischem Geschlecht, wurde nach dem Studium an der Domschule Bamberg um 1054 Propst in Goslar, 1056 Erzbischof von Köln. Er erweiterte das Gebiet des Erzstiftes und sicherte den Besitz durch Gründung von Klöstern, die er mit Reformmönchen besetzte. Ebenfalls errichtete er Stifts- und Pfarrkirchen. Armen gegenüber war er freigiebig. Die Kölner Bürger aber, die sich 1074 gegen seine Herrschaft auflehnten, strafte er streng. Nach dem Staatsstreich von Kaiserwerth 1062 war Anno mehrere Jahre Reichsverweser für den minderjährigen Heinrich IV. Anno starb am 4. Dezember 1075 in Köln und wurde in seiner Lieblingsgründung Siegburg beigesetzt. – Seine Reliquien befinden sich dort in dem kostbaren Annoschrein des 12. Jh. Seine Zeitgenossen sowie das bald nach seinem Tod entstandene Annolied rühmen ihn als die Blüte und das Licht Deutschlands. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit einem oder fünf Kirchenmodellen. – Patron gegen Gicht.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Reginhard

Reginhard

Hl., Stiftspropst an St.-Kassius in Bonn, wurde 1025 Bischof von Lüttich. Er war eifrig in seinem Hirtenamt, wohltätig gegenüber Armen und mild gegenüber Irrlehrern. Er starb am 5. Dezember 1037. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Mitra und Stab.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Barbara

Barbara [Griech.: »die Fremde«]

Hl., wurde als jungfräuliche Märtyrin in Nikomedien verehrt. Ihr Martyrium wird in die Zeit der Christenverfolgung des Kaisers Maximinus Daja (305–313) verlegt. Die romanhafte Legende berichtet, der heidnische Vater habe sie in einen Turm gesperrt. Dort sei sie auf wunderbare Weise durch die Eucharistie gestärkt worden. Dann habe der Vater die Tochter, die ihren Glauben nicht verleugnen wollte, dem Gericht ausgeliefert, das Barbara nach grausamer Marterung zum Tode verurteilte. – Barbara gehört zum Kreis der VierzehnNothelfer. Dargestellt in vornehmer Jungfrauengewandung, mit Palme, Krone, Schwert, Fackel, mit dreifenstrigem Turm, Kelch und Hostie, mit Straußenfedern und Kanonenrohr. – Patronin der Bergleute, Gefangenen, Architekten, Glöckner, Glockengießer; Türme, Artillerie; Hutmacher, Köche; gegen Gewitter, Feuergefahren, Fieber, Pest, jähen Tod; um Gnade der Wegzehrung in der Todesstunde.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Adolph Kolping

Adolph [Ahdt.: »edler Wolf«] Kolping

Sel., geb. am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln, stammte aus einer kinderreichen Tagelöhnerfamilie. Nach Erlernen des Schuhmacherhandwerks erfuhr er in mehreren Werkstätten hautnah das Elend der Handwerksgesellen. Nach mühevollem Studium wurde er 1845 Priester. Als Domvikar in Köln gründete er 1849 einen Gesellenverein nach dem Elberfelder Vorbild. Auf zahlreichen Reisen sowie durch Wort und Schrift trat er für die Idee der Gesellenvereine ein, die sich in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Nordamerika verbreiteten. Seine Ziele waren Wecken des Familiengeistes, Erziehung zu Ehrenhaftigkeit und Berufstüchtigkeit. Der »Gesellenvater« starb am 4. Dezember 1865 in Köln und ruht in der dortigen ehemaligen Minoritenkirche. – Seligsprechung am 27. Oktober 1991. Dargestellt in Priesterkleidung, umgeben von jungen Gesellen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Emma

Emma [Imma] von Lesum

(Hl.), Gemahlin des sächsischen Grafen Liudger und Schwester Bischof Meinwerks von Paderborn, wurde nach dem Tod ihres Gatten eine große Wohltäterin der Kirche von Bremen, wo seit 1013 ihr Verwandter Unwan Bischof war. In Stiepel bei Bochum gründete sie die (spätere Wallfahrts-)Kirche. Bei Zwistigkeiten und Feindschaften war sie als eine gerechte Friedensvermittlerin gesucht. Emma starb am 3. Dezember 1038. Sie wurde beigesetzt im Dom von Bremen. Reliquien befanden sich auch in der Abteikirche Werden an der Ruhr.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Franz Xaver

Franz Xaver SJ

Hl., geb. 1506 auf Schloss Javier in Navarra (span.-franz.), studierte seit 1525 in Paris, schloss sich hier 1533 Ignatius von Loyola an, empfing 1537 die Priesterweihe und half 1539 Ignatius in Rom bei dem Entwurf der Ordenssatzung für die »Gesellschaft Jesu«. 1541 fuhr Franz als Päpstlicher Legat nach Ostindien, wo er in Goa, bei den Perlfischern, dann in Travancore, Malakka und auf den Molukken segensreich und mit großem Erfolg wirkte. 1549–1552 weilte er in Japan, wo er ebenfalls christliche Gemeinden gründete. 1552 nach Goa zurückgekehrt, wollte er nunmehr das Evangelium in China verkünden. Doch auf der Reise dorthin ereilte ihn am 3. Dezember 1552 auf der Insel Sancian bei Kanton der Tod. Seine Reliquien befinden sich seit 1554 in Goa, der rechte Unterarm seit 1615 in Rom. Dargestellt in Jesuitentalar mit Kreuz in der Hand, beim Predigen oder Taufen. – Patron der Missionare, aller Missionen (seit 1927), der Seefahrer; gegen Sturm, Pest; für eine gute Sterbestunde.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Bibiana

Bibiana

Hl., hat nach der legendarischen Lebensbeschreibung unter Kaiser Julian (361–363) das Martyrium erlitten. Papst Simplicius (468–483) weihte ihr zu Ehren eine Kirche. Hierdurch ist ihr Kult in Rom für die 2. Hälfte des 5. Jhs. bezeugt. Dargestellt als jugendliche Märtyrin an der Geißelsäule mit Geißeln, Dolch und Palme. – Patronin gegen Kopfweh, Krämpfe, Epilepsie, Trunksucht, Unfälle.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Luzius

Luzius

Hl., gehörte dem Stamm der Pritanni im nördlichen Churrätien/Schweiz an. Im 5./6. Jh. war er als Glaubensbote bei der zum Teil noch heidnischen Bevölkerung in der Umgebung von Chur tätig. In karolingischer Zeit wurden seine Gebeine in die ihm zu Ehren erbaute Ringkrypta von St.-Luzi/Chur überführt. – Die Legende des 9. Jhs. machte Luzius zu einem König von Britannien, der bei der Verkündigung des Evangeliums in Chur den Martertod erlitten hat. Dargestellt in königlichen Gewändern mit Krone, Reichsapfel, Schwert, Buch und Pflug. – Patron von Stadt und Bistum Chur.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Natalie

Natalie [Lat.: »die an Weihnachten Geborene«]

Hl., war nach der Legende Gattin Hadrians, eines römischen Offiziers, der in der Christenverfolgung Kaiser Maximians (Anfang 4. Jh.) den Martertod erlitt. Natalie soll sich dann beim Grabe ihres Gatten niedergelassen haben bis zu ihrem Tod nach 300. Dargestellt in römischer Witwentracht mit Grab.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Blanka

Blanka

Hl., geb. 1188 als Tochter Königs Alfons IX. von Kastilien, seit 1200 vermählt mit König Ludwig - VIII. von Frankreich, erzog ihren Sohn Ludwig IX. zu einem vorbildlichen Christen und Herrscher. Nach dem frühen Tod ihres Gatten 1226 führte sie mit fester Hand die Regierung bis 1235, dann später nochmals, während Ludwig seinen Kreuzzug ausführte. Sie starb am 1. Dezember 1252 in dem von ihr gegründeten Zisterzienserinnen-Kloster Maubuisson/Frankreich. Dargestellt in königlichem Ornat.

 

 

 

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3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Charles de Foucauld

Charles de Foucauld

geb. 1858 in Straßburg, zuerst Offizier und Erforscher Marokkos, wurde 1886 Trappist in Frankreich und Syrien, Einsiedler in Nazaret und 1901 Priester. Er ging dann in die Sahara, wo er in Armut im Geist des Evangeliums lebte und sich der Armen annahm. Am 1. Dezember 1916 wurde er in Tamanrasset/Tunesien durch Tuaregs erschossen. Auf ihn geht die Gründung der »Kleinen Brüder und Schwestern Jesu« (des Charles de Foucauld) zurück.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Andreas

Andreas [Griech.: »der Mannhafte«]

Hl., stammte aus Betsaida in Galiläa und war später mit seinem Bruder Simon Petrus in Kafarnaum ansässig. Andreas war zuerst Jünger des Täufers Johannes, ging aber auf dessen Wink zu Jesus, dem er auch seinen Bruder zuführte. Nach dem Wunder des reichen Fischfanges schloss sich Andreas Jesus ganz an. Nach der Überlieferung predigte Andreas den Glauben im Gebiet des Schwarzen Meeres sowie in Thrakien und Griechenland. Hier erlitt er in Patras/Achaia am 30. November 60 den Tod an einem schrägen Kreuz. – Seine Reliquien kamen 356 in die Apostelkirche nach Byzanz, 1208 nach Amalfi, das Haupt 1462 nach Rom. Letzteres wurde 1964 durch Papst Paul VI. nach Patras zurückgegeben. Dargestellt als Apostel mit Buch und Andreaskreuz. – Patron Russlands, Achaias und Schottlands; der Fischer, Fischhändler, Bergleute, Seiler,Metzger; für Kindersegen, Ehevermittlung, Eheglück, gutes Wetter; gegen Gicht, Krämpfe, wehen Schlund, Rotlauf (Andreas-Krankheit).

 

 

 

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Verlag Herder, Freiburg

Gerwald

Emming [Emmig]

[Ahdt.: »Stamm der Amaler« u. »stark sein«], Hl., Graf im Lerigau, Gerwald [Ahdt.: »Speer« u. »herrschen«], Hl., Angelsachse, und Folkard [Fulkhard], [Ahdt.: »Volk« u. »hart«], Hl., waren Gehilfen Willehads bei der Verkündigung des Glaubens in Dithmarschen und im Sachsenland. Sie alle erlitten 782 mit anderen Gefährten den Martertod durch die Sachsen. Ihre kultische Verehrung in Bremen ist in der Reformation untergegangen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Jutta

Jutta [Julitta]

[Hebr.: »die Judäerin, Jüdin«] OCist, Sel., erste Äbtissin des vor 1222 gegründeten Zisterzienserinnen-Klosters Heiligental/Unterfranken. Sie starb vor 1251 und wurde vor dem Hochaltar der Klosterkirche begraben. – Bald gab es eine Wallfahrt, bei der die Kranken aus einer Schale tranken, die mit einer Armreliquie zusammengefasst war. 1579 kam diese Schale in das Juliusspital von Würzburg, wo sie verschollen ist.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Christine

Christine [Griech./Lat.: »die Christin«] OPraem

entstammte einem nassauischen Vasallengeschlecht aus dem Raum um Wiesbaden und wurde in jungen Jahren Chorfrau im Prämonstratenserinnen-Stift Retters/Taunus. Nach einer Zeit großer seelischer Qualen wurde sie begnadet durch das Miterleiden der Passion Jesu und durch übernatürliche Schau. In ihren letzten Lebensjahren pflegte sie Arme und Kranke im Krankenhaus ihres Klosters. Christine starb im Alter von 22 Jahren um 1291.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Berta von Bingen

Berta [Ahdt.: »glänzend, berühmt«],

Hl., Mutter Ruperts von Bingen, lebte im 8. Jh. Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der Kapelle auf dem Rupertsberg. – Ihr Kult blühte noch im 17./18. Jh. in Eibingen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg