13. Juli 2020 Heinrich II. , Kunigunde

Paula von Rom

Paula [Lat.: »die Kleine«]

Hl., geb. in Rom am 5. Mai 347, entstammte einer christlichen Patrizierfamilie. Aus ihrer Ehe mit dem Heiden Toxotius gingen fünf Kinder hervor. Als Paula mit 31 Jahren Witwe geworden war, wandte sie sich dem von Hieronymus betreuten Kreis vornehmer römischer Frauen zu. 385 reiste sie nach Palästina, wo sie mit Hieronymus die heiligen Stätten besuchte. 386 gründete sie in Betlehem eine Pilgerherberge, ein Kloster für Hieronymus und seine Freunde sowie ein Frauenkloster, in dem sie selbst lebte. Unter Anleitung des Hieronymus widmete sie sich dem Gebet, der Buße und dem Studium der Heiligen Schrift. Paula starb am 26. Januar 404 in Betlehem. Hieronymus widmete ihr einen ehrenden Nachruf. Dargestellt als Witwe mit Pilgerstab, Kürbisflasche, Schreibfeder, Geißel.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Franz von Sales

Franz [Ahdt.: »freikühn«] von Sales, Hl.,

geb. 21. August 1567 auf Schloss Sales in Savoyen, studierte in Paris, wo er nach schweren Gewissenskämpfen ein tragendes Vertrauen auf das ewige Heil fand. In Padua 1591 zum Doktor beider Rechte promoviert, wurde er gegen den Willen seines Vaters 1594 Priester und wirkte in entsagungsvoller Arbeit in Chablais am südlichen Genfer See. Er konnte eine große Zahl von Calvinisten für den katholischen Glauben zurückgewinnen. 1599 wurde er Koadjutor des Bischofs von Genf. Seit er 1602 Bischof war, bemühte er sich um die Durchführung der Beschlüsse des Konzils von Trient durch Gründung eines Priesterseminars und Visitationen. – Seit 1604 verband ihn mit Johanna Franziska von Chantal eine innige geistliche Freundschaft, deren ideale Gesinnung viele erhaltene Briefe bezeugen. 1610 gründete er mit ihr den beschaulichen »Orden von der Heimsuchung Mariens« (Salesianerinnen Don Boscos OVM). In zahlreichen Schriften betonte Franz die Verbindung von Religiosität und weltlicher Kultur, von Humanismus und Christentum. Zur Stärkung des inneren, auf Gott ausgerichteten Lebens empfahl er den häufigeren Empfang der Kommunion. Auf einer Reise nach Lyon verschied er am 28. Dezember 1622. Sein Leib ruht seit dem 24. Januar 1623 in Annecy in der Kirche der Heimsuchung. – 1877 wurde Franz von Sales zum Kirchenlehrer erhoben. Dargestellt als Bischof oder Prälat mit einemvon Dornen umwundenen Herzen. – Patron der katholischen Presse und der Schriftsteller.

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Vera

Vera [Lat.: »die Wahrhaftige«]

eine Frau aus vornehmem Haus, die in Clermont/Frankreich um 400 ein vorbildliches christliches Leben führte.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Eberhard

Eberhard Graf von Nellenburg OSB

Sel., ein Verwandter der Kaiser Konrad II. und Heinrich III., gründete 1049 das Benediktiner-Kloster Allerheiligen in Schaffhausen. Nach einer Pilgerreise zum Grab des hl. Jakobus in Santiago de Compostela trat Eberhard als Laienbruder selbst in seine Gründung ein, während seine Gattin Ita von Kirchberg Nonne im Agnes-Kloster wurde. Eberhard starb am 25. Januar 1078/97. – Sein und seiner Gattin Grabmal vor dem Kreuzaltar wurde 1537 während der Reformation beseitigt, aber 1921 wieder entdeckt und befindet sich jetzt im Museum von Schaffhausen. Die Gebeine sind verschollen. Dargestellt als bärtiger Ritter mit Kirchenmodell.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Heinrich Seuse

Heinrich [Ahdt.: »der in seinem Besitztum Mächtige«] Seuse OP

Sel., geb. um 1295 wahrscheinlich in Konstanz, entstammte dem Rittergeschlecht von Berg. Er wurde Dominikaner und war Schüler Meister Eckharts in Köln. Der begnadete Mystiker und ausgezeichnete Seelsorger kam auf seinen rastlosen Predigtreisen durch Schwaben, die Schweiz, das Rheinland bis zu den Niederlanden. Sein »Büchlein der EwigenWeisheit« wurde ein weitverbreitetes Andachts- und Betrachtungsbuch. Seit 1348 lebte er in Ulm, wo er am 25. Januar 1366 starb. Dargestellt im Dominikanerhabit mit Griffel, Kranz von Rosen, Monogramm des Namens Jesu, vor einem Baum, von dem das Jesuskind Blütenzweige auf ihn wirft; neben ihm ein Hund mit Tuch oder Lilie im Maul.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Nikolaus Groß

Nikolaus [Griech.: »Sieger im Volk«] Groß

geb. am 30. September 1898 in Niederwenigern an der Ruhr als Sohn eines Arbeiters, wurde zunächst Bergmann. Er bildete sich in Abendkursen weiter. Nach Mitarbeit in der christlichen Bergarbeiterbewegung war er als Gewerkschaftssekretär in Schlesien, Sachsen und im Ruhrgebiet tätig. 1930 wurde er Redakteur der »Westdeutschen Arbeiterzeitung«. In Wort und Schrift setzte er sich mit dem Nationalsozialismus auseinander, gegen den er die christlich begründete Familie als stärkstes Bollwerk ansah. Am 20. Juli 1944 wurde er verhaftet, zum Tode verurteilt und am 23. Januar 1945 hingerichtet. – Seligsprechung am 7. Oktober 2001.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Vinzenz

Vinzenz [Lat.: »der Siegreiche«] Pallotti SAC

Hl., geb. 21. April 1795 in Rom, war nach Empfang der Priesterweihe 1818 Seelsorger der Jugend, der Kranken und Gefangenen, Exerzitienmeister, Volksmissionar und seit 1827 Spiritual am Römischen Seminar. Er wirkte als gesuchter Beichtvater und Seelenführer, Förderer guter Bücher und Erneuerer des Missionsgedankens. Zur Wiedererweckung eines lebendigen Glaubensgeistes gründete Pallotti 1834 die »Gesellschaft des katholischen Apostolates zur Vertiefung, Verbreitung und Verteidigung der Frömmigkeit und des katholischen Glaubens«, 1835 als deren Träger eine Priestergemeinschaft, die »Pallottiner«. Zur Betreuung zahlreicher karitativerWerke rief er 1843 die Schwesterngemeinschaft der »Pallottinerinnen « ins Leben. Pallottis Gründung kann als eine Vorläuferin der katholischen Aktion angesehen werden. Er starb am 22. Januar 1850 und wurde in der Kirche S. Salvatore in Onda/Rom bestattet. Dargestellt im Ordenskleid oder mit Chorrock und Stola.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Walter

Walter [Ahdt.: »der Herrschende«] von Bierbeek OCist

(Sel.), war ein Ritter, der von einer innigen Verehrung Marias beseelt war. Nach einer Kreuzfahrt wurde er um 1182/86 Mitglied der Zisterzienser-Abtei Himmerod. Bereits zu Lebzeiten wurde er wegen seiner großen Frömmigkeit und seiner großen Liebe zur Mutter Gottes sehr geschätzt und der »Mönch Marias« genannt. Walter starb zwischen 1206 und 1222.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Agnes

Agnes [Lat.: »das Lamm«]

Hl., war eine jugendliche Märtyrin, deren Kult schon im 4. Jh. in Rom bestand und sich schnell in der abendländischen Kirche ausbreitete. Über die Zeit und Art des Martyriums sind keine sicheren Nachrichten überliefert. Schon am Ende des 4. und Anfang des 5. Jhs. haben Legenden das Bild der Märtyrin unscharf gemacht. Ob Agnes durch Enthauptung oder durch Feuer getötet wurde, ist unsicher. Ebenso schwankt die Zeit des Martyriums zwischen Kaiser Valerian (258–259) und Kaiser Diokletian (304). Agnes wurde in Rom an der Via Nomentana beigesetzt. Über ihrem Grab entstand 21. Januar 43 nach Beendigung der Verfolgungszeiten eine Kirche, die um 630 unter Papst Honorius I. erneuert wurde. Dargestellt in jugendlichem Alter mit Lamm, Palme oder Blumenkranz. – Patronin der Jungfrauen, Verlobten, Gärtner; der Keuschheit.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Patroklus

Patroklus [Griech.: »Vater« u. »berühmt«]

Hl., erlitt den Martertod in Troyes, wahrscheinlich in der Verfolgung Kaiser Valerians um 259. Sein Kult in Troyes wird von Gregor von Tour bezeugt. Erzbischof Brun I. von Köln brachte die Reliquien 960 in seine Bischofsstadt und überführte sie 964 nach Soest, wo sie in der Patrokli-Kirche ruhen. Dargestellt in vornehmer Laienkleidung oder als Ritter mit Schwert, Schild, Fahne, Handkreuz oder Palme. – Patron gegen Fieber, Besessenheit, Dämonen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Meinrad

Meinrad [Meginrad]

[Ahdt.: »Macht« u. »Ratgeber«] OSB, Hl., geb. Ende des 8. Jh. im Süldigau/bei Rottenburg. Er lebte als Priestermönch auf der Reichenau/Bodensee. Später zog er sich um 835 in eine Einsiedelei im »FinsterenWalde« zurück. Hier wurde er am 21. Januar 861 von Räubern erschlagen, die er vorher bewirtet hatte. Seine Gebeine wurden zunächst auf der Reichenau beigesetzt. 1039 wurden sie in das Kloster Einsiedeln überführt, das an der Stelle seiner Klause errichtet worden war. Dargestellt als Benediktinermönch mit Brot, Weinkrug, zwei Raben, Keule und Märtyrerpalme. – Patron des Gebietes um Einsiedeln.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Fabian

Fabian [Lat.: »aus dem Geschlecht der Fabier«]

Hl., seit 236 Papst, baute die römische Kirche organisatorisch aus. Die Stadt Rom teilte er in sieben kirchliche Bezirke, deren Verwaltung sieben Diakonen übertragen wurde. Ebenso trug er Sorge für die kirchlichen Begräbnisstätten. Sein Ansehen in der Gesamtkirche wird von Cyprian von Karthago und Origenes bezeugt. Fabian starb als einer der ersten Märtyrer in der Verfolgung Kaiser Decius’ am 20. Januar 250 und wurde in der Kalixtus-Katakombe/Rom beigesetzt. – Sein Sarkophag wurde 1915 wieder aufgefunden. Dargestellt mit Papstkreuz, Schwert und Taube. – Patron der Töpfer, Zinngießer.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Sebastian

Sebastian [Griech./Lat.: »verehrungswürdig«]

Hl., nach Mitteilung des Ambrosius aus Mailand gebürtig, starb er als Märtyrer in Rom in der 2. Hälfte des 3. Jhs. – 354 wird berichtet, dass sein Grab an der Via Appia am Eingang des Coemeteriums »ad catacumbas« sei. Die Legende aus der 1. Hälfte des 5. Jhs. berichtet, Sebastian sei Offizier der kaiserlichen Garde gewesen, der auf Befehl Kaiser Diokletians mit Pfeilen durchschossen wurde. Er erholte sich durch die Pflege einer christlichen Witwe, bekannte sich erneut zu seinem Glauben und wurde daraufhin mit Keulen erschlagen. – Reliquien Sebastians befinden sich seit 1250 im Franziskaner-Kloster Hagenau/Elsass sowie angeblich im Kloster Ebersberg/Oberbayern. Im Spätmittelalter erlebte der Kult Sebastians eine große Blüte, da er der Pfeile wegen als Pestpatron verehrt wurde. Dargestellt als Soldat oder junger Mann, mit Baumstumpf und Pfeilen, oder an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt, mit Knüttel und Palme. – Patron der Sterbenden, Schützengilden, Kriegsinvaliden, Büchsenmacher, Eisenhändler, Zinngießer, Steinmetze, Gärtner, Gerber, Töpfer, Bürstenbinder und -händler, Raketenmacher, Leichenträger; der Brunnen; bei Verwundungen, gegen Pest, Seuchen, Viehkrankheiten, Epilepsie, Religionsfeinde.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Ursula Haider

Ursula Haider OSCl

(Sel.), geb. 1413 in Leutkirch, wurde als Vollwaise im Alter von 9 Jahren von Elisabeth von Reute auf den Empfang der Sakramente vorbereitet. Sie wurde »Klarissin« im Kloster von Valdunen/Vorarlberg, dem sie seit 1467 als Äbtissin vorstand. 1480 musste sie die Leitung des Bicken-Klosters in Villingen übernehmen. Hier förderte sie besonders den Kult des Leidens und des Herzens Jesu sowie im Anschluss an Heinrich Seuse die Verehrung der ewigenWeisheit. Ursula starb im Ruf der Heiligkeit am 20. Januar 1498 in Villingen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Marius

Marius

Audifax und Abachum, Hl., haben um des Glaubens willen in Rom den Tod wahrscheinlich in der Verfolgung Diokletians um 300 erlitten. Reliquien der Märtyrer befinden sich in Prüm in der Eifel und in Seligenstadt am Main. Dargestellt in Szenen ihres Martyriums.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Heinrich

Heinrich [Ahdt.: »der in seinem Besitztum Mächtige«] OCist

aus dem Geschlecht der Edelherren von Staufen wurde von Bernhard um 1171 zum Eintritt in Clairvaux bewogen. Im Auftrag Bernhards reiste Heinrich mehrmals nach Westdeutschland. Als Chorprofesse, aber nicht Priester, liebte er ein inniges Gebetsleben und wurde mystischer Begnadungen teilhaftig. Gegen Ende seines Lebens war er gelähmt und starb in Clairvaux am 19. Januar 1211.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Priska

Priska [Lat.: »ernsthaft«]

Hl., nach dem legendarischen Leidensbericht des 8. Jhs. ein junges Mädchen, wurde unter Kaiser Claudius im 1. Jh. um seines Glaubens willen enthauptet. Möglicherweise verbirgt sich hinter der Legende eine geschichtlich nicht mehr fassbare Märtyrin des 3. Jhs. Dargestellt als jugendliche Märtyrin mit Palme, Schwert, Löwe, auch im Grab ruhend mit zwei Adlern.

 

 

 

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3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Odilo

Odilo war der vorletzte Herzog der Bayern aus dem Geschlecht der Agilolfinger. Um 736/737 zur Herrschaft gelangt

ließ er 739 die bayrische Kirche durch Bonifatius neu ordnen. Nach einem verlorenen Krieg gegen die fränkischen Hausmeier Karlmann und Pippin erhielt Odilo zwar einen günstigen Frieden, aber er gewährte Bonifatius keinen Einfluss mehr auf die bayrische Kirche. Vielleicht schon 741 stiftete er die Benediktinerabtei Niederalteich/Bayern und besiedelte sie mit Mönchen von der Reichenau. Den Iroschotten Virgil erhob er auf den Bischofssitz von Salzburg. Odilo starb am 18. Januar 748.

 

 

 

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3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Antonius

Antonius [altröm. Geschlechtername]

Hl., geb. 251/252 in Kome/Mittelägypten, war der Sohn wohlhabender christlicher Eltern. Nach deren Tod verschenkte er seinen Besitz und führte ein Leben der Askese in der Wüste. Sein Ruhm verbreitete sich schnell: Es fand sich eine Jüngerschar ein; andere suchten ihn auf, um Rat zu erbitten oder um durch sein Gebet geheilt zu werden. Mit Kaiser Konstantin und seinen Söhnen wechselte er Briefe. Gegen Ende seines Lebens verließ er nochmals die Wüste, um in Alexandrien gegen die Irrlehre des Arius zu predigen. Nach seiner Rückkehr in die Einöde starb Antonius im Alter von 105 Jahren. – Sein Freund Athansius hat seine Lebensbeschreibung verfasst. Antonius gewann dadurch Bedeutung, dass er einzelne Einsiedlergemeinden zusammenführte, denen er durch sein Leben und durch seine Weisungen zum Vorbild wurde. Daher wird er mit Recht »der Große« genannt. Sein Grab wurde 561 aufgefunden, und seine Gebeine wurden nach Alexandrien überführt. Vor den Sarazenen brachte man sie 635 nach Konstantinopel in Sicherheit. Um 1000 kam der größere Teil der Reliquien in die Prioratskirche St.-Didier-de-la-Mothe im Bistum Vienne, von dort 1491 in die Pfarrkirche St.-Julien in Arras. Im Abendland wurde Antonius besonders seit dem 14. Jh. ein beliebter Patron der Ritter und Bauern. Dargestellt als greiser Mönch mit Buch und Stab, der als Krücke das Antoniuskreuz trägt, mit Schwein, Untieren und Dämonen. – Patron der Ritter und Bauern, der Haustiere, besonders der Schweine; der Bürsten-, Korb- und Handschuhmacher, Weber, Metzger, Zuckerbäcker, Totengräber; gegen Feuersnot, Pest und ansteckende Krankheiten.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Beatrix

Beatrix [Lat.: »die Selige«] Gräfin von Cappenberg OPraem

Schwester der Grafen Gottfried und Otto, wurde Prämonstratenserin in Cappenberg und starb nach einem Leben des Gebets und der geistlichen Betrachtung der Überlieferung nach an einem 17. Januar des 12. Jhs.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg