08. April 2020 Walter, Beate

Melchior

Kaspar [Pers.: »Schatzmeister«]

Hl., Melchior [Hebr.: »Gott ist König«], Hl., Balthasar [Hebr.: »Gott schütze den König«], Hl., werden seit dem Aufkommen der Legende im 6. Jh. die Sterndeuter aus dem Morgenland genannt, die nach dem Bericht des Evangelisten Matthäus (2, 1–12) von einem Stern zur Krippe in Betlehem geführt wurden, den Jesusknaben anbeteten und ihm als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe darbrachten. Seit dem 9. Jh. werden diese drei Namen volkstümlich. – Die Reliquien der Hl. Drei Könige wurden wohl im 6. Jh. von Konstantinopel nach Mailand überführt. Hier ruhten sie in der Kirche S. Eustorgio, die im 9. Jh. »Basilika der Könige« genannt wird. Nach der Zerstörung Mailands schenkte Kaiser Friedrich Barbarossa die Reliquien seinem Kanzler Erzbischof Rainald von Dassel, der sie 1164 feierlich in seine Kathedrale, den Dom von Köln, übertrug. Sie ruhen im Dreikönigsschrein, der als kostbarstes Werk der Rhein-Maas-Kunst nach 1181–1210 unter maßgeblicher Mitwirkung des Nikolaus von Verdun entstanden ist. Bis ins 18. Jh. waren die Reliquien der Hl. Drei Könige Ziel einer der bedeutendsten Wallfahrten des Abendlandes. Dargestellt als Könige mit Geschenken, wie sie dem Jesuskind in der Krippe huldigen; meistens einer der Könige von schwarzer Hautfarbe. – Patrone der Pilger, Reisenden (Gasthäuser: Drei Könige, Krone, Drei Kronen, Stern, Mohr), der Kürschner, Spielkartenhersteller; für einen guten Tod (letzte Reise); gegen Zauberei, Epilepsie, Gewitter, Hagel.

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Balthasar

Kaspar [Pers.: »Schatzmeister«]

Hl., Melchior [Hebr.: »Gott ist König«], Hl., Balthasar [Hebr.: »Gott schütze den König«], Hl., werden seit dem Aufkommen der Legende im 6. Jh. die Sterndeuter aus dem Morgenland genannt, die nach dem Bericht des Evangelisten Matthäus (2, 1–12) von einem Stern zur Krippe in Betlehem geführt wurden, den Jesusknaben anbeteten und ihm als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe darbrachten. Seit dem 9. Jh. werden diese drei Namen volkstümlich. – Die Reliquien der Hl. Drei Könige wurden wohl im 6. Jh. von Konstantinopel nach Mailand überführt. Hier ruhten sie in der Kirche S. Eustorgio, die im 9. Jh. »Basilika der Könige« genannt wird. Nach der Zerstörung Mailands schenkte Kaiser Friedrich Barbarossa die Reliquien seinem Kanzler Erzbischof Rainald von Dassel, der sie 1164 feierlich in seine Kathedrale, den Dom von Köln, übertrug. Sie ruhen im Dreikönigsschrein, der als kostbarstes Werk der Rhein-Maas-Kunst nach 1181–1210 unter maßgeblicher Mitwirkung des Nikolaus von Verdun entstanden ist. Bis ins 18. Jh. waren die Reliquien der Hl. Drei Könige Ziel einer der bedeutendsten Wallfahrten des Abendlandes. Dargestellt als Könige mit Geschenken, wie sie dem Jesuskind in der Krippe huldigen; meistens einer der Könige von schwarzer Hautfarbe. – Patrone der Pilger, Reisenden (Gasthäuser: Drei Könige, Krone, Drei Kronen, Stern, Mohr), der Kürschner, Spielkartenhersteller; für einen guten Tod (letzte Reise); gegen Zauberei, Epilepsie, Gewitter, Hagel.

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Emilie

Ämiliana [Emilie]

[Lat.: »die Nacheifernde«], Hl., war eine Tante Papst Gregors d. Gr., der ihr asketisches, gottgeweihtes Leben der Nachwelt überlieferte. Sie starb zwischen Weihnachten und Epiphanie gegen Ende des 6. Jhs.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Roger

Roger [Ahdt.: »Ruhm« u. »Speer«] OCist

Hl., führte 1148 die ersten Zisterzienser von Loroy nach Ellant, das er dann als Abt leitete. Mit seinen Mönchen lebte er in äußerster Armut. Er starb im Ruf der Heiligkeit am 4. Januar nach 1162. Seine Reliquien lagen bis zur Französischen Revolution in einem Schrein auf dem Altar von Ellant.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Angela

Angela [Griech./Lat.: »die Engelgleiche«]

Sel., geb. um 1249, führte in Foligno/Umbrien ein weltliches Leben. Im Alter von 40 Jahren vollzog sie eine Umkehr in ihrem Lebenswandel. Sie verzichtete auf ihren Reichtum und führte ein Leben in Gebet und Armut, das durch mystische Gnadengaben und Offenbarungen bereichert wurde. Angela starb am 4. Januar 1309. Dargestellt als Franziskaner-Terziarin mit Teufel.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Genovefa

Genovefa [Gall.: »Volk« u. »Frau«]

Hl., geb. um 422 zu Nanterre, führte ein Leben der Buße, das durch Wunder ausgezeichnet war. Ihre Fürbitte soll 451 Paris beim Hunneneinfall gerettet haben. Genovefa gilt als Stifterin der Kirche St.-Denis. Nach ihrem Tod am 3. Januar um 502 in Paris erbaute König Chlodwig I. über ihrem Grab eine Kirche. In der Französischen Revolution wurden Schrein und Reliquien Genovefas vernichtet. Die Kirche wurde zum Pantheon umgewandelt. Dargestellt als vornehme Jungfrau mit Teufel und Engel, Kerze, Licht, Hirschkuh, Schafen. – Patronin von Paris; der Frauen, Hirten, Winzer; gegen Augenleiden, Fieber, Blattern, Aussatz, Pest, Trockenheit, Krieg.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Irmina

Irmina [Ahdt.: »Volk« u. »allumfassend«] OSB

Hl., entstammte dem fränkischen Großgrundherrengeschlecht der Theodarde. Sie ist wahrscheinlich die Mutter Adulas von Pfalzel und Plektruds von Köln. Nach dem Tod ihres Gatten schenkte sie ihren Besitz in Echternach Willibrord, der dort ein Kloster errichtete. Irmina wurde dann Äbtissin des Klosters Oeren in Trier. Hier starb sie am 24. Dezember vor 710 und wurde in der Kirche der später nach ihr benannten Abtei beigesetzt. Der größere Teil der Reliquien ging in Kriegen und nach der französischen Revolution verloren. Dargestellt im Benediktinerinnenhabit, auch in fürstlichem Prunkmantel, mit Urkundenrolle oder Kirchenmodell mit Jesuskind.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Basilius

Basilius [Griech.: »der Königliche«]

Hl., schon von seinen Zeitgenossen »der Große« genannt, geb. um 330 in Cäsarea in Kappadozien. Nach Vollendung seiner Studien gewann Gregor von Nazianz ihn für ein asketisches Leben in der Einöde des Iris am Schwarzen Meer. Hier verfasste Basilius zwei Schriften, die Regeln für ein gemeinsames Leben von Mönchen enthalten. Ab 364 entfaltete er als Priester eine fruchtbare seelsorgliche Tätigkeit in Cäsarea. 370 wurde er zum Erzbischof seiner Vaterstadt erhoben. Er setzte sich sehr für die Reinheit der Lehre gegen den Arianismus, für das Ausmerzen der Simonie im Priestertum, für eine neue Gestaltung der Liturgie und für die Beilegung der Zwistigkeiten mit Papst Damasus ein. Er erbaute die »Basilias«, die ein Pilgerheim, ein Krankenhaus für Arme und eine medizinische Versuchsstation umfasste. Basilius starb am 1. Januar 379. Er ist einer der vier großen Kirchenlehrer des Orients. Dargestellt in der Westkirche im bischöflichen Ornat oder in Messgewändern, als Bendiktiner- oder Basilianermönch oder als Einsiedler, mit Kirchenmodell, Büchern und Totenkopf. – Patron des morgenländischen Mönchtums.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Gregor

Gregor [Griech.: »der Wachsame«]

Hl., geb. 330 in Arianz bei Nazianz, lernte während seines langen Studiums in Athen Basilius kennen, mit dem er um 360 am SchwarzenMeer in der Einsamkeit lebte. Als Basilius Erzbischof geworden war, weihte er Gregor 372 zum Bischof von Sasima. Doch hat er dieses »Fuhrmannsdorf« nie betreten. Gregor verwaltete in der Folge mehrere Bischofssitze. Zuletzt lebte er in Arianz, wo er die meisten seiner Briefe und Gedichte verfasste. Der Bischof war ein hervorragender Kanzelredner, begeisterungsfähig und selbst begeisternd, jedoch ohne Ausdauer und leicht entmutigt. In seinen Schriften zeigt er sich als der erste große Vertreter eines christlichen Humanismus. In seiner Theologie bewahrte er die überkommende Lehre der Väter. Für die spätere Zeit galt er als die Richtschnur für den rechten Glauben. Gregor starb 390 in seinem Geburtsort Arianz. Er ist einer der vier großen Kirchenlehrer des Orients. Dargestellt als Bischof am Schreibpult mit Taube. – Patron für eine gute Ernte.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Dietmar

Dietmar [Ahdt.: »Volk« u. »berühmt«]

von Geburt Sachse, wurde 976 zum ersten Bischof von Prag erhoben, wo er unter schwierigen Verhältnissen sein Amt ausübte. Er starb 983.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Oswald von York

Oswald [Germ./Ahdt.: »Gott« u. »walten«] OSB

Hl., ein Neffe Erzbischof Odos von Canterbury, wurde schon in jungen Jahren Kanoniker, dann Dechant des Domkapitels in Winchester. Da er nach einem vollkommeneren Leben strebte, trat er als Mönch in die berühmte Abtei Fleury in Frankreich ein. 959 nach England zurückgekehrt, wurde Oswald 961 Bischof von Worcester und 972 zugleich Erzbischof von York. Oswald gründete mehrere Klöster, darunter St.-Maria in Worcester und Ramsay. In anderen Klöstern führte er behutsam vorgehend Reformen im Geiste von Fleury durch. Auch das Leben des Weltklerus suchte er zu verinnerlichen. Die Verwaltung der bischöflichen und klösterlichen Güter ordnete er neu. Daneben vernachlässigte er nicht die Sorge für die Armen und Notleidenden. Oswald starb am 29. Februar 992 und wurde in der Marienkirche zu Worcester begraben. Bereits zehn oder zwölf Jahre nach seinem Tod wurden die Gebeine erhoben. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Kirchenmodell und Teufel. – Patron für Vieh.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg