08. April 2020 Walter, Beate

Marzellus I.

Marzellus I.

Hl., war Papst wohl seit 307. Die dürftige Quellenlage lässt es nicht zu, seine Persönlichkeit klar zu umreißen. Die Überlieferung schreibt ihm eine Neuordnung der kirchlichen Verwaltung in Rom zu. Von Kaiser Maxentius verbannt, ist er bereits 308/309 gestorben und in der Priscillakatakombe/Rom beigesetzt worden. Ob der 16. Januar der Tag des Todes oder der Bestattung ist, kann nicht entschieden werden. Dargestellt in päpstlichen Gewändern mit Tiara und Kreuzstab, mit Kelch und Hostie, auch mit Pferdekamm und Halfter. – Patron der Stallknechte.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Theobald

Theobald [Dietbald]

[Griech./Ahdt.: »Gott« u. »mutig«] von Geisling OFM, Priester des Franziskanerordens. Er war in den österreichischen Ländern unermüdlich tätig, um den Glauben in den Herzen der Menschen zu festigen. Daher hat man ihm den Ehrennamen »Apostel Österreichs« gegeben. Theobald starb in Wien am 16. Januar 1520.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Maurus

Maurus [Lat.: »der Maure«, »der Mohr«]

OSB, Hl., Sohn des römischen Senators Equitius, wurde von seinem Vater an Benedikt von Nursia übergeben, dessen bevorzugter Schüler und Gehilfe er bald war. Wahrscheinlich wurde Maurus Nachfolger Benedikts als Abt von Subiaco. Gregor d. Gr. berichtete, dass Maurus Benedikt vorbildlichen Gehorsam leistete. Maurus starb im 6. Jh. – Im 9. Jh. wurden in der Abtei Glanfeuil die Gebeine eines Maurus gefunden, die Abt Odo zu der Abfassung einer Legende veranlasste, dass nämlich Benedikt vor seinem Tod seinen Schüler Maurus nach Gallien gesandt habe, wo dieser die Abtei Glanfeuil gegründet habe. Odo behauptete, die aufgefundenen Gebeine seien die des Benediktinerschülers. Glanfeuil nannte sich später Saint-Maur-sur-Loire. Die angeblichen Maurusreliquien wurden 868 nach Fosses übertragen, 1750 nach St.-German-de-Prés, wo sie 1793 in der Französischen Revolution vernichtet wurden. Dargestellt als Mönch oder Abt, bisweilen mit demTeufel. – Patron der Köhler, Lastträger, Schneider, Schuhmacher, Kupferschmiede; gegen Heiserkeit, Schnupfen, Kopfweh, Gicht, Rheumatismus, Skrofeln, Lähmung;Maurus-Segen für Kranke.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Arnold Janssen

Arnold Janssen SVD

Sel., geb. 5. November 1837 in Goch/Niederrhein, wurde 1861 Priester der Diözese Münster. 1875 errichtete er das Missionshaus St.-Michael im niederländischen Steyl an der Maas, Mutterhaus der »Gesellschaft des Göttlichen Wortes«. 1889 erfolgte die Gründung der »Steyler Missionsschwestern«, 1896 die der »Steyler Anbetungsschwestern«. Zum Gymnasiallehrer ausgebildet, rief er mehrere Gymnasien und Priesterseminare in Deutschland und Österreich für den Nachwuchs seiner Gesellschaft ins Leben. So waren die »Steyler Missionare« bald in der Lage, Glaubensboten in die ganze Welt zu entsenden. Die Steyler Missionsdruckerei, die besonders religiöse Volksschrifttum pflegte, schaffte die finanzielle Grundlage für JanssensWerk. Er starb am 15. Januar 1909 in Steyl. – Seligsprechung am 19. Oktober 1975.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Engelmar

Engelmar [Ahdt.: »Engel« u. »berühmt«]

Sel., lebte als Einsiedler im Bayerischen Wald bei Passau. Die Bewohner der Umgegend holten sich bei ihm Rat. Um 1096 wurde Engelmar von einem Fremden, der vorgab, sein Gefährte werden zu wollen, im Winter ausHabsucht ermordet. Als der Fremde keine Schätze vorfand, begrub er sein Opfer im Schnee und flüchtete. Erst nach der Schneeschmelze des folgenden Jahres wurde der Leichnam gefunden und von einem Priester bestattet. – An den Einsiedler erinnert heute noch der Name des Dorfes Engelmar und das Brauchtum an seinen Gedenktag. Dargestellt als Einsiedler mit Palme und Lilie. – Patron der Bauern; für Erhaltung der Feldfrüchte; gegen Viehseuchen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Reiner

Reiner [Ahdt.: »Rat« u. »Heer«] OPraem

erster Propst des Prämonstratenser-Stiftes Arnsberg, war durch seine Frömmigkeit für alle Mitbrüder ein Vorbild. Nach einem Leben, das in allem ein Dienst vor Gott war, starb er am 14. Januar 1184.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Gottfried

Gottfried [Ahdt.: »Gottesfriede, -schutz«]

Graf von Cappenberg OPraem, Hl., geb. 1097, wurde von dem Ordensideal Norberts von Xanten so tief beeindruckt, dass er 1122 im Einvernehmen mit seinem Bruder Otto, aber gegen den Willen seines Schwiegervaters, des Grafen Friedrich von Arnsberg, seine Burg Cappenberg mit ihrem reichen Besitz Norbert zur Gründung einer Prämonstratenser-Propstei übergab. Seine Gemahlin Jutta und seine Schwestern Gerberga und Beatrix traten in das mit der Propstei verbundene Frauenstift ein. Weitere Propsteien gründete Gottfried 1123 in Ilbenstadt/Wetterau und 1128 in Varlar/bei Coesfeld. Nach dem Tod Friedrichs von Arnsberg legte Gottfried 1125 in Prémontré die Ordensgelübde ab. Aus Liebe zu den Armen, Kranken und Notleidenden errichtete er in Cappenberg ein Spital. Gottfried starb, erst 30 Jahre alt, am 13. Januar 1127 in Ilbenstadt. Seine Reliquien befinden sich in Ilbenstadt und Cappenberg. Dargestellt als Ritter oder im Prämonstratenserhabit, mit Kirchenmodell, Brotschüssel, Totenkopf, Krone zu Füßen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Tatiana

Tatiana [altröm. Personenname]

Hl., starb in den ersten christlichen Jahrhunderten in Rom als Märtyrin für Christus. Über ihr Leben und ihren Tod ist nichts mehr bekannt. Doch wurde sie schon früh in der lateinischen, griechischen und slawischen Kirche verehrt. Dargestellt als Jungfrau in langem Gewand mit Mantel, mit Löwen, auch mit kahl geschorenem Haupt.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Hilda

Hilda OSB

(Hl.), lebte als Klosterfrau in der Benediktinerinnen-Abtei auf dem Nonnenberg/Salzburg im 11./12. Jh.. In einem Verzeichnis des 15. Jhs. wird sie als Heilige erwähnt.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Paulin

Paulin

Hl., geb. vor 750 in Aquileja, war bereits ein berühmter Lehrer der Grammatik, als Karl d. Gr. ihn nach 776 an die Palastschule von Aachen berief. Hier war Paulin in Freundschaft mit Alkuin verbunden. 787 erhob ihn der Kaiser auf den Patriarchenstuhl von Aquileja/Norditalien. Doch blieb Paulin weiter eng mit dem Hof in Aachen verbunden. Er nahm an Reichssynoden teil und bekämpfte in Schriften Irrlehren. Auf ihn ist die heutige Form des Credos der Messe zurückzuführen. Mit Arn von Salzburg und Markgraf Erich von Friaul/Norditalien bemühte sich Paulin um die Glaubensverkündigung bei den Avaren. Als er am 11. Januar 802 in Aquileja starb, verfasste Alkuin seine Grabinschrift.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Francesco

Francesco A. Placidi OFM

Hl., mit Ordensnamen Thomas von Cori, wurde am 4. Juni 1655 in Cori/Mittelitalien geboren und wirkte als unermüdlicher Seelsorger über zwanzig Jahre in der Gegend um Subiaco. Er starb am 11. Januar 1729 in Bellagra. – Heiligsprechung am 21. November 1999.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Paulus

Paulus [Lat.: »der Kleine«]

Hl., geb. um 228 in der unteren Thebais in Oberägypten, stammte aus einer begüterten Familie. In der Verfolgung des Decius zog er sich in die Einsamkeit zurück. Da sein habgieriger Schwager ihn als Christ zu denunzieren drohte, floh Paulus ins Gebirge, wo er neunzig Jahre lang als Einsiedler in einer Felsenhöhle lebte. Kurz vor seinem Tod besuchte ihn der Mönchsvater Antonius. Als Paulus um 341 im Alter von 113 Jahren starb, nahm Antonius die Beisetzung vor. Dargestellt als Einsiedler mit Krückstock, Palme, Raben, Löwen. – Patron der Korbund Mattenflechter.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Wilhelm

Wilhelm [Ahdt.: »der auf Schutz Bedachte«] von Donjeon OCist

Hl., geb. 1150, stammte aus der gräflichen Familie von Nevers und wurde Kanoniker in Soissons und Paris. Nach kurzem Aufenthalt in Grammont trat Wilhelm 1176 bei den Zisterziensern in Pontigny ein und leitete als Abt seit 1184 das Kloster Fontaine-Saint-Jean/Sens und seit 1187 die Abtei Châlis bei Sens. 1200 übernahm er das Erzbistum Bourges. Auch als Erzbischof befolgte er die strenge Zisterzienserregel. Gegenüber Armen und Kranken war er mildtätig und barmherzig, gegenüber Bußfertigen nachsichtig. Doch verteidigte er mutig die Rechte der Kirche, als König Philipp II. August sie zu verletzen drohte. Wilhelm starb in Bourges am 10. Januar 1209 während der Vorbereitung des Kreuzzuges gegen die Albigenser. Seine Reliquien in Bourges wurden 1562 von den Hugenotten verbrannt. Dargestellt in bischöflicher Kleidung, wie er sterbend auf dem Boden liegt. – Patron der Kinder.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Eberhard

Eberhard [Ahdt.: »Eber« u. »hart«] OPraem

übernahm 1153 als zweiter Propst die Leitung des Prämonstratenser-Stiftes Schäftlarn/Bayern. Er sorgte in klugerWeise für das zeitliche und geistige Wohlergehen seiner Mitbrüder sowie für gastliche Aufnahme von Reisenden und Pilgern, blieb aber selbst bescheiden und demütig. Eberhard starb am 9. Januar 1160.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Alice

Alix Le Clerc

Sel., wurde am 2. Februar 1576 in Remiremont geboren. Weihnachten 1597 begann sie unter Leitung von Peter Fourier mit der Gründung des Ordens der »Regulierten Chorfrauen Unserer Lieben Frau«. Fourier verfasste 1598 die erste Regel. 1606 entstand im lothringischen Nancy das erste Mutterhaus, das Alix, mit Ordensnamen Maria Theresia von Jesus, leitete. 1621 trat Alix von der Leitung ihrer Gründung zurück und starb wenig später am 9. Januar 1622.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Severin

Severin [altröm. Familienname]

Hl., kam während der Völkerwanderung nach dem Tod des Hunnenkönigs Attila nach Norikum. Er bemühte sich um einen friedlichen Ausgleich der Spannungen zwischen den eingesessenen Romanen und den Germanen, die im Römischen Reich neue Wohnsitze suchten. Durch groß angelegte Hilfsmaßnahmen wurde er zum Retter der notleidenden Bevölkerung. Er selbst lebte armund anspruchslos. Als Stützpunkte für seine Tätigkeit gründete er klösterliche Niederlassungen, so in Passau-Innvorstadt, Lorch/Enns und Mautern. Hier starb er am 8. Januar 482. – Im Bistum Linz wird Severin als zweiter Diözesanpatron verehrt. Dargestellt häufig als Pilger mit Stab, Kruzifix und Buch, auch den Heiden predigend. – Patron des Bistums Linz; der Gefangenen, Winzer, Leinweber; für Fruchtbarkeit der Weinstöcke.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Erhard

Erhard [Ahdt.: »Ansehen« u. »stark«]

Hl., stammte vielleicht aus Narbonne/Südfrankreich, soll im Elsass alsWanderbischof tätig gewesen sein und dort die heilige Odilia getauft haben. In Regensburg hat er vor Emmeram um 700 als Bischof gewirkt. Er wurde in der Krypta der Niedermünsterkirche begraben. – Papst Leo IX. erhob 1052 die Gebeine Eberhards, für die man 1866 einen neuen Schrein schuf. Dargestellt in bischöflichem Ornat, mit zwei Augen auf einem Buch, mit Axt. – Patron des Bistums Regensburg; der Spitäler; Schuhmacher; gegen Augenleiden, Pest, Viehkrankheiten (Erhardsbrot).

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Valentin

Valentin [Lat.: »gesund, stark«],

Hl., Bischof in Rätien, war nach der Legende Glaubensbote in Passau und in den Alpengebieten. Er starb am 7. Januar um 475 und wurde zunächst in der Kirche der Zenoburg in Meran/Südtirol beigesetzt. Im 8. Jh. kamen seine Gebeine zunächst nach Trient, dann durch Herzog Tassilo in den Dom von Passau. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Buch, Heiden predigend; irrig oft mit Krüppeln oder Epileptikern aus Verwechslung mit Valentin von Terni. – Patron des Bistums Passau; gegen Epilepsie, Krämpfe, Gicht, Viehseuchen.

 

 

 

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3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Raimund

Raimund [Ags.: »Rat« u. »Schutz«] von Peñafort OP

Hl., geb. 1175/80 bei Barcelona, studierte Rechtswissenschaft in Bologna, wurde 1210 Stiftsherr in Barcelona, verfasste 1222 die Statuten für den neuen Orden der »Mercedarier« (OdeM). Im gleichen Jahr trat er in den Dominikanerorden ein und entfaltete nun als Rechtsgelehrter und Schriftsteller eine bedeutsame, umfangreiche Tätigkeit im Orden und in der römischen Kurie. 1238–1240 nahm er als dritter Ordensgeneral eine Neufassung der Konstitutionen des Ordens vor. Später betätigte er sich als unermüdlicher Prediger gegen die Mauren und rief Studienhäuser ins Leben, an denen orientalische Sprachen gelehrt wurden, um eine Grundlage für die Mission unter denMoslems und Juden zu haben. Raimund starb am 6. Januar 1275 in Barcelona. Dargestellt im Dominikanerhabit, wie er auf dem ausgebreiteten Mantel über das Meer fährt, oder in einem Kahn, dessen Segel sein Mantel ist. – Patron der Kirchenrechtsgelehrten.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Kaspar

Kaspar [Pers.: »Schatzmeister«]

Hl., Melchior [Hebr.: »Gott ist König«], Hl., Balthasar [Hebr.: »Gott schütze den König«], Hl., werden seit dem Aufkommen der Legende im 6. Jh. die Sterndeuter aus dem Morgenland genannt, die nach dem Bericht des Evangelisten Matthäus (2, 1–12) von einem Stern zur Krippe in Betlehem geführt wurden, den Jesusknaben anbeteten und ihm als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe darbrachten. Seit dem 9. Jh. werden diese drei Namen volkstümlich. – Die Reliquien der Hl. Drei Könige wurden wohl im 6. Jh. von Konstantinopel nach Mailand überführt. Hier ruhten sie in der Kirche S. Eustorgio, die im 9. Jh. »Basilika der Könige« genannt wird. Nach der Zerstörung Mailands schenkte Kaiser Friedrich Barbarossa die Reliquien seinem Kanzler Erzbischof Rainald von Dassel, der sie 1164 feierlich in seine Kathedrale, den Dom von Köln, übertrug. Sie ruhen im Dreikönigsschrein, der als kostbarstes Werk der Rhein-Maas-Kunst nach 1181–1210 unter maßgeblicher Mitwirkung des Nikolaus von Verdun entstanden ist. Bis ins 18. Jh. waren die Reliquien der Hl. Drei Könige Ziel einer der bedeutendsten Wallfahrten des Abendlandes. Dargestellt als Könige mit Geschenken, wie sie dem Jesuskind in der Krippe huldigen; meistens einer der Könige von schwarzer Hautfarbe. – Patrone der Pilger, Reisenden (Gasthäuser: Drei Könige, Krone, Drei Kronen, Stern, Mohr), der Kürschner, Spielkartenhersteller; für einen guten Tod (letzte Reise); gegen Zauberei, Epilepsie, Gewitter, Hagel.

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg