13. Juli 2020 Heinrich II. , Kunigunde

Veronika

Veronika [Griech.: »die Siegbringende«]

Hl., war nach der Legende eine Jüngerin Jesu, die ihm auf dem Kreuzweg ihr Schweißtuch reichte, auf dem das Leidensantlitz des Erlösers sichtbar blieb. Die Legende, seit dem 4. Jh. bekannt, entwickelte sich besonders im Spätmittelalter, angeregt durch Passionsspiele, zu reicher Blüte. Nach einer französischen Lesart der Legende ist Veronika 70 in Soulac gestorben; ihre Gebeine wurden in die Kirche St.-Seurin/Bordeaux übertragen. Dargestellt als Matrone, in den Händen das ausgebreitete Tuch, auf dem das Antlitz Jesu abgebildet ist. – Patronin der Pfarrhaushälterinnen, Leinwandhändler, Wäscherinnen; gegen Blutfluss.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Blasius

Blasius

Hl., Bischof von Sebaste/Armenien, wurde als unerschütterlicher Bekenner des christlichen Glaubens nach furchtbaren Qualen wahrscheinlich um 316 unter Licinius enthauptet. Die Legende berichtet, Blasius habe im Kerker einen Knaben, der eine Fischgräte verschluckt hatte und dem der Erstickungstod drohte, durch sein Gebet geheilt. Die Verehrung des Märtyrers ist seit dem 9. Jh. bekannt. Seit dem späten Mittelalter wird er zu den Vierzehn Nothelfern gerechnet. Der Blasius-Segen ist, veranlasst aus der Legende, wohl erst im 16. Jh. entstanden. Dargestellt als Bischof mit Kerze, Kanne, Wolf oder Schwein. – Patron der Ärzte, Musikanten, Hutmacher, Weber, Bauarbeiter; gegen Halsleiden, Zahnweh, Pest, Kinderkrankheiten, wilde Tiere; um eine gute Beichte.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Ansgar

Ansgar [Germ.: »Gott« und »Speer«] OSB

Hl., geb. 801 bei Corbie in der Picardie, entstammte wahrscheinlich einem sächsischen Geschlecht. In Corbie besuchte er auch die Schule und wurde dort Mönch. 823 ging er als Lehrer an die Klosterschule von Corvey. Seit 826 unternahm er Missionsreisen nach Skandinavien. 831 wurde er erster Bischof in Hamburg und päpstlicher Legat für Dänemark, Schweden und das Slawengebiet. In Schleswig und Rib/Dänemark sowie Birka/Schweden gründete er Missionsstationen. Nach der Zerstörung Hamburgs durch die Normannen 845 verlegte Ansgar seinen Sitz nach Bremen. Dort starb er am 3. Februar 865. Dargestellt in bischöflicher Kleidung mit Buch oder Kirchenmodell.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Claudine Thévenet

Claudine Thévenet MSSCC

Hl., mit Ordensnamen Maria vom hl. Ignatius, wurde in einer bürgerlichen Familie am 30. März 1774 in Lyon/Frankreich geboren. Sie musste als 20-jährige miterleben, wie ihre beiden Brüder zur Hinrichtung geführt wurden. Der Aufruf ihrer Brüder an sie zu verzeihen bestimmte ihr weiteres Leben, das an ihre Heimat gebunden blieb. Der Einsatz für Arme und Waisen führte sie und einige ihrer Altersgenossinnen zur Gründung der Kongregation der »Schwestern von den heiligsten Herzen Jesu und Marias«. Die umsichtige und einfühlsame Frau prägte mit sozialen Diensten die Gemeinschaft, die sie bis zu ihrem Tod am 3. Februar 1837 leitete. – Seligsprechung am 4. Oktober 1981, Heiligsprechung am 21. März 1993.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Alfred Delp

Alfred [Aengl.: »der durch die Elfen Rat gibt«] Delp SJ

geb. am 15. September 1907 in Mannheim, trat in die »Gesellschaft Jesu« ein und wurde 1937 zum Priester geweiht. Als Schriftsteller, Redakteur und Seelsorger bemühte er sich unablässig um die Verkündigung des Glaubens gegenüber den Irrlehren der Zeit. Von der Kirche forderte er, dass sie sich auch der »Sorge um die menschenwürdige Ordnung« annehme. Seine Verbindung zum »Kreisauer Kreis« der Grafen Moltke brachte Delp 1944 Verhaftung und Todesurteil, das am 2. Februar 1945 in Berlin vollstreckt wurde.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Severus

Severus [Lat.: »der Strenge«]

Hl., Bischof von Ravenna, nahm 342 an der Synode von Sardika teil. Er starb an einem 1. Februar des 4. Jh. und wurde in einer kleinen Kapelle in Classe/bei Ravenna beigesetzt. Seine Verehrung in Ravenna ist im 6. Jh. mehrfach bezeugt. Ein gallischer Kleriker namens Felix entwendete mit List und Betrug die Gebeine des Severus, die 836 in die Albanskirche/Mainz, später nach Erfurt, übertragen wurden. Dargestellt in Pontifikalgewändern mit Buch, Kirchenmodell, Taube, Wollbogen, Weberschiffchen. – Patron der Wollweber, Spinner, Tuch-, Strumpf-, Handschuh-, Hutmacher, Polizisten.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Brigitte

Brigida [Brigitte]

[Air.: »die Kräftige«], Hl., geb. um 453, wurde im Alter von 14 Jahren Nonne im Stift Meath, gründete mehrere Klöster, darunter als bedeutendstes Kildare [= Eichenkirche], wo sie bis zu ihrem Tod am 1. Februar 523 als Vorsteherin lebte. Ihr Leib wurde angeblich in Downpatrick beigesetzt. – Der wahrscheinlich älteste Hymnus in irischer Sprache aus dem 7. Jh., ein wichtiges Denkmal irischer Poesie, besingt das Leben der Patronin Irlands. Im 8. Jh. kamen Teile ihrer Reliquien nach Honau/Elsass, von da nach St.-Peter/Straßburg. Ihr Haupt gelangte im 6. Jh. nach Belém/bei Lissabon. Dargestellt als Äbtissin im Gebet, mit Enten oder Gänsen, mit Feuerflamme, Lampe oder Kerze. – Patronin von Irland; des Geflügels, der Kühe, des Viehs; der Kinder, der Wöchnerinnen; gegen Unglück und Verfolgung.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Sigisbert

Sigibert III.

Hl., geb. um 629, wurde im Alter von 3 Jahren von seinem Vater Dagobert I. zum König von Austrasien (heute Westdeutschland, mit Lothringen, Hauptstadt Metz) erhoben. Seine Erziehung leitete Bischof Kunibert von Köln, der auch zusammen mit Herzog Adalgisel die Regierung führte. Sigibert zeigte sich als ein Wohltäter von Kirchen und Klöstern. Er gründete mit dem Hausmeier Grimoald die Doppelabtei Stablo und Malmedy, die Remaklus als erster Abt leitete. Sigibert starb am 1. Februar 656 in Metz und wurde dort in der ebenfalls von ihm gegründeten Abtei St.-Martin beigesetzt. – 1603 wurden Teile der Reliquien nach Nancy ü?bertragen. Dargestellt in königlichem Ornat. – Patron gegen Regen, Unglück.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Johannes

Johannes [Hebr.: »Jahwe ist gnädig«] Bosco

Hl., geb. am 16. August 1815 in Becchi, gelangte erst nach Überwindung vieler Hindernisse um 1841 zum Priestertum. In Turin begann er unter der Arbeiterjugend mit seinem Werk, der Erziehung verwahrloster Kinder und junger Männer. 1846 gründete er das »Oratorium vom hl. Franz von Sales«, 1861 die »Salesianer Don Boscos« (seit 1946: SDB), eine Genossenschaft, die vor allem für seine Zöglinge gedacht war. Mit Maria Mazzarello rief er die Genossenschaft der »Mariahilfschwestern« (Salesianerinnen Don Boscos OVM) ins Leben, die sich der Mädchenerziehung widmete. Zur Bildung der Jugendlichen errichtete er Schulen aller Art. Sein Spätberufenenwerk brachte viele Priester hervor. Seine Erfolge in der Jugenderziehung beruhten teils auf seiner Begabung und seinem Einfühlungsvermögen in die Welt der Jugend, teils auf seiner von Religion, Vernunft und Liebe bestimmten Erziehungsmethode, die vorbeugend wirken und die Mitarbeit der Jugendlichen erreichen wollte. In seinem arbeitsreichen Leben empfing Don Bosco häufig übernatürliche Gnadenerweise. Er starb am 31. Januar 1888 in Turin. Dort ist er in der Salesianerkirche bestattet. Dargestellt im Priestergewand, oft mit Knaben umgeben. – Patron der Jugend, der Jugendseelsorge.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Marzella

Marzella [altröm. Familienname]

Hl., geb. um 325/335, stammte aus einer alten römischen Adelsfamilie. Nach siebenmonatiger Ehe starb ihr Gatte. Eine neue Heirat lehnte Marzella ab. Sie weihte sich Christus und sammelte in ihrem Haus einen Kreis frommer Witwen und junger Mädchen, mit denen sie ein Leben der Askese und des Studiums der Glaubenswahrheiten führte. Von Hieronymus ließ sie sich mündlich und schriftlich in die Heilige Schrift einführen. Bei der Plünderung Roms 410 durch die Goten Alarichs wurde sie von Soldaten brutal niedergeschlagen, konnte sich aber noch in die Basilika des hl. Paulus retten. Kurz darauf verstarb Marzella. Der 31. Januar ist möglicherweise der Tag, an dem sie fünf Jahre nach ihrem Tod eine würdige Grabstätte erhielt, da sie wegen des Goteneinfalls zunächst nur vorübergehend beigesetzt werden konnte. Dargestellt als vornehme Römerin, die Mädchen oder Frauen unterrichtet.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Martina

Martina [Lat.: »die dem Mars Geweihte«]

Hl., war eine Märtyrin in Rom, über die sichere Nachrichten fehlen. Nach der im 7. Jh. verfassten Leidensgeschichte soll sie den Tod unter Kaiser Alexander Severus (222–235) erlitten haben. Doch bei der Toleranz des Kaisers gegenüber den Christen ist diese Nachricht unglaubwürdig. Die VerehrungMartinas ist in Rom seit Anfang des 7. Jhs. bezeugt. Dargestellt mit Lilie, Palme und Marterwerkzeugen oder bei der Enthauptung mit Löwen zu ihren Füßen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Maria Ward

Maria Ward

geb. 1585 in Mulwith/Yorkshire, zuerst Klarissin, gründete eine religiöse Vereinigung zur Erziehung der weiblichen Jugend und zur Unterstützung der Priester in der Seelsorge (Institut der »Englischen Fräulein«). Eine Bestätigung ihrer Gründung wurde ihr in Rom verwehrt. Nach vielen Enttäuschungen starb sie am 30. Januar 1645 in Hewarth. Ihre große Bedeutung besteht u. a. darin, die Notwendigkeit erkannt zu haben, Frauen in der Seelsorgearbeit der Kirche ihren Platz zukommen zu lassen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Valerius von Trier

Valerius

Hl., der zweite bekannte Bischof von Trier. Er stammte wohl aus einer einheimischen Familie und lebte spätestens in der 2. Hälfte des 3. Jhs. Er wurde neben seinem Vorgänger Eucharius beigesetzt. Eine über ihren Gräbern errichtete Kapelle wurde im 5. Jh. von dem Trierer Bischof Cyrillus erneuert. Die spätere Legende, die Valerius zu einem Petrusschüler macht, ist ungeschichtlich. – Im Bistum Limburg wird das gemeinsame Gedächtnis von Eucharius, Valerius und Maternus am 11. September begangen. Dargestellt in pontifikaler Messkleidung mit Bischofsstab und Buch.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Karl der Große

Karl [Ahdt.: »Mann, freier Mann«]

der Große, (Hl.), geb. um 724, wurde nach seinem Vater Pippin dem Jüngeren 768 mit seinem Bruder Karlmann fränkischer König und regierte seit 771 nach Karlmanns Tod allein. Er vergrößerte das fränkische Reich durch Einnahme der Lombardei, Bayerns und Sachsens. Dem Papst bestätigte er den Kirchenstaat. Seine Bemühungen, auch in der Kirche für Ordnung und Frieden zu sorgen, führten zu einem Staatskirchentum, das auch vor Eingriffen in Glaubenssachen nicht zurückschreckte. Zur Förderung von Bildung und Sittlichkeit unterstützte er die Gründung und Erhaltung von kirchlichen Schulen sowie alle Zweige der Seelsorge. Die wirtschaftliche Sicherung der Pfarrgeistlichkeit erfolgte durch Einführung des Pfarrzehnten. 800 krönte ihn Papst Leo III. zum Kaiser. Die naturhafte Sinnlichkeit der jüngeren Jahre Karls wurde später durch seine Frömmigkeit und seine echte christliche Gesinnung zurückgedrängt. Karl starb am 28. Januar 814 in Aachen und wurde dort im Münster beigesetzt. – Auf Veranlassung Kaiser Friedrich Barbarossas nahm der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel mit Zustimmung des Gegenpapstes Paschalis III. 1165 die Heiligsprechung Karls vor, die indes Rom nicht anerkannte. Doch wurde seine Verehrung für Aachen und Osnabrück gestattet. Die Gebeine Karls wurden 1215 in den Karlsschrein gebettet. Dargestellt als Kaiser mit Krone, Reichsapfel und Schwert, mit Kirchenmodell. – Patron der Lehrer, Handelsmakler, Zinngie

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Thomas

Thomas [Hebr.: »Zwilling«] von Aquin OP

Hl., wurde um 1225 auf Schloss Roccasecca/bei Neapel geboren und war von vornehmer Herkunft. Seit 1239 Student in Neapel lernte er dort den Dominikanerorden kennen, dem er gegen den Willen seiner Eltern um 1243/44 beitrat. Seine Angehörigen überfielen Thomas und hielten ihn zwei Jahre gefangen. Wieder in Freiheit, sandte der Orden ihn zum Studium nach Paris und Köln. In Köln war Thomas jedenfalls von 1248–1252 Schüler von Albertus Magnus. Nun wechselten längere Aufenthalte in Paris und Italien einander ab. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse legte er in zahlreichen Werken nieder. Auf den Schriften seines Lehrers Albert aufbauend, erbrachte er als größte geistesgeschichtliche Leistung des Mittelalters die Synthese zwischen den Lehren von Augustin und Aristoteles in Philosophie und Theologie in seinem Hauptwerk, der »Summa theologica«. Mit der arabischen Philosophie setzte er sich in der »Summa contra gentiles« auseinander. Für das Fronleichnamsfest gestaltete er die liturgischen Texte und erwies sich als mytisch-spekulativer Dichter. Auf dem Weg zum II. Konzil von Lyon starb Thomas plötzlich in der Zisterzienser-Abtei Fossanuova am 7. März 1274. – 1567 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben. Größere Teile seiner Reliquien befinden sich in Paris, Toulouse und Rom. Dargestellt im Dominikanerhabit mit Buch und Schreibfeder, mit Sonne, Stern oder Edelsteine auf der Brust, mit Lilie und Taube, mit Kelch und Monstranz, zu Füßen Mitra und Bischofsstab. – Patron der katholischen Wissenschaft, der katholischen Hochschulen; der Buchhändler, Bleistiftfabrikanten; für Reinheit und Keuschheit; gegen Blitz, Unwetter, Sturm.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Joseph Freinadametz

Joseph [Hebr.: »(Gott) möge hinzufügen«] Freinademetz SVD

Sel., geb. 15. April 1852 in Abtei im Tiroler Gadertal, seit 1875 Priester der »Gesellschaft des Göttlichen Wortes« (Steyler Missionare), ging 1879 nach China. Dort begründete er die Südschantung-Mission mit. Unter Leiden und Verfolgungen wirkte er unermüdlich für die Verkündigung des Gotteswortes. Besonders für die Heranbildung eines einheimischen Klerus war er tätig. Nach einem vorbildlichen und heiligmäßigen Leben starb er am 28. Januar 1908 in Tätja bei Tsining in Südschantung.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Julian von Le Mans

Julian [Lat.: aus dem Geschlecht der Julier]

Hl., ist nach den Bischofslisten der erste Bischof von Le Mans. Die Zeit seines dortigen Wirkens ist nicht bekannt. Nach späterer Legende ist er einer der siebzig Jünger Jesu gewesen, der von Petrus oder Clemens nach Le Mans gesandt worden sei. Über seinem Grab wird 616 eine Basilika erwähnt. 835 werden die Reliquien Julians in die Bischofskirche übertragen, die seit 1158 Julian zum Patron hat. Nachdem seit 1205 das Fest Julians in Paderborn gefeiert worden war, wurde 1243 auch ein Teil der Reliquien von Le Mans nach Paderborn übertragen. Dargestellt in bischöflicher Pontifikalkleidung mit Buch.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Angela Merici

Angela [Griech./Lat.: »die Engelgleiche«] Merici OSU

Hl., geb. am 1. März 1474 in Desenzano am Gardasee, unterrichtete mit ihren Gefährtinnen Kinder in den Glaubenswahrheiten. 1524 pilgerte sie nach Jerusalem. Kurz darauf bestätigte Papst Clemens VII. die von Angela ins Leben gerufene »Gesellschaft der hl. Ursula«, die 1535 endgültig gegründet wurde und 1537 Angela zur ersten Oberin wählte. Die Ursulinen widmeten sich besonders der Erziehung und dem Unterricht der weiblichen Jugend. Als »Madre« war Angela in Brescia eine Ratgeberin aller Stände. Sie starb am 27. Januar 1540 in Brescia und wurde in der dortigen St.-Afra-Kirche bestattet. Dargestellt im Ursulinengewand mit Kruzifix, Buch und Himmelsleiter.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Timotheus

Timotheus [Griech.: »ehre Gott«]

Hl., stammte aus Lystra, Sohn eines heidnischen Vaters und einer jüdischen Mutter. Paulus bekehrte ihn wohl selbst auf seiner ersten Missionsreise. Später war Timotheus oft Begleiter des Völkerapostels, der ihn auch mit Briefen oder Aufträgen zu verschiedenen Gemeinden sandte. Paulus ließ ihn vor seiner Reise nach Makedonien in Ephesus zurück und gab ihm briefliche Anweisungen über die Verwaltung seines Amtes. Später rief Paulus ihn zu sich nach Rom. Nach altkirchlicher Überlieferung ist Timotheus nach dem Tod des Paulus nach Ephesus zurückgekehrt und hat dort als erster Bischof gewirkt. Über sein Lebensende gibt es keine gesicherten Nachrichten. Seine Reliquien wurden 356 von Ephesus nach Konstantinopel übertragen. Heute rühmt sich die Kirche S. Giovanni in Fonte/Rom ihres Besitzes. Dargestellt in bischöflichen Gewändern mit Keule, Steinen und Palme. – Patron gegen Magenleiden.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Titus

Titus

Hl., wurde als Heide geboren. Über seine Herkunft sowie seine Bekehrung gibt es keine sicheren Kenntnisse. Er begleitete Paulus auf der Reise zum Apostelkonzil nach Jerusalem und wurde später mit wichtigen Aufträgen betraut. So ließ Paulus seinen Mitarbeiter Titus auf Kreta zurück, sandte ihn aber vor seinem Tod noch nach Dalmatien. Nach allgemeiner kirchlicher Überlieferung ist Titus später nach Kreta zurückgekehrt und hat in Gortyna den dortigen Bischofssitz übernommen. Im Alter von 94 Jahren soll er dort gestorben sein. Dargestellt in Pontifikalkleidung mit durch Strahlen erleuchtetem Antlitz, hinter ihm einstürzende heidnische Tempel. – Patron gegen die Freigeister.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg