Gunther

Gunther

Hl., war nach der Legende ein Sohn Herzog Tassilos III. von Bayern, des Gründers der Abtei Kremsmünster/Österreich (777). Gunthers Grab soll in der Abtei Melk sein.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Oda

Oda

Hl., soll als Einsiedlerin an dem später nach ihr Sint-Oden-Roey genannten Ort in Südbrabant gelebt haben. Ihre Lebensbeschreibung aus dem 12. Jh., die aber teilweise auf örtlicher Überlieferung fußt, lässt Oda irischer Herkunft sein und bringt sie mit der Gründung der Abtei Rolduc/Klosterrath in Verbindung. Oda starb um 726. Dargestellt in vornehmer Kleidung mit Krone und Taube.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Bilhild

Bilhild

Hl., soll in Veitshöchheim/bei Würzburg geboren und Gattin des Thüringenherzogs Hetan gewesen sein. Als Witwe soll sie dann Anfang des 8. Jhs. in Mainz das Kloster Altmünster mit Unterstützung ihres Onkels, des Erzbischofs Sigibert, gegründet haben. Ihr Kult ist im 9. Jh. bezeugt. Der Hauptteil der Reliquien befindet sich heute in St.-Emmeram/Mainz. Dargestellt im Äbtissinnengewand, bisweilen auch im Fürstenhermelin, mit Kirchenmodell sowie bei der Pflege von Kranken.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Konrad

Konrad [Ahdt.: »kühner Ratgeber«]

Hl., geb. um 900, stammte aus dem Welfengeschlecht. Nach seinem Studium in St.-Gallen und an der Domschule Konstanz wurde er 934 Bischof von Konstanz. Er war ein ausgezeichneter Verwalter des Bistums und beschenkte Kirchen und Klöster reich. Mit Ulrich von Augsburg verband ihn enge Freundschaft. Dreimal pilgerte er ins Heilige Land. 948 weihte er die erste Kirche in Einsiedeln. Konrad starb am 26. November 975. – Seine Gebeine, ursprünglich in der Mauritiuskirche beigesetzt, wurden wahrscheinlich 1089 in das Konstanzer Münster übertragen. In der Reformation wurden die Reliquien 1526 in den Bodensee geworfen. Das Haupt wurde gerettet und befindet sich jetzt im Münsterschatz. – Im deutschen Regionalkalender sowie in den Bistümern Rottenburg-Stuttgart und St.-Gallen wird am heutigen Tag auch das Gedächtnis Gebhards von Konstanz begangen. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Kelch und Spinne. – Patron des Erzbistums Freiburg i. Br.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Ida

Ida [Germ./Ahdt.: »schützende Frau«] OSB

Sel., Tochter des Pfalzgrafen Erenfrid und der Kaisertochter Mathilde. Ihr Bruder war Erzbischof Hermann II. von Köln, ihre Schwester Richeza Königin von Polen. Ida war Äbtissin von St.-Maria im Kapitol/Köln und starb um 1060. Ihr Grab befindet sich in der dortigen Krypta.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Katharina

Katharina [Griech.: »die allzeit Reine«]

Hl., soll zur Zeit des Kaisers Maxentius (305–312) in Alexandrien das Martyrium erlitten haben. Ihr Leben und Sterben ist geschichtlich nicht zu fassen. – Die Legende berichtet, dass Katharina in einer Disputation fünfzig heidnische Gelehrte besiegt habe. Da das Rad zerbrach, auf dem sie gerädert werden sollte, wurde sie mit dem Schwert enthauptet. Ihr Leichnam wurde von Engeln auf den Sinai getragen, wo Kaiser Justinian I. später (557?) das berühmte Katharinen-Kloster erbaute. – Seit dem 8. Jh. ist die Verehrung Katharinas auch im Westen nachweisbar. Katharina soll vor ihrem Tod bei Gott Fürbitte eingelegt haben für alle, die ihren Namen anrufen würden. Da Gott dieses Gebet erhörte, liegt hierin wohl ein Grund für die schnelle Ausbreitung des Kultes in Europa und ihre Aufnahme in den Kreis der Vierzehn Nothelfer. Dargestellt in der vornehmen Kleidung einer Königstochter mit Krone, Kreuz, Palme, Buch, Schwert und Rad. – Patronin der Jungfrauen, Ehefrauen, Hochschulen, Philosophen, Gelehrten, Bibliotheken, Lehrer, Studenten, Schüler, Redner, Buchdrucker, Spinnerinnen, Tuchhändler, Gerber, Schuhmacher, Wagner, Müller, Friseure, Schiffer; bei Migräne, Krankheiten der Zunge; zur Auffindung Ertrunkener.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Egbert

Egbert OSB

Sel., Mönch in der Reformabtei Gorze/Lothringen. 1047 berief ihn Bischof Adalbero von Würzburg zum Abt von Münsterschwarzach, um hier die Reform zu festigen. Durch seine Mönche verbreitete er den Erneuerungsgedanken im Maingebiet, Sachsen und Österreich. 1056 übertrug ihm Adalbero die Gründung des Klosters Lambach. Auch an der Stiftung der Klöster St.-Burkhard Würzburg, Michaelsberg/Siegburg und Neustadt war Egbert beteiligt. Er starb am 25. November 1076/77.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Niels Stensen

Niels Stensen [Nikolaus Stenonis]

[Griech.: »Sieger im Volk«], Sel., geb. Anfang Januar 1638 in Kopenhagen, wurde nach Abschluss seines Medizinstudiums 1664 in Leiden/Niederlande zum Dr. med. promoviert. Als Arzt und Forscher weilte er dann in Paris und Florenz. Nach seiner Konversion 1667 wurde er 1675 Priester, 1677 von Papst Innozenz XI. zum Apostolischen Vikar der nordischen Mission ernannt und erhielt in Rom die Bischofsweihe. Nach zweijährigem Wirken in Hannover wurde Stensen 1680 Weihbischof in Münster, wo er ein Förderer der katholischen Reform war. Seit 1683 wirkte er in Hamburg und starb am 5. Dezember 1686 in Schwerin. Seine Gebeine wurden 1687 in die Gruft der Mediceer in Florenz übertragen und dort 1953 erhoben. – Nils Stensen war ein bedeutender Anatom und Geologe, ferner Begründer der Kristallkunde. Als Priester und Bischof war er unermüdlich tätig und führte ein opferbereites, heiligmäßiges Leben. – Seligsprechung am 23. Oktober 1988.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Flora

Flora

Hl., lebte als Jungfrau in Córdoba/Spanien. Während der Christenverfolgung durch die Araber im 8. Jh. wurde sie nach langer Kerkerhaft mit dem Schwert getötet. Dargestellt als jungfräuliche Märtyrin mit Palme, Kreuz und Schwert.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Albert von Löwen

Albert [Ahdt.: »von glänzender Abstammung«] von Löwen

Hl., geb. um 1166 aus dem Haus Brabant, wurde Archidiakon von Lüttich und am 8. September 1191 in zwiespältiger Wahl gegen Albert von Rethel zum Bischof von Lüttich gewählt. Albert von Löwen reiste nach Rom, wo er von Papst Cölestin III. bestätigt wurde. Da Lüttich ihn nicht aufnahm, wurde Albert 1192 in Reims zum Bischof geweiht, dort aber am 24. November 1192 von Lütticher Ministerialen ermordet. Dargestellt in bischöflichen Gewändern oder Kardinalstracht, mit Palmzweig, einem oder drei Schwertern, mit Wappen von Brabant.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Detlev

Detlev [Ahdt.: »Volk« u. »Erbe«] von Parkentin OPraem

stammte aus einem Mecklenburgischen Adelsgeschlecht und wurde »Prämonstratenser« in Ratzeburg/Holstein. 1395 wurde er Bischof von Ratzeburg. Er war freigiebig und lebte selbst sehr einfach. Detlev starb am 23. November 1419.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Cäcilia

Cäcilia [Lat.: »die Trübäugige«]

Hl., wurde nach der Ende des 5. Jhs. entstandenen Legende mit ihrem Verlobten Valerian und dessen Bruder Tiburtius enthauptet. Der Zeitpunkt des Todes ist ungewiss. – In der Kirche in Trastevere/Rom wurde 545 das Gedächtnis Cäcilias am 22. November begangen. Wahrscheinlich war Cäcilia die Stifterin dieser Kirche. Papst Paschalis I. ließ um 820 die angeblichen Gebeine Cäcilias aus der Prätextatus-Katakombe nach Trastevere übertragen. Dargestellt in römischer Jungfrauenkleidung mit ihrem Verlobten und einem Engel, mit Schwert undWunde am Hals, mit Orgel oder anderen Musikinstrumenten. – Patronin der Kirchenmusik, der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, Sänger, Musiker, Dichter.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Johannes von Meißen

Johannes [Hebr.: »Jahwe ist gnädig«] von Meißen OFM

Priester des »Franziskanerordens«, wurde Leiter der von der österreichischen Provinz abgetrennten böhmischen Observantenprovinz. Nach einem heiligen Leben, das durch Wunderkräfte begnadet war, starb er 1492 in Olmütz oder Beuthen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Korbinian

Korbinian

Hl., wurde wahrscheinlich um 680 bei Melun geboren. Anlässlich einer Romreise kam er nach Bayern, damals war er bereits Bischof. In Kains bei Mais-Meran gründete er ein kleines Kloster mit eigener Regel. Doch wirkte er auf Bitten des Herzogs Grimoald als Bischof in Freising. Als Korbinian die unrechtmäßige Ehe Grimoalds mit Pilitrud verurteilte, musste er nach Kains fliehen. Doch Grimoalds Nachfolger Hugibert holte Korbinian ehrenvoll zurück. Korbinian starb am 8. September um 720/730. – Sein Leib, zuerst in der Zenoburg bei Meran bestattet, wurde 765 von Bischof Arbeo nach Freising übertragen. Im Bistum Bozen-Brixen wird das Gedächtnis Korbinians am 9. September begangen. Dargestellt in Mönchshabit, Abtskleidung, Priestergewand oder bischöflichem Ornat mit Buch, Kirchenmodell, mit Bär, der ein Lastenbüdel trägt. – Patron des Erzbistums München und Freising.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Edmund

Edmund [Aengl.: »der durch Besitz Mächtige«]

Hl., geb. um 840, war seit 855 König der Ostangeln. Bei einem Einfall der heidnischen Dänen 870 wurde er gefangen genommen. Da er sich weigerte, seinen Glauben zu verleugnen, wurde er gegeißelt, mit Pfeilen durchbohrt und zuletzt enthauptet. Seine Gebeine kamen 903 in die Abtei Bury St.-Edmund’s, die sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort entwickelte. Dargestellt in königlichen Gewändern oder in Ritterrüstung mit königlichen Insignien, mit Bär, Baum, Pfeilen, Wolf. – Patron gegen Pest.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Bernward

Bernward [Ahdt.: »Bär« u. »Hüter«] OSB

Hl., geb. um 960, entstammte sächsischem Adel. Um 975 begann er sein Studium an der Domschule Hildesheim und empfing anschließend in Mainz durch Erzbischof Willigis die höheren Weihen. 987 wurde ihm die Erziehung Ottos III. anvertraut. 993 zum Bischof von Hildesheim berufen, war Bernward um die Bildung des Klerus, die Seelsorge und die Verwaltung der Diözese bemüht. Durch Reisen im Dienst des Reiches nach Italien, Flandern und Frankreich erhielt er neue künstlerische Anregungen, durch die er die Hildesheimer Werkstätten für alle Künste zu hoher Blüte führte. Bernward gründete St.-Michael in Hildesheim als erstes Männerkloster seines Bistums. Am 11. November 1022 nahm er noch selbst das Gewand des hl. Benedikt. Wenige Tage später, am20. November 1022, starb Bernward. Er wurde in der Krypta von St.-Michael in einem selbst entworfenen Sarkophag beigesetzt. – Als erster Sachse wurde er am 21. Dezember 1192 heilig gesprochen. Nach der Säkularisation 1803 kam der größere Teil seiner Reliquien in die Magdalenenkirche. Haupt und rechter Arm befinden sich im Dom. Dargestellt in bischöflichen Gewändern mit Hammer, Kelch, Kreuz. – Mitpatron des Bistums Hildesheim; Patron der Goldschmiede.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Elisabeth

Elisabeth [Hebr.: »Gott hat geschworen« od. »Gott ist vollkommen«]

Hl., geb. 1207 als Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und seiner Gemahlin Gertrud von Andechs, wurde im Alter von 1 Jahr mit dem späteren Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verlobt und 1211 nach Thüringen gebracht, wo sie von der frommen Landgräfin Sophie erzogen wurde. 1221 heiratete Elisabeth Ludwig und schenkte mit ihm in glücklicher Ehe drei Kindern das Leben: dem späteren Landgrafen Hermann, Sophie, die Herzogin von Brabant wurde, und Gertrud, später Meisterin von Altenberg. Als Ludwig beim Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. am 11. Juli 1227 in Italien gestorben war, wurde Elisabeth von ihrem Schwager Heinrich Raspe ihres Wittums beraubt, musste die Wartburg verlassen und geriet in größte Not. Ihre Verwandten und ihr Beichtvater Konrad von Marburg zwangen Heinrich, Elisabeth eine Abfindung zu geben. Mit diesen Gütern gründete sie ein Spital in Marburg, wo sie die Armen und Kranken pflegte. 1228 legte Elisabeth das Gelübde der Armut und Weltentsagung ab und wurde »Franziskaner-Terziarin«. Ganz erfüllt vom Geist des hl. Franziskus wollte sie in der Nachfolge Christi leben und auch sein Leiden und Kreuz auf sich nehmen. Unter tiefer Selbsterniedrigung lebte sie den Werken der Buße und der Nächstenliebe. Am 17. November 1231 gestorben, wurde sie am 19. desselben Monats in der Kapelle des Franziskushospitals beigesetzt und bereits am 27. Mai 1235 heilig gesprochen. – Zur gleichen Zeit wurde mit dem Bau der Elisabethkirche begonnen, wohin später ihre Gebeine in einen kostbaren Schrein übertragen wurden. Landgraf Philipp von Hessen entnahm 1539 die Reliquien, um ihre Verehrung zu beenden. Seit dieser Zeit ist der Großteil der Reliquien verschollen. Das Haupt Elisabeths wird in der Klosterkirche St.-Elisabeth inWien, Landstraßer Hauptstraße, verehrt. Nach der Erhebung der Gebeine Elisabeths wurde eine Reliquie dem Kloster Altenberg bei Wetzlar gegeben, wo ihre jüngste Tochter Gertrud erzogen wurde. Seit der Säkularisation wird diese Reliquie in der jetzigen Pfarrkirche von Sayn aufbewahrt. Andere Reliquien kamen 1270 in den Dom von Halberstadt. Eine kleine Reliquie befindet sich im Dom von Udine. Der Überlieferung nach befinden sich Teile ihres Brautkleides, ein Brustkreuz und eine Pax-Tafel im Heiligtumschatz von Kloster Andechs. Dargestellt als junge Frau in fürstlichen Gewändern oder in schlichter Kleidung, Armen die Füße waschend oder Almosen spendend, mit Korb voller Rosen, Weinkrug, Kirchenmodell. – Patronin von Thüringen und Hessen, des Deutschen Ordens, der Caritasvereinigungen; der Bäcker, Spitzenmacherinnen, Witwen, Waisen, unschuldig Verfolgter, Bettler, aller Notleidenden.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Mechthild

Mechthild [Ahdt.: »die machtvolle Kämpferin«] OCist

Sel., geb. 1241, entstammte dem Geschlecht der Edlen von Hackeborn. Unter der Leitung ihrer Schwester Gertrud, Äbtissin von Helfta, erhielt Mechthild eine sorgfältige Ausbildung, übernahm die Klosterschule und wurde Vorsängerin im Chor. Ihre mystischen Erlebnisse wurden zunächst ohne ihr Wissen aufgezeichnet. Nach ihr sollen Liebe und Lob Gottes durch die Benutzung aller Sinne zu Gott hin geschehen. Durch Gebete und Übungen wirkte sie nachhaltig auf die Förderung der Herz-Jesu-Verehrung. Mechthild starb am 19. November 1299. Dargestellt im Zisterzienserinnenhabit mit Herz, Buch und Taube.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Odo von Cluny

Odo OSB

Hl., geb. in Aquitanien um 878/879 und am Hof Wilhelms von Aquitanien erzogen. 927 übernahm er als zweiter Abt die Leitung von Cluny, das er zum Mittelpunkt einer Reformbewegung machte. 937 waren ihm schon siebzehn andere Klöster unterstellt. Seine strenge Askese wetteiferte mit seiner Güte und Freigebigkeit. Odo starb am 18. November 942 in Tours und wurde dort in der Klosterkirche Saint-Julien bestattet. – Seit den Hugenottenkriegen (1562–1598) ruhen die Reliquien in Isle-Jourdain. Dargestellt im Abtsgewand mit Buch, auch Arme bedienend. – Patron der Musiker; für Regen, gegen Dürre.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Gertrud von Helfta

Gertrud [Ahdt.: »mutig« u. »treu«] d. Gr. von Helfta OCist

Hl., geb. am 6. Januar 1256, erhielt unter der Äbtissin Gertrud von Hackeborn im Kloster Helfta eine gute humanistische Ausbildung. Seit 1218 lebte sie in inniger Christusverbundenheit. Ihre mystischen Erlebnisse begann sie seit 1289 aufzuschreiben und zu verkünden. Gertruds Schriften enthalten zahlreiche Hinweise auf ihre eucharistische Mystik und eine tiefe Herz-Jesu-Verehrung. Sie starb wahrscheinlich am 13. November 1302. – Die Nachwelt gab der hoch begnadeten Mystikerin den Beinamen »die Große«. Dargestellt im Äbtissinnengewand mit flammendem Herzen, Kruzifix, Buch und Schreibfeder. – Patronin von Peru.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg