14. Dezember 2018 Johannes vom Kreuz

Luzia [Lat.: »die Leuchtende«]

Hl., war eine Märtyrin in Syrakus, deren Geschichtlichkeit durch die in Syrakus wieder entdeckte Luzia-Katakombe mit Grablege bezeugt ist. Die über ihrem Grab errichtete Kirche reicht in ihrem Ursprung noch in die byzantinische Zeit Siziliens zurück. – Die erst im 5./6. Jh. verfasste legendarische Leidensgeschichte erzählt, dass Luzia das Gelübde der Jungfräulichkeit abgelegt hat. Ihr enttäuschter Bräutigam habe sie darauf in der Verfolgung Kaiser Diokletians als Christin angeklagt. Luzia sei dann nach grausamen Martern durch einen Schwertstich in den Hals getötet worden. Ihr Festtag ist vielerorts mit reichem Brauchtum ausgestattet. Dargestellt in Jungfrauentracht mit Palme und Schwert, mit Halswunde, Augen auf einem Teller, Lampe. – Patronin der Armen, Blinden, reuigen Dirnen, Glaser, Weber, Schneider, Näherinnen, Sattler, Polterer, Notare, Schreiber, Pedelle, Türhüter, Kutscher, Bauern, kranker Kinder; gegen Augenleiden, Halsschmerzen, Ruhr, Blutfluss, Infektionskrankheiten.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg