26. Mai 2020 Bruno , Augustin

Sigfrid

Sigfrid [Sigurd]

[Ahdt.: »Sieg« u. »Hüter«], Hl., warMönch in Glastonbury/England. Er ging als Bischof nach Norwegen, wo er unter König Olaf Haraldsson den Glauben verkündete. In Schweden taufte Sigfrid König Olaf Erikson; doch musste er sich vor der Gegnerschaft der Bewohner am Mälarsee in das südliche Gotland zurückziehen. Hier konnte er in Skara einen Bischofssitz errichten. Nach weiterem Wirken in Norwegen war er zuletzt in der südschwedischen Provinz Värend tätig. Hier ereilte ihn nach der nordischen Überlieferung am 15. Februar 1030 der Tod. Sein Grab wurde in Växjö schon früh verehrt, die Gebeine in der Reformation vernichtet. Dargestellt als Bischof, bisweilen mit Kübel, in dem sich drei abgeschnittene Köpfe befinden; auch mit Schiff und Teufel. – Patron von Schweden.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Drutmar

Drutmar [Trudmar] OSB

Sel. (Hl.), lebte als Mönch in dem Reichskloster Lorsch. Kaiser Heinrich I. setzte ihn 1014 zum Abt von Corvey ein. Die Mönche sahen ihn anfangs mit Misstrauen entgegen. Doch sein Wissen und seine Kenntnisse, seine Sorge für dasWohl der Abtei sowie seine Frömmigkeit und seine Regeltreue versöhnten sie mit dem aufgezwungenen Abt. Drutmar starb am 15. Februar 1046. Um 1100 wurden seine Gebeine erhoben.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Valentin

Valentin

Hl., Bischof von Terni, erlitt 268/269 den Tod um des Glaubens willen. Über seinem Grab an der Via Flaminia in der Nähe von Terni wurde im 8. Jh. eine Kirche errichtet. Um die Mitte des 5. Jh. erwähnte das »Martyrologium Hieronymianum« bereits das Gedächtnis Valentins am 14. Februar. Reliquien befinden sich in Worms in der Liebfrauenkirche und in Kiedrich im Rheingau. Dargestellt als Bischof mit Hahn, mit Krüppeln oder Epileptikern. – Patron der Jugend, Reisenden, Imker; für gute Verlobung und Heirat; gegen Ohnmachtsanfälle, »fallende« Krankheit, Pest.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Cyrill

Cyrillus [Griech.: »der rechte Herr«]

Hl., und Methodius [Griech.: »vernünftiges Überdenken«], Hl., waren Brüder und stammten aus Thessaloniki. Beide beherrschten die in Mazedonien verbreitete slawische Sprache. Sie reisten 860 als Glaubensboten im Auftrag des byzantinischen Kaisers zu den Chasaren. In Cherson fanden sie Reliquien des Papstes Clemens I., die sie später nach Rom brachten. 863 sandte sie Kaiser Michael III. nach Mähren. Hier schuf Cyrillus ein slawisches Alphabet und übersetzte Texte der Heiligen Schrift und der Liturgie. Mit Glaubensboten der lateinischen Kirche, die bereits im großmährischen Reich wirkten, ergaben sich hier erste Schwierigkeiten, die sich 866 in Pannonien fortsetzten, wo Cyrillus und Methodius slawische Texte benutzten, die in Salzburg und Aquileja angefertigt worden waren. Die beiden Brüder traten in Rom dafür ein, dass auch das Slawische als liturgische Sprache anerkannt wurde, und fanden 867 die Billigung Papst Hadrians II. In Rom erkrankte Cyrillus, starb am 14. Februar 869 und wurde in der Kirche des hl. Clemens beigesetzt. Hadrian II. ernannte darauf Methodius zum Erzbischof von Pannonien und Mähren und zum Legat des Apostolischen Stuhles bei den Slawen. – Erzbischof Adalwin von Salzburg und seine Suffragane betrachteten Pannonien und Mähren als ihr Missionsgebiet und verurteilten Methodius auf der Synode in Regensburg 870 zur Verbannung nach Ellwangen. Papst Johannes VIII. erreichte 873 die Freilassung des Methodius. Aber er schränkte seine Befugnisse ein und stellte ihm den Suffraganbischof Wiching mit Sitz in Nitra zur Seite. Unter der direkten Leitung Roms, unabhängig von der fränkischen Reichskirche, sollte sich der Aufbau des kirchlichen Lebens in den gleichberechtigten lateinischen und slawischen Kirchensprachen vollziehen. Nach einer wohl 881 unternommenen Reise nach Byzanz übersetzte Methodius weitere kirchliche Texte ins Slawische. Er starb am 6. April 885 in Staré Mesto. Aus dem Missionsgebiet von Cyrillus und Methodius flossen Anregungen zu den Böhmen, Polen, Bulgaren und Russen. – Johannes Paul II. erhob sie am 31. Dezember 1980 zu Mitpatronen Europas. Dargestellt: Cyrillus in bischöflichen Gewändern mit bekehrten Heiden; Methodius hält das Bild des Jüngsten Gerichts in seiner Hand. – Patrone gegen Gewitter.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Methodius

Cyrillus [Griech.: »der rechte Herr«]

Hl., und Methodius [Griech.: »vernünftiges Überdenken«], Hl., waren Brüder und stammten aus Thessaloniki. Beide beherrschten die in Mazedonien verbreitete slawische Sprache. Sie reisten 860 als Glaubensboten im Auftrag des byzantinischen Kaisers zu den Chasaren. In Cherson fanden sie Reliquien des Papstes Clemens I., die sie später nach Rom brachten. 863 sandte sie Kaiser Michael III. nach Mähren. Hier schuf Cyrillus ein slawisches Alphabet und übersetzte Texte der Heiligen Schrift und der Liturgie. Mit Glaubensboten der lateinischen Kirche, die bereits im großmährischen Reich wirkten, ergaben sich hier erste Schwierigkeiten, die sich 866 in Pannonien fortsetzten, wo Cyrillus und Methodius slawische Texte benutzten, die in Salzburg und Aquileja angefertigt worden waren. Die beiden Brüder traten in Rom dafür ein, dass auch das Slawische als liturgische Sprache anerkannt wurde, und fanden 867 die Billigung Papst Hadrians II. In Rom erkrankte Cyrillus, starb am 14. Februar 869 und wurde in der Kirche des hl. Clemens beigesetzt. Hadrian II. ernannte darauf Methodius zum Erzbischof von Pannonien und Mähren und zum Legat des Apostolischen Stuhles bei den Slawen. – Erzbischof Adalwin von Salzburg und seine Suffragane betrachteten Pannonien und Mähren als ihr Missionsgebiet und verurteilten Methodius auf der Synode in Regensburg 870 zur Verbannung nach Ellwangen. Papst Johannes VIII. erreichte 873 die Freilassung des Methodius. Aber er schränkte seine Befugnisse ein und stellte ihm den Suffraganbischof Wiching mit Sitz in Nitra zur Seite. Unter der direkten Leitung Roms, unabhängig von der fränkischen Reichskirche, sollte sich der Aufbau des kirchlichen Lebens in den gleichberechtigten lateinischen und slawischen Kirchensprachen vollziehen. Nach einer wohl 881 unternommenen Reise nach Byzanz übersetzte Methodius weitere kirchliche Texte ins Slawische. Er starb am 6. April 885 in Staré Mesto. Aus dem Missionsgebiet von Cyrillus und Methodius flossen Anregungen zu den Böhmen, Polen, Bulgaren und Russen. – Johannes Paul II. erhob sie am 31. Dezember 1980 zu Mitpatronen Europas. Dargestellt: Cyrillus in bischöflichen Gewändern mit bekehrten Heiden; Methodius hält das Bild des Jüngsten Gerichts in seiner Hand. – Patrone gegen Gewitter.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Gisela

Gisela [Ahdt.: »Bürgschaft, Pfand« u. »Edle, Vornehme«],

(Sel.), starb am 13. Februar 1277. Ihr Grab befindet sich in Veltheim/Aargau. Über ihr Leben und ihren Tod ist nichts weiter bekannt.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Jordan

Jordan OP

Sel., geb. Ende des 12. Jhs. in Borgberge bei Paderborn, trat als Diakon und Bakkalaureus der Theologie in Paris in den Dominikanerorden ein. 1222 wurde er als Nachfolger des Dominikus Ordensmeister. Durch seine Predigten in Universitätsstädten gewann Jordan viele Professoren und Studenten für den Orden, so 1223 in Padua Albert d. Gr. Er baute den Orden weiter aus und wirkte später als Glaubensbote bei den Sarazenen. Auf der Rückreise von Palästina ertrank er bei einem Schiffbruch an der syrischen Küste am 13. Februar 1237. Er wurde in der Dominikanerkirche von Akkon begraben. Dargestellt im Dominikanerhabit mit Lilie und Strahlenkranz.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Gregor II.

Gregor II., [Lat.: »der Wachsame«],

Hl., geb. 669 in Rom, wurde 715 zum Papst erhoben. Herzog Theodor von Bayern erhielt 716 eine Instruktion Gregors über die Gründung von Bistümern, die allerdings durch den baldigen Tod des Herzogs nicht ausgeführt wurde. 719 erteilte Gregor Bonifatius den Auftrag, bei den heidnischen Germanen den Glauben zu verkünden, und weihte ihn 722 zum Bischof. Mit den Langobarden verband er sich zur Abwehr byzantinischer Ansprüche in Italien. Gregor, einer der bedeutendsten Päpste des 8. Jhs., starb am 11. Februar 731.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Benedikt von Aniane

Benedikt von Aniane [eigentlich Witiza]

[Lat.: »der Gesegnete«] OSB, Hl., geb. um 750, entstammte dem westgotischen Adel Aquitaniens. Zuerst im Kriegs- und Hofdienst ausgebildet, trat 773/774 in das Kloster Saint-Seine bei Dijon ein. Um ein Leben in der Strenge der altchristlichen Wüstenväter zu führen, errichtete er 779/7780 auf seinem Erbbesitz eine Cella, die sich schnell zum Kloster Aniane entwickelte. Bald wurde die Regel Benedikts von Nursia zur Leitidee seines Lebens. Zahlreiche Klöster nahmen die Lebensgewohnheiten Anianes an. Nach 814 wurde Benedikt Abt von Maursmünster und des von Ludwig dem Frommen als Musterkloster für das Frankenreich gegründeten Inden, das später Kornelimünster genannt wurde. Der Kaiser wählte ihn zu seinem Berater und zum Abt aller Klöster im Reich. 816–818 wurde auf mehreren Synoden die Regel Benedikts von Nursia zur allein geltenden Klosterregel im Frankreich bestimmt. Benedikt starb am 11. Februar 821 in Kornelimünster. Sein Grab ist bisher nicht aufgefunden worden. Dargestellt als Benediktinerabt mit Feuerflamme.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Helmward

Helmward

(Hl.), war seit 950 Bischof von Minden. Den wieder errichteten Dom, der 947 durch einen Brand zerstört worden war, weihte er 952 ein. Helmward starb am 12. Februar 958.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Anselm

Anselm [Germ./Ahdt.: »der von Gott Beschützte«] OPraem

Prämonstratenser im Stift Rot/bei Memmingen. Als Herzog Welf VI. von Bayern das Stift Steingaden 1147 gründete, wurde Anselm dort Abt. Bald blühte das neue Stift durch den frommen Lebenswandel und die Gelehrsamkeit seiner Mitglieder. Anselm starb am 11. Februar 1162.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Wilhelm

Wilhelm [Ahdt.: »der auf Schutz Bedachte«] (d. Gr.) von Malavalle

Hl., unternahm eine Bußwallfahrt nach Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem. In der Toskana versuchte er vergeblich, Gruppen von Eremiten mit einem neuen Geist zu erfüllen. Darauf zog er sich in die Einöde von Malavalle/bei Siena zurück, wo er nach einem Leben der Selbstzucht und des Gebets am 10. Februar 1157 starb. Nach seinem Tod entstand an seinem Sterbeort aus einer Eremitengemeinschaft der nach ihm benannte Orden der »Wilhelmiten«. Dargestellt in ritterlicher Rüstung, darüber Mönchgewand, mit Ketten, Pilgerstab undRosenkranz. – Patron der Klemptner.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Bruno

Brun [Ahdt.: »der (braune) Bär«]

am 29. Mai 1037 zum Bischof von Minden geweiht. 1042 gründete er auf dem Werder, einer Weserinsel vor Minden, das St.-Mauritius-Kloster. Er starb am 10. Februar 1055.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Anna Katharina Emmerick

Anna Katharina Emmerick

geb. 1774 in Flamske bei Coesfeld/Westfalen, war seit Kindheit mit einem innigen Gebetsleben begnadet, das sie zu heroischen Werken der Sühne und Nächstenliebe anspornte. Als die Wundmale Jesu an ihrem Leib sichtbar wurden, musste sie Verleumdung und Verfolgung erleiden. Ihre Visionen wurden von Clemens Brentano, wohl nicht immer getreu, aufgezeichnet. Anna Katharina starb am 9. Februar 1824 in Dülmen/Westfalen. – Das Seligsprechungsverfahren ist eingeleitet. Dargestellt als Nonne im Krankenbett mit Stigmata.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Richard

Richard [Ahdt.: »kühner Herrscher«]

Hl., Angelsachse aus Wessex, VaterWillibalds,Wunibalds undWalburgs. Mit seinen beiden Söhnen unternahm er 720 eine Wallfahrt nach Rom, starb aber unterwegs in Lucca und wurde dort in der Kirche S. Frediano beigesetzt. Um 1154 wurden seine Gebeine erhoben und sein Kult sofort nach Eichstätt verpflanzt, wohin auch Reliquien übertragen wurden. Dargestellt als König mit Krone und Zepter, auch in Pilgertracht mit Pilgerausrüstung.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Ava

Ava stammte aus adeligem Geschlecht. Sie ist die älteste österreichische Dichterin

die in deutscher Sprache mehrere größere Werke über das Werden, Wirken und Ende der Kirche verfasste. Sie lebte zuletzt als Reklusin im Donautal (Göttweig oder Melk?) und starb der Überlieferung nach am 7. Februar 1127.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Dorothea

Dorothea [Griech.: »Geschenk Gottes«]

Hl., eine jungfräuliche Blutzeugin, erlitt nach der Legende in der Verfolgung unter Kaiser Diokletian um 304 das Martyrium in Cäsarea/Kappadozien. Auf dem Richtplatz betete sie zu Gott, er möge auf ihre Fürbitte alle aus jeder Not retten. Vielerorts wird sie der Gruppe der Vierzehn Nothelfer beigesellt. Dargestellt als Jungfrau mit Schwert und Palme, mit Körbchen mit Rosen und Äpfeln. – Patronin der Blumengärtner und -händler, Bräute, Neuvermählten, Bierbrauer; bei Armut, falschen Anschuldigungen, Geburtswehen, Todesnöten.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Paul Miki

Paul Miki SJ

Hl., stammte aus einer vornehmen, christlichen japanischen Familie. Seit seinem 11. Lebensjahr wurde er von Jesuiten erzogenund trat mit 22 Jahren in die »Gesellschaft Jesu« ein.Hier wirkte er als einer der bedeutendsten Jesuitenmissionare unter seinen Landsleuten. Im Dezember 1596 wurde Paul Miki mit 25 anderen Christen verhaftet. Es waren außer ihm noch zwei Katecheten der »Gesellschaft Jesu«, sechs Franziskaner und siebzehn japanische Laien, darunter drei Knaben. Die Gefangenen wurden zum Kreuzestod verurteilt, nach Nagasaki geführt und dort am 5. Februar 1597 hingerichtet. Dargestellt als Märtyrer am Kreuz.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Agatha

Agatha [Griech.: »die Gute«]

Hl., eine christliche Märtyrin in Catania/Sizilien, hat wahrscheinlich den Tod in der Verfolgung Kaiser Decius’ um 250 erlitten. Die Legende erzählt, der Statthalter habe sie, um ihren Glauben zu erschüttern, wegen ihrer Schönheit in ein öffentliches Haus bringen und nachher grausam martern lassen. In der Nacht wunderbar geheilt, wurde sie am folgenden Tag weiter gepeinigt, worauf sie im Kerker gestorben sei. Die Verehrung Agathas ist schon früh außerhalb Siziliens bezeugt. – Papst Symmachus (498–514) errichtete ihr zu Ehren in Rom eine Kirche. Nach der Legende erfolgte ein Jahr nach ihrer Bestattung ein Ausbruch des Ätna, der Catania bedrohte. Man trug den heranflutenden Lavamassen den Schleier Agathas entgegen, die darauf zum Stillstand kamen. Seitdem gilt Agatha als Patronin gegen Feuergefahr. Dargestellt mit zangenähnlichem Werkzeug, mit abgeschnittenen Brüsten, mit Scheiterhaufen, mit Fackel, mit brennendem Haus, mit Einhorn. – Patronin der Ammen, Hirtinnen, Weber, Glockengießer; gegen Krankheiten der Brüste, Brandgefahr (Agatha-Kerze, Agatha- Brot), Hungersnot, Unwetter, Erdbeben, Unglück. – Seit dem 16. Jh. in Deutschland Segnung von Brot, Wein, Wasser, Früchten und Kerzen an ihrem Fest.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Adelheid

Adelheid

Hl., Tochter des Grafenpaares Megingoz und Gerberg. Zum Gedächtnis an ihren einzigen Sohn Gottfried, der im Böhmenkrieg wohl 978 gefallen war, gründeten die Eltern um 983 das Stift Vilich gegenüber Bonn, dessen Äbtissin Adelheid wurde. Nach dem Tod ihrer Schwester Bertrada um 1002 übernahm Adelheid auch noch die Leitung des Stifts St.-Maria im Kapitol/Köln. Während mehrerer Hungerjahre, die damals das Rheinland heimsuchten, war Adelheid die Wohltäterin der Armen und Notleidenden. Sie erwies sich weiterhin als Meisterin in fraulichen Fertigkeiten und vermittelte anderen gerne ihre Kenntnisse. Erzbischof Heribert von Köln schätzte Adelheid als kluge Ratgeberin. Nach ihrem Tod am 5. Februar zwischen 1008 und 1021 in Köln wurde sie in Vilich beigesetzt. – Kultanerkennung am 27. Januar 1966. Dargestellt als Äbtissin mit Kirchenmodell, mit Broten. – Patronin gegen Augenkrankheiten (Adelheidis-Pützchen in Bonn).

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg